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Feinstkornentwickler Ersatz für Orwo F43 Agfa Final

orwo Agfa Final F43 MH28 Feinstkornentwickler

9 Antworten in diesem Thema

#1 pikespeak

pikespeak

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Geschrieben 03 April 2015 - 10:59

Hallo,

 

ich habe noch einige hundert Meter alten Orwo MA8 Film, die ich gerne mal ausprobieren möchte.

In alter Literatur habe ich als damals möglichen Entwickler Orwo F43 gefunden, sowie Orwo MH28 und Orwo F199.

 

Meiner Recherche nach ist der F43 identisch mit Agfa Final.

 

Kennt jemand einen vergleichbaren Ersatztyp für einen der genannten Entwickler? Oder hat jemand Erfahrung in der Kombination mit anderen Entwicklern?

 

Bitte keine Grundsatzdiskussion über die Verwendung von alten Filmmaterial, ich habe selbst keine großen Erwartungen an das Ergebnis, möchte aber den Entwickler als Unsicherheit minimieren.

 

Vielen Dank, Gruß



#2 Henning Hagedorn

Henning Hagedorn

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Geschrieben 03 April 2015 - 12:14

Irgendwo stand mal - ich find die Quelle momentan nicht -, dass Final das Agfa-Pendent zu ID-11 und D76 war.

Allerdings scheint das Rezept von F19 mit ID-11 übereinzustimmen, F43 ist ähnlich, enthält aber noch Acetat.

MH28 war ein universeller Metol-Hydrochin-Entwickler, der wohl recht grobkörnig arbeitete.

F199 war ein Fixier- bzw. Einbadentwickler.

 

Wenn Du eh genug Filmmaterial hast, würde ich D76 bzw. ID-11 zum Testen nehmen.



#3 AntiLynd

AntiLynd

    Nils L.

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Geschrieben 03 April 2015 - 16:28

über Entwickler weißt du jetzt genug :) eine andere spannende Frage wäre, um was für einen Film es sich da genau handelt. Der MA8 ist soweit ich weiß ein M)ikroA)ufnahmefilm mit 8° DIN-Empfindlichkeit (bzw. was davon noch übrig ist). Typischer Einsatzzweck: Strich-Reproduktionen. Sei also darauf gefasst, dass du, wenn du ihn als normalen Film behandelst, mit einem Entwickler vom Typ D76, Bilder ohne Grauwerte zwischen dem Schwarz und dem Weiß bekommst.

 

Das kannst du natürlich als persönliche Note rechtfertigen. Alternative: schau dich nach einem Entwickler um, der speziell darauf ausgelegt ist, mit einem Dokumentenfilm Negative mit normalem Kontrast zu produzieren. Dann jedoch stellt sich die Frage, warum man nicht gleich einen handelsüblichen Film für normale Ergebnisse bei normaler Behandlung nimmt, idealerweise einigermaßen fabrikfrisch und von einem Hersteller, von dem man erwarten kann, dass er noch existiert, wenn man sich auf sein Material einigermaßen eingeschossen hat.

 

Viel Erfolg

Nils


Bearbeitet von AntiLynd, 03 April 2015 - 16:29 .


#4 pikespeak

pikespeak

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Geschrieben 04 April 2015 - 18:46

@Henning, Danke soweit,

@ AntiLynd, wie ich gebeten habe, wollte ich diese Diskussion vermeiden! Vielleicht hast Du meine Beitrag nicht zu Ende gelesen.

 

Mir ist auch bekannt, um was für einen Film es sich handelt. Für meine geplante Anwendung ist er schon brauchbar -sofern er noch funktioniert. Ich brauche keine Halbtöne, aber scharfen Kontrast.

Für alles anderen Anwendung habe ich jeweils einen passenden Film, daher habe ich auch  mehrere Kameras im Einsatz, da ich kein Freund davon bin halbe Filme hin und her zu spulen.

