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Opallampe für Krokus 67 Color

Opallampe Vergrößerer Watt Krokus Belichtungszeit

12 Antworten in diesem Thema

#1 Morte

Morte

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Geschrieben 19 September 2012 - 16:31

Ich habe in meiner Heimdunkelkammer einen alten polnischen Krokus-67-Vergrößerer aus den 80er Jahren stehen. Ein einfaches, aber funktionierendes Gerät.
Allerdings ist die Opallampe nicht die stärkste. Bei kleinen Formaten stört das nicht, aber ich mache gerade eine Reihe von 24x30-Vergrößerungen auf Adox MCC, und da komme ich (mit Filterfolien in der Schublade) teilweise auf Belichtungszeiten von fast drei Minuten. Das nervt gewaltig.
Nun kann man ja solche Opallampen austauschen. Allerdings ist die verbaute nicht beschriftet. Auf dem Gehäuse des Krokus steht was von 150 Watt, es ist aber nicht klar, ob das nur die Belastbarkeit des Stromkreises ist oder die tatsächliche Leistung der Lampe, die drin steckt. Ich vermute eher, es ist eine 75-Watt-Lampe. Nur: Wie kriege ich das raus? So ganz ohne Beschriftung?
Und angenommen, es ist tatsächlich eine 75-W-Birne, würde das (Metall-)Gehäuse denn auch die 150 Watt erdulden, ohne dass das Teil zu glühen anfängt?

Alternativ bliebe mir nur das Aufblenden (ich benutze Blende 8), um die Belichtungszeit zu verkürzen, allerdings gibt es dann Abschattungen an den Bildrändern, und das ist nicht fein.

Kennt irgendjemand hier das Gerät noch und weiß Rat?

Dank und Gruß
Morte

#2 Ernst Kluger

Ernst Kluger

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Geschrieben 19 September 2012 - 17:15

Ich habe das gleiche Modell längere Zeit benutzt. Ich habe daran die unglaubliche Stabilität geschätzt. Der Begriff "Säule wie eine Eisenbahnschiene" ist durchaus treffend. Die Opallampe war eine 100 W-Lampe. Und damit bin ich immer ganz gut zurecht gekommen.
Gruß, Ernst

#3 Morte

Morte

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Geschrieben 19 September 2012 - 18:50

Das Rätsel ist teilweise gelöst:
Nachdem ich das Gehäuse auseinandergebaut habe und es mir gelungen ist, die festsitzende Lampe in der Fassung zu lockern, habe ich eine kaum sichtbare Prägung überm Gewinde der Birne entdeckt. Es handelt sich um eine 75-Watt-Birne.
Um nun kurzfristig Abhilfe zu schaffen (also mehr Lichtstärke), kam mir folgender Gedanke:
In der Filterschublade liegt eine Mattglasscheibe. Sie ist ziemlich unfachmännisch an zwei Seiten mit Klebeband befestigt, es sieht eher wie eine Transportsicherung als wie der Werkszustand aus. Nun kenne ich mich nicht genug aus: Kann man diese Mattglasscheibe nicht einfach entfernen? Brauch man die als zusätzlichen Diffusor, oder reicht nicht die Opalbeschichtung der Lampe für die Lichtstreuung aus? Die Scheibe schluckt ziemlich viel Licht, wie mir scheint.

Bearbeitet von Morte, 19 September 2012 - 18:52 .


#4 namir

namir

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Geschrieben 19 September 2012 - 18:56

probiers einfach mal, hatte bei den von mir verwendeten Vergrößerern keine Probleme ohne Streuscheibe auf dem Kondensor.

#5 Urnes

Urnes

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Geschrieben 19 September 2012 - 19:24

Hallo Morte,

wenn der Vergrößerer bei offener Blende vignettiert, dann stell zu erste Mal Lampe richtig ein. Wenn ich das richtig sehe solltes du die die Lampenfassung lösen können und an dem Mittelstab hoch und ruter bewegen können, damit solltest du die Lampe so justieren können, dass sie bei offner Blende gleichmäßig ausleuchtet.

Gruss Sven.
www.so-froehlich.de

#6 Morte

Morte

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Geschrieben 19 September 2012 - 20:05

Hallo Urnes, dass hab ich schon gemacht, aber ich trau dem Frieden nicht recht ... Meine Erfahrung war, dass es bei Blende 8 (die kleinste Blende ist 4) keine Probleme gibt. Außerdem sagt man doch auch immer, dass die Bildschärfe sinkt bei Offenblende. Ich hab mich bisher drauf verlassen und alles war gut. Nur eben langwierig ...

#7 tepe

tepe

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Geschrieben 19 September 2012 - 20:20

Handelt es sich bei dem Kondensor um eine einfache oder eine doppelte Linse? Bei Einfachkondensoren ist tatsächlich eine zusätzliche Streuscheibe erforderlich.

tepe

#8 Morte

Morte

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Geschrieben 19 September 2012 - 20:42

Es ist ein einfacher Kondensor. Ich habe die Scheibe herausgenommen und nicht den Eindruck, dass sich die Lichtstreuung verschlechtert. Ich habe es aber natürlich noch nicht ausprobiert mit einem Abzug.
Bei Wikipedia steht übrigens, dass die Streuscheibe durch die Einführung von Opallampen obsolet geworden sei. Wie gesagt, das ist ein stabiler, aber einfacher Vergrößerer. Vielleicht ist er ja tatsächlich auch für den Einsatz normaler (klarer) Glühlampen gedacht gewesen. Ich habe leider keine Gebrauchsanweisung, um das überprüfen zu können.

Bearbeitet von Morte, 19 September 2012 - 20:43 .


#9 namir

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Geschrieben 19 September 2012 - 22:40

um zu checken, ob es vignettiert, würde ich mal ohne Negativ mit grad 5 einen grauen Abzug zu machen, wenn da keine Vignettierung auszumachen ist, passts. glaube, bei meinem Durst F30 war auch keine Mattscheibe auf dem einfachen Kondensor, und es war trotzdem hinreichend gleichmäßig ausgeleuchtet.

#10 piu58

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Geschrieben 20 September 2012 - 05:23

> mit grad 5 einen grauen Abzug zu machen, wenn da keine Vignettierung

Bei extrahartem Papier sieht man bei bezahlbaren geräten *immer* Ungleichmäßigkeiten in der Ausleuchtung, zumindest geringe. Im Bild macht sich das viel wenger Bemerkbar, da vom Motiv überlagert und durch Abwedeleien ausgeglichen.
Bleibt dran, am Sucher.

--Uwe



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