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MCC Testaktion


12 Antworten in diesem Thema

#1 Mirko Boeddecker

Mirko Boeddecker

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Geschrieben 06 Juli 2007 - 23:01

Wir sind wieder einen Schritt weiter: Der Probeguss hat wunderbar geklappt und die ersten Musterpackungen für die Testaktion können jetzt konfektioniert werden.
Wenn alles nach Plan läuft sind wir in ca. 2 Wochen versandbereit.
In den nächsten Tagen erhalten alle bis jetzt angemeldeten Probanten eine Bestätigungsemail.

Wer noch mithelfen möchte das Papier zu testen kann sich gerne noch "bewerben" unter: mccproject@adox.de

Das Papier ist noch nicht voll ausgehärtet. Die fotografischen Eigenschaften sind gegeben aber es darf nicht auf der Presse getrockent werden (sonst bleibt es am Tuch kleben).
Wer die Heisstrockung testen will der muss sich ein Blatt aufheben und darf erst in 6 Wochen probieren.


Grüße,


Mirko

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#2 Peter Volkmar

Peter Volkmar

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Geschrieben 07 Juli 2007 - 22:12

Hallo Mirko,

sollte nicht das MCP zuerst gegossen werden?

Welche Größen gibt es bei den Testpapieren?
Welche "Anforderungen" müssen die Tester erfüllen?

Gruß Peter
THINK POSITIVE - MAKE NEGATIVES

#3 Mirko Boeddecker

Mirko Boeddecker

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Geschrieben 09 Juli 2007 - 10:58

Hallo Peter,

das MCP ist das erste Papier welches in die "richtige" Produktion geht.

Für die Testaktion verwenden wir Probemuster aus dem dritten Test-Stadium.

Zuerst werden die Roh-Emulsionen mit kleinen Streichproben einzeln vertestet (erstes Stadium), dann folgt ein erster kompletter Schichtaufbau an eine Schleifenmaschine (zweites Stadium). Hat bis dahin alles geklappt simuliert man eine Produktion auf einer kleineren Maschine (24 cm breit). Das ist dann schon richtig wie "in echt" von Rolle zu rolle (Abwicklung und Aufwicklung) mit laufender Trockung. In diesem Stadium muss alles stimmen, z.B. die Viskosität, Gießgeschwindigkeit und die Parameter welche an den Trocknungsstationen eingestellt werden. Was hier nicht klappt, funktioniert auch nicht auf der großen Gießmaschine.

Die Musterbögen, welche nun versandt werden, stammen aus diesem (erfolgreichen) Probelauf.
Sie werden ungefähr 20x25 cm sein. Wir wollten eigentlich den Gussrand mit drauflassen (damit man sich soetwas einmal ansehen kann) aber die Aussenabmessungen müssen unter Maxibrief Format gebracht werden (wegen der Versandkosten), daher kann es sein, dass der Rand beschnitten wird.

Da weltweit das Interesse am MCC wesentlich größer war als am MCP versenden wir die Proben für die Marktstudie als MCC. Da die Kapazität der Machine begrenzt war (Zeit die sie uns zur Verfügung stand) mussten wir uns für eine der beiden Varianten entscheiden. Das MCP wurde zwar auch vertestet aber das gewonnen Material reicht nur für unsere eigenen Analysen. Die meiste Zeit haben wir auf die "Produktion" von MCC verwendet (2000 Meter zu 24 cm inklusive Gussrand).

Im September wird der erste "richtige" Großguss MCP auf 1,05 Meter Breite stattfinden.

Wer noch mithelfen möchte das neue Papier auf "Herz und Nieren" zu "untersuchen", der sende bitte eine email an: mccproject@adox.de mit einem kurzen Satz warum er oder sie qualifiziert ist (z.B. jahrelanger Anwender). Bitte die Lieferadresse nicht vergessen.
Das Papier stellen wir kostenlos, es liegt lediglich eine Rechnung für das Briefporto bei mit der freundlichen Bitte dieses zu paypalen oder zu überweisen. Das ist sozusagen als "Schutzgebühr" zu verstehen, immerhin kostet so ein Blatt aus einer solchen Produktion ein vielfaches eines normal gegossenen Blattes.

