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C41 Fixierer


14 Antworten in diesem Thema

#1 highscore

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Geschrieben 25 Oktober 2016 - 08:37

Hi Leute.

 

 

 

Ich möchte beim C41 Verfahren kein Bleichfixierer verwenden, sondern getrennte Bäder.

 

Da der Fixierer bei der Farbentwicklung nicht sauer sein darf.

 

Ich bin bei der Suche nach geeigneten??? Fixierern bis jetzt nur über den MOERSCH Alkalischer Fixierer ATS gestoßen.

 

Sowie den ROLLEI RXN Fix Neutralfixierer, diesen benutze ich sowieso Standardmäßig in der SW Entwicklung.

 

Kann ich bei meinem Fixierer bleiben( RXN) oder muß ich mir einen zweiten Fixieren in das Regal stellen? Oder ganz den Fixierer wechseln? Ich hätte natürlich gerne nur einen im Regal stehen.

 

Gibt es noch andere Fixierer die geeignet sind, die ich aber noch nicht gefunden habe?

 

 

 

Danke

 

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#2 elizabeth_reed

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Geschrieben 25 Oktober 2016 - 12:53

Moin,

du brauchst einen speziell für C41 formulierten Fixierer! Neutrale SW-Fixierer sind m.W. für C41 nicht geeignet, da bestimmte Zusätze fehlen. Umgekehrt kannst du aber C-41-Fixierer durchaus für SW nehmen, also wenn du dich nur mit einem Typ Fixierer bevorraten willst. C41-Fixierer ist normalerweise auch recht günstig, z.b. Kodak Flexicolor RA 2x10 Liter für ~35 Euro, Bezugsquelle nenne ich dir gerne über PN. Für SW-Film verdünnst du den Ansatz 1+3, für Papier 1+9. C41 natürlich unverdünnt. Bei Papier dann aber ans Stoppbad denken!

Gruß,

Jo



#3 Wolfgg

Wolfgg

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Geschrieben 25 Oktober 2016 - 14:08

Hallo,

SW-Fixierer sind zu sauer für C41. Der pH-Wert muss über 6,5 liegen, kannst ja mal versuchen, einen vorhandenen SW-Fixierer mit NaOH "hochzuziehen". Ansonsten wäre Selbstansatz aus Rohchemie sinnvoll (sind je nach Rezeptur nur 3..4 Chemikalien).

Gruß Wolfgang
 



#4 GeorgK

GeorgK

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Geschrieben 28 Oktober 2016 - 15:33

Ich hatte eigentlich nie Probleme mit "normalen" Neutral-Fixierern wie z.B. RXN.

Ich glaube auch nicht, dass ein leicht sauer Fixierer (ganz knapp unter pH=7) viel Schaden anrichtet - was müsste da erst das Stoppbad machen?

Die Filme werden jedenfalls recht flott klar, alleine schon, weil man ja bei erhöhter Temperatur arbeitet (müssen keine 37.8°C sein beim Fixieren, aber bei um die 30°C geht schon was weiter).

Die speziellen "Wunder-Fixierer" dürften velleicht den besonderen Verhältnissen im C41-Großlabor (Geschwindigkeit, Haltbarkeit) geschuldet sein.

 

Schlimmer als der "Blix"-Schrott (unzuverlässig, schlecht haltbar, teuer, ökologischer Wahnsinn) kann es sowieso nicht sein.

 

G.



#5 elizabeth_reed

elizabeth_reed

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Geschrieben 28 Oktober 2016 - 21:42

Hier noch mal die Fakten zum Nachlesen:

 

 

Color processing myths dispelled

 

By Rowland Mowrey

[...]

 

10. Color fixers are different / the same as B&W fixers.

Fact: [...] Color fixers are usually pH 6 - 7 solutions of Ammonium Hypo with ammonium sulfite added for stability and sometimes they contain accelerators to assist in silver removal. Remember, in color, one roll of film is about equal to 3 rolls of B&W because of 3 layers, plus you are removing every bit of silver (you hope). Also, that silver is restrained by heavy doses of DIR coupler residues and other image enhancing chemicals. So.. you take a guess. Which is more complex? