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Osram Duka 10 oder ähnliche


34 Antworten in diesem Thema

#1 sibelius

sibelius

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Geschrieben 10 Juli 2014 - 19:34

Hallo zusammen!

Mein erster Beitrag hier....ich bin 51, entwickle und vergrößere seit meinem 10. LJ, allerdings so sporadisch, daß ich mich nicht als Experten bezeichnen kann.

Derzeit mit Agfa Varioskop mit Splitgradeaufsatz von Kienzle, Schalenentwicklung, rein sw.

Meine Frage an Euch:

Mein Labor soll heller werden, bisher habe ich drei der bekannten Rotlichtlampen mit der Kühlschrankbirne drin, ich glaube 15 Watt.

Ich habe eine der alten Leuchten mit der Na-Dampflampe im Auge. Betreffs der Eignung für Ilford MG ohne den dazugehörigen Rotfilter, der ja wohl kaum zu kriegen ist und auch nach meiner Logik und Aussage anderer Nutzer das ganze nur stockfinster macht - wie soll nahezu monochromatisches Licht von 589 nm durch ein Rotfilter helles Rot ergeben? - liest man sehr unterschiedliches, wenn überhaupt etwas zu finden ist.

Hat jemand eigene Erfahrungen betreffs Eignung, Schleiersicherheit, Mindestabstand, Einstellung der Blende?

 

Herzlichen Dank im voraus und herzlichen Gruß

 

 

Peter



#2 Wolf_XL

Wolf_XL

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Geschrieben 10 Juli 2014 - 20:46

...ja, habe ich. Also ohne Rotfilter ist die Leuchte für sw-Papiere kaum zu gebrauchen - oder man muss sie soweit runterdimmen, dass man keine Freude mehr damit hat. Und mit Rotfilter ist sie auch nicht viel heller als eine herkömmliche Leuchte. Ich benutze stattdessen rote LED-Leuchtmittel, wie z.B. die Osram LED Star Deco Classic oder Decospot. Die könntest Du sogar in deine vorhandenen Leuchten ohne den Filter einbauen. Die Dinger sind ewig haltbar, sparsam (1W) und machen wirklich hell.

 

 
Gruß
Wolf

#3 sputnik

sputnik

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Geschrieben 10 Juli 2014 - 22:45

Wenn Du eh nur ILFORD verarbeitest, hole Dir ne Ilford SL1. Das Ding ist einfach unglaublich hell!

Absolut kein Vergleich zu den Lampen anderer Hersteller oder roten LEDs. Und das, obwohl da auch nur eine 15W Kühlschrankbirne drin ist.

Dafür verschleiert sie aber auch sämtliche(!) Papiere, auf denen nicht ILFORD MG steht.

Ich bin jedenfalls immer wieder baff und förmlich geblendet, wenn ich zwischendurch mal was auf ILFORD mache und dabei die orange SL1 einschalte.


Gruß,
S.


#4 jochen53

jochen53

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Geschrieben 11 Juli 2014 - 09:29

Hallo,

ich habe die oben erwähnte Natrium-Spektrallampe Duka 10 und verwende sie ohne Rotfilter ungedimmt (ist übrigens eine mechanische Blende, kein elektronischer Dimmer) mit Ilford MG IV PE Papier. Abstand zu den Schalen etwa 2 m, zum Vergrößerer etwa 4-5 m. Die Lampe straht nicht direkt auf die Schalen sondern indirekt in den Raum.  Zusätzlich habe ich eine AP Lampe mit oranger Plastik-Glocke in der Nähe des Vergrößerers in etwa 1,5 m Abstand. Ich habe bisher keine negativen Auswirkungen festgestellt.