Natürlich freuen wir uns auf möglichst umfangreiche Rückmeldungen.
Jeder Sendung wird auch ein Fragebogen beiliegen.

Im Labor sind die Muster messtechnisch betrachtet identisch mit dem Original.

Aber wer weiss schon was passiert wenn ein zum Katholizismus konvertierter ehemals buddistischer Mönch in Sizilien bei Vollmond mit linksrum gerührtem Weihwasser gewässerte und vorher durch seinen selbstgekauten Amidol-Entwickler gezogene Devotionalien Abbildungen im leichten Meereswind zum Tocknen aufhängt (Ein Prozess den er so seit 1964 unverändert in völliger Abgeschiedenheit auf Agfa Papier fährt)- Wenn er mit zittriger Hand seine mit selbstgepresstem Mandelöl betriebene Laterne kurz vor Sonnenaufgang zur Begutachtung ansetzt (...im Hintergrund kreischt eine Möwe erschrocken auf...)....ob das Papier dann im flackernden Licht dem harten Urteil des Meisters standhält..... das interessiert uns :unsure:

Ihr versteht schon.....

Grüße,

Mirko

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#4 cfb_de

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Geschrieben 10 Juli 2007 - 21:12

Aber wer weiss schon was passiert wenn ein zum Katholizismus konvertierter ehemals buddistischer Mönch in Sizilien bei Vollmond mit linksrum gerührtem Weihwasser gewässerte und vorher durch seinen selbstgekauten Amidol-Entwickler gezogene Devotionalien Abbildungen im leichten Meereswind zum Tocknen aufhängt (Ein Prozess den er so seit 1964 unverändert in völliger Abgeschiedenheit auf Agfa Papier fährt)- Wenn er mit zittriger Hand seine mit selbstgepresstem Mandelöl betriebene Laterne kurz vor Sonnenaufgang zur Begutachtung ansetzt (...im Hintergrund kreischt eine Möwe erschrocken auf...)....ob das Papier dann im flackernden Licht dem harten Urteil des Meisters standhält..... das interessiert uns

Mirko,

das hat literarische Qualität:-)

Ich schick Euch gleich noch eine Mail.

Beste Grüße,
Franz

#5 Mirko Boeddecker

Mirko Boeddecker

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Geschrieben 11 Juli 2007 - 08:43

Franz,

danke für deine mail.
Sehr guter Vorschlag mit der Tonung.
Genau deswegen machen wir das.
Chemie ist manchmal bei vielen organischen Komponenten schlecht zu berechnen und Fotochemische Produkte sowieso.
Wir suchen wirklich nach möglichst unterschiedlichen Anwendern, die die ausgefallensten Prozesse fahren, um Unterschiede zu verfizieren und einen besser/schlechter Abgleich zu machen.

Die oben erwähnte Geschichte ist natürlich übertrieben aber auf der Anwenderseite wird oft Wissen ob der chemischen Zusammenhänge durch Erfahrung ersetzt (durch probieren herausgefunden) und diese Leute müssen natürlich auch gut mit dem Papier arbeiten können.

Daher dieser breitgestreute "Feldversuch" mit den beta-Mustern.


Grüße,

Mirko

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#6 cfb_de

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Geschrieben 22 August 2007 - 21:20

Hallo Mirko,

heute war da so ein Briefumschlag von Euch da:-)

Wieviel Blatt sind da drin und in welchem Format? Wenn Du mir das sagst, überlege ich mir nämlich mein Testprogramm vor dem Öffnen der Schachtel (nebstbei: Deren Design gefällt mir!).

Außerdem vermisse ich einen Hinweis darauf, wohin ich die Portokosten überweisen könnte. Also habt Ihr die übernommen:-)

Beste Grüße,
Franz

#7 Mirko Boeddecker

Mirko Boeddecker

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Geschrieben 25 August 2007 - 12:55

Hallo Franz,


es sind 5 Blatt 18x24 darin. Die Konfektionierung wurde von Hand durchgeführt also kann das Maaß um ein paar mm variieren.