 

Der MA8 ist meiner Recherche nach eine Weiterentwicklung der DK Filme. Ich weiß nicht ob es ihn im normalen Handel gab. Alle Konfektionierungen die ich kenne sind immer 35mm in  5, 30 oder 90 Meter.  Es gab ihn auch unperforiert. käufliche Kleinbildpatronen habe ich noch nie gesehen.Angeblich wurde der MA8 in erster Linie bei der Stasi verwendet. Die Entwicklungsrezepte, die ich finden konnte beziehen sich natürlich nur auf Orwo-Entwickler In F43 unverdünnt 4-8min für normale bis kräftige Gradation, in MH28 1+4 3-4 min für kräftig bis steile Gradation und in F199 2 min, allerdings 25° und Gradation normal bis kräftig. 

 

Hilfreich wäre für mich eine Aussage, welcher heute verfügbare Entwickler unter sonst optimalen Bedingungen gleiche oder bessere Ergebnisse liefert, wie die genannten. Bzw. habe ich gehofft, das jemand bereits Erfahrung damit gemacht hat. 

 

Ich hatte die Hoffnung, das es von Adox einen Nachfolger für Final gibt, das wäre einen Versuch wert.



#5 Henning Hagedorn

Henning Hagedorn

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Geschrieben 04 April 2015 - 20:20

Hast Du diese ungarische Seite gelesen?

Final war einfach (neben Rodinal) Agfas Feld-Wald-und-Wiesen-Entwickler. Da würde ich (wie ich schon schrob) gar nicht auf einen Nachbau hoffen, sondern einfach einen anderen Standard-Entwickler nehmen.

Die Zeitangabe ist mit 4...8 Minuten ja auch nicht sonderlich exakt und der Film ist alt, so dass Du eh testen musst.



#6 AntiLynd

AntiLynd

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Geschrieben 05 April 2015 - 16:12

@pikespeak,

sagen wir so: ich habe mich vorschnell zu sehr auf einen bestimmten Punkt fokussiert ...sorry!

PS:

 

Orwo MH28:

Wasser 750ml

Metol 1,7g

Natriumsulfit 35g

Hydrochinon 6g

Natriumcarbonat 40g

Kaliumbromid 1g

Wasser auf 1000ml

 

Agfa Final:

Metol 4g

Natriumsulfit 62,5g

Hydrochinon 4g

Natriumcarbonat 3,2g

Kaliumbromid 0,5g


Bearbeitet von AntiLynd, 05 April 2015 - 16:38 .


#7 tomsand

tomsand

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Geschrieben 30 Juni 2015 - 10:39

Feinkornentwickler ist kein Feinstkornentwickler
Letzter wurde auch als Ultrafeinkornentwickler bezeichnet.
Vertreter: A49, Microdol, Perceptol
Feinkornentwickler Vertreter: Microphen, Xtol, usw.
Orwo F43 (Agfa Final) ist ein normaler Metol-Hydrochinon Entwickler wie auch D76, ID11 und Orwo 19 rezept. Das muss man mögen... Für Mittel- und Grossformat okay, für Kb nur für Liebhaber des groben Korns zu empfehlen. Lichterzeichung ist auch eher schlecht. Vorsicht vor überentwicklung!

#8 Henning Hagedorn

Henning Hagedorn

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Geschrieben 30 Juni 2015 - 11:10

Na so grobkörnig sind die Metol-Hydrochinon-Borax-Entwickler jetzt aber auch nicht. Da finde ich Microphen schon heftiger.



#9 tomsand

tomsand

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Geschrieben 30 Juni 2015 - 14:37

Alles relativ. Microphen pushed von hause aus, deswegen darf man auf keinen Fall damit überentwickeln. Aber ansonsten ist es mit Phenidon als Entwicklersubstanz schon ein Feinkornentwickler.

#10 jochen53

jochen53

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Geschrieben 01 Juli 2015 - 08:00

Hallo,

wenn es sich um einen Mikrofilm handelt und Du starke Kontraste willst, brauchst Du vermutlich gar keinen Feinkornentwickler. Erstens ist der Film schon sehr feinkörnig und zweitens sieht man in schwarzen Bereichen ohnehin kein Korn.





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