Von OSRAM habe ich mir das Emissionsspektrum der Spektrallampe besorgt. Die Intensitäten der Linien, die nicht zum Natrium gehören (orangegelbe Doppellinie bei ca 589,2 nm), sind extrem schwach. Was eine rote Plastikfilterscheibe bei einem praktisch monochromatischen Licht außer der Reduzierung der Transparenz für einen Sinn haben soll, hat sich mir noch nie erschlossen. Wenn Du so ein Ding billig kriegen kannst (so um 20 - max. 50 €), dann nimm es, eine Ersatzlampe kostet fast 200 € und lohnt sich nicht! Die Lebensdauer der Lampe wird durch häufiges Ein- und Ausschalten stark reduziert. Besonders empfindlich ist sie gegenüber Aus- und Wiedereinschalten im warmen Zustand. Daher bei Pausen lieber brennen lassen.



#5 StraDi

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Geschrieben 11 Juli 2014 - 11:49

Hallo,

 

die Osram Duka 10 wird sehr häufig noch gebraucht angeboten. Sie ist dennoch der Vorgänger zur Duka 50, die ich eher empfehlen würde. Die Duka 10 hat noch eine alte NA10 Natriumdampflampe und einen zusätzlichen, dichroitischen Filter zur Absorption des Blauanteils im Licht. Sie benötigt bei 15 Volt rund 15 Watt Leistung.

 

Die Osram/Kaiser Duka 50 war der Nachfolger mit "moderner" Natriumdampflampe NA10FL, welche bereits einen Absorptionsfilter für den Blauanteil aufgedampft hat. Zudem benötigt sie nur 10 Watt Leistung bei 16 Volt Spannung. Beide Lampen haben zwar mechanisch gesehen den gleichen Sockel, sind aber nicht untereinander austauschbar!

 

Die Duka-Lampen sind mit zwei Filtern ausgestattet. Die weiße Scheibe ist für die Verarbeitung von RA-4 Papieren und einigen älteren s/w-Festgradationspapieren geeignet. Diese kann man gegen eine rote Scheibe austauschen. Damit wird die Verarbeitung von modernen s/w-Gradationswandelpapieren möglich. Hier wird nochmal die Helligkeit reduziert. Dennoch ist die Duka 50 heller als die ältere Duka 10, und aufgrund der Wellenlänge des Lichtes der Natriumdampflampe mit einem Maximum bei 589 nm wird das Licht vom menschlichen Auge ohnehin als recht hell empfunden.

 

Die Lampen haben eine vom Hersteller angegebene Lebensdauer von rund 1000 Stunden. Die Lebensdauer wird aber noch von anderen Faktoren, wie Ein-/Ausschaltzyklen, etc. beeinträchtigt. Die Lampen sind teilweise aus Restbeständen günstiger zu bekommen ... ich habe jüngst zwei nagelneue und originalverpackte NA10FL für je rund 50,- € von einem Händler bekommen. Hier muss man nur etwas suchen und die Augen offen halten, so mancher Bauernfänger versucht ohnehin mit raren Dingen sein Geld zu machen ... dies gilt auch für die 200€-NA10/FL-Lampen bei eBay!

 

Ich besitze seit vielen Jahren die Dukas von Osram und m. E. sind es die besten Dunkelkammerlampen, die man bekommen kann. Ich habe noch nie Probleme mit Verschleierung gehabt, egal welches Papier ich eingesetzt habe (Ilford Multigrade, Adox MCP und MCC, Adox Variotone Premium, uvm.). Schaut man sich die spektralen Sensibilisierungskurven der Papiere an, so wird man feststellen, das das Licht der Natriumdampflampe der Dukas exakt in der "Lücke" des unsensibilisierten Bereiches dieser Papiere liegt. Dies gibt eine deutlich höhere Sicherheit, als die Verwendung von Glühbirnen mit vorgeklemmten Filtern. Hier habe ich schon oft gesehen, daß Streulicht auftritt oder aufgrund der fehlenden Möglichkeit der Helligkeitsregelung einfacher Lampen es zu Verschleierungen kam. Zudem haben die oft einfachen, gefärbten Plastikfilterscheiben keinen so engen Durchlass der Spektrallinien, wie eine Natriumdampflampe.

 

Im eigenen Vergleich mit einer einfachen Kaiser Duka, wie sie heute noch angeboten wird (mit Plastikfilterscheibe), zeigt sich bei der Osram Duka auch bei längerem Aussetzten des Papieres keinerlei Beeinträchtigung - selbst bei maximaler Helligkeit.