Alle bisherigen Probanten haben sich die Mühe gemacht ein paar Zeilen zu schreiben und deshalb haben wir alle Kosten übernommen.


Grüße,


Mirko

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#8 orwograph

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Geschrieben 26 August 2007 - 12:41

Hallo!

Ich habe letze Woche das MCC erhalten und heute nacht den Test gemacht. Insgesamt bin ich mit dem Papier ziemlich zufrieden, habe aber ein paar Anmerkungen zu machen. Ich muss dazusagen, dass ich das originale Agfa-MCC nicht kenne, überhaupt habe ich bisher kein Multigrade-Baryt verarbeitet, nur PE-Multigrade und festgraduiertes Baryt von Agfa und ORWO.

Bei der Verarbeitung ist mir gleich der schnelle, fast PE-ähnliche Bildaufbau positiv aufgefallen. Der kann natürlich auch daran liegen, dass das Papier neu ist und der Rest der von mir bisher verarbeiteten Barytpapiere mindestens 20 Jahre auf dem Buckel hatte... Sehr schön fand ich auch die satten Maximalschwärzen und den Glanz, den das Papier auch ohne die lästige Hochglanztrocknung bekommt.

Für etwas gewöhnungsbedürftig halte ich jedoch den Kontrast, denn ich musste bei der Verarbeitung hauptsächlich zu den Filtern 0 bis 2 greifen - den 0er hatte ich bis dato noch nie verwendet, weil das bei dem bisher von mir verwendeten Kodak Polymax immer zu viel zu flauen Ergebnissen geführt hätte. Das MCC scheint also deutlich härter zu arbeiten als das Polymax, das kann ich zumindest sagen.
Eine zweite Sache ist mir bei der Trocknung in der Presse aufgefallen. Ich habe das Papier wie gesagt auf Naturglanz gegen das Tuch der Presse getrocknet, und am Ende klebte es doch ziemlich fest da dran, will sagen, nach der Trocknung hingen viele Fusseln am Papier - sie lassen sich mit einem weichen Tuch zwar teilweise, aber doch insgesamt recht schwer abrubbeln. Die ORWO-Papiere, die ich sonst üblicherweise verwende, kleben merklich weniger am Tuch fest, und die Fusseln sind somit weniger zahlreich und lassen sich bei denen auch deutlich leichter entfernen.

Ich bin sicherlich kein Profi, schon gar nicht, was Baryt angeht, aber das Beschriebene ist mein erster Eindruck. Insgesamt hat das Papier Lust auf mehr gemacht, und vielleicht teilen ja andere Leute meine Ansichten, dann kann Leverkusen-Bad Saarow noch etwas an der Emulsion feilen.

Ist eigentlich schon absehbar, in welchem Preissegment sich die Ware ansiedeln wird? Verglichen mit dem Ilford Multigrade-Baryt ober- oder unterhalb?

Viele Grüße soweit mal,

Peter.

Bearbeitet von orwograph, 26 August 2007 - 12:42 .


#9 Andreas_23

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Geschrieben 19 September 2007 - 09:25

Hallo Mirko,
mir geht so langsam mein PE-Papier aus. Lohnt es sich, auf Euer MCP zu warten? So Oktober/November bräuchte ich Nachschub.
Viele Grüße,
Andreas

#10 Mirko Boeddecker

Mirko Boeddecker

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Geschrieben 23 September 2007 - 13:26

Hallo Andreas,


wir haben noch große Mengen Agfa PE (neben anderen Anbietern).
Unser MCP kann leider erst starten wenn diese Mengen zumindest nur noch in unvollständigem Sortiment verfügbar sind.
Niemand wird neues ADOX MCP kaufen, wenn er Agfa MCP zum halben Preis bekommt.

Wir lagern die neuen Masterrollen daher wahrscheinlich ersteinmal ein und beginnen mit der Konfektionierung später, wenn erste Formatlücken auftreten.

Am Zeitplan für das MCC hat sich noch nichts geändert. Hier ist der geplante Produktionsstart im Mai/Juni 2008.


Grüße,

Mirko

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