 

Mein Tip: egal, ob eine Duka 10 oder 50 (ich persönlich würde aber eher zu letzterer Tendieren), würde ich auf folgende Dinge achten:

 

- ist die Duka stark gebraucht?

- sind beide Filterscheiben, weiß und rot, dabei?

- bekomme ich ggf. noch eine Ersatzlampe dazu?

 

Weniger stark gebrauchte Lampen aus Hobbyauflösungen haben oft noch brauchbare Lampen. Zudem ist meistens nur die weiße Filterscheibe dabei, dennoch wurden die Dukas immer mit beiden ausgeliefert. Oftmals haben viele Hobbylaboranten die rote Scheibe oft weggeworfen oder verlegt, weil sie auch mit der weißen s/w-Papiere verarbeitet haben (was auch bei geringer Helligkeitseinstellung gut funktioniert). Manchmal bekommt man auch eine Ersatzlampe mit dazu ... das ist natürlich ideal.

 

Ansonsten halten die NA10/FL länger, als man denkt. Ich habe eine alte Duka 50 mit der ersten NA10FL Birne aus einer Fachlaborauflösung geschenkt bekommen. Die war jahrelang fast täglich über Stunden im Einsatz und funktioniert immernoch einwandfrei. Lediglich die Helligkeit der Birne lässt im Laufe der Zeit etwas nach. Als Hinweis: wenn eine Duka mal nicht "anspringen" will, liegts am Starter (wie bei Leuchtstoffröhren). Dieses Bauteil lässt sich leicht und preiswert austauschen. Und wie mein Vorredner schon bemerkte: nicht im warmen Zustand aus- und wieder einschalten! Das mögen die Birnen nicht so gern und danken es dann mit verkürzter Lebensdauer.

 

Meine Empfehlung: zugreifen! 

 

cu ...

Dirk


Bearbeitet von StraDi, 11 Juli 2014 - 11:50 .


#6 sputnik

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Geschrieben 12 Juli 2014 - 08:37

Zitat Jochen53: "... eine Ersatzlampe kostet fast 200 € und lohnt sich nicht! Die Lebensdauer der Lampe wird durch häufiges Ein- und Ausschalten stark reduziert. Besonders empfindlich ist sie gegenüber Aus- und Wiedereinschalten im warmen Zustand. Daher bei Pausen lieber brennen lassen."

 

 

Genau deshalb ist so eine Natriumdampflampe für den Heiland Spligrade auch völliger Blödsinn.

Ich sagte ja bereits: SL1 und gut. Günstig. Wahnsinnig hell.


Gruß,
S.


#7 StraDi

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Geschrieben 12 Juli 2014 - 10:04

Zitat Jochen53: "... eine Ersatzlampe kostet fast 200 € und lohnt sich nicht! Die Lebensdauer der Lampe wird durch häufiges Ein- und Ausschalten stark reduziert. Besonders empfindlich ist sie gegenüber Aus- und Wiedereinschalten im warmen Zustand. Daher bei Pausen lieber brennen lassen."

 

 

Es wird nicht wahrer, wenn man es immer wieder kolpotiert!

 

Zum Preis:

http://www.ebay.de/i...R-/111098961326

oder

http://www.ebay.de/i...=item4622224e81

 

Sind immer mal wieder zu Preisen um 50 bis 70 Euro drin. Zudem halten die Natriumdampflampen bei sachgemäßem Gebrauch eine Ewigkeit.

 

Zudem muß man bei der SL1 und ähnlichen Dukalampen unbedingt auf den Abstand achten. Eben weil sie sehr hell ist und "nur" eine vorgesetzte Filterscheibe, wird häufig von Verschleierungen berichtet. Diese sind bei ca. 1,5 Meter Abstand und direkter Beleuchtung gering (Ilford Multigrade) bis deutlich feststellbar(Adox, Foma). Bei indirekter Beleuchtung verschleiern die meisten Papiere auch nach längerer Zeit nicht mehr. Bei diesen Lampen muß man unbedingt auf den Abstand achten. Die Duka 10/50 lassen sich z.B. in der Helligkeit problemlos regeln und sind ebenfalls noch recht hell ohne zu verschleiern.

 

Hier finden sich Informationen und Absorptionskurven der Ilford SL1. Am besten selbst vergleichen und testen.

http://www.ilfordpho...27111757603.pdf

 

cu ...

Dirk



#8 sputnik

sputnik

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Geschrieben 12 Juli 2014 - 13:51

Ähm, wenn

"Besonders empfindlich ist sie gegenüber Aus- und Wiedereinschalten im warmen Zustand. Daher bei Pausen lieber brennen lassen."

durch ständige "Kolpotage" nicht wahrer wird,

wie verhält es sich dann denn mit

Zitat: "Und wie mein Vorredner schon bemerkte: nicht im warmen Zustand aus- und wieder einschalten! Das mögen die Birnen nicht so gern und danken es dann mit verkürzter Lebensdauer."? :o

 

Also in MEINEN Augen ist das schlicht ein und dasselbe.

Ein Splitgrade Controller schaltet die Duka-Lampe bei jedem Meßvorgang sowie bei jeder Haupt- sowie Nachbelichtung ein und wieder aus!

Und sich ein paar 50-70 Euro-"Schnäppchen" für den Fall der Fälle hinzulegen, ist ja nun auch nicht ohne.

Was kostet schnell nochmal ne Kühlschrankbirne? 1€? 1,50€?

 

Und SELBSTVERSTÄNDLICH benutzt man eine sehr helle Lampe wie die SL1 indirekt.

Dass man das problemlos tun kann, ist ja gerade der große Vorteil.

Dann ist nämlich nicht nur eine eng begrenzte Fläche in der Duka spotbeleuchtet(mit entsprechndem Schattenwurf), sondern der gesamte Raum gleichmäßig hell, was ein extrem entspanntes Arbeiten ermöglicht.

Dass die SL1 für Nicht-ILFORD-Papiere im Grunde nicht wirklich zu gebrauchen ist, schrieb ich schon.

Im Eingangspost war jedoch eindeutig von ILFORG MG die Rede. ;)

 

Für das S/W Labor so ein OSRAM Natriumdampf Teil zu empfehlen, finde ich praxisfremd.

 

PS: Woran kann man eigentlich erkennen, ob so eine "neue" Lampe von privat auch wirklich unbenutzt ist und nicht im Warmzustand  schon 200x an- und ausgeschaltet wurde?

 

 

 

 

 

 


Gruß,
S.


#9 sibelius

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Geschrieben 12 Juli 2014 - 16:55

Hallo!

Zunächst mal Danke an alle.

Ich dachte natürlich, die Duka brennen zu lassen - Schaltung über Splitgrade wäre js Schwachsinn, geht auch gar nicht wegen der Einbrennzeit.

Ich hoffte, daß Splitgrade davon unbeeindruckt bleibt. Wenn nicht, dann natürlich gestorben.

Werde ich einfach mal probieren.

Danke nochmal

 

 

Peter



#10 sputnik

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Geschrieben 12 Juli 2014 - 18:09

Klar kannst Du die Dukalampe nicht an den Controller, sondern gleich ans Netz stecken.

Das macht bei der Belichtung an sich keinen Unterschied, solange Du nicht an der Grenze zur Schleiersicherheit arbeitest(z.B. bei sehr langen Belichtungszeiten + sehr langen Entwicklungszeiten beim Lithen).

Beim Messen mit der Sonde könntest Du jedoch Schwierigkeiten bekommen, denn die dürfte nicht für den Einsatz bei Dukalicht konstruiert sein.

Warum die Leuchtenschaltung übers Splitgrade Schwachsinn sein soll, würde mich mal interessieren.

Ebenso, warum dies beim Nachbelichten(ich denke, das ist mit "Einbrennzeit" gemeint) nicht funktionieren soll.

Schließlich arbeitet jeder Splitgrade Controller seit jeher so und das finde ich auch ausgesprochen praxisgerecht und durchdacht.


Gruß,
S.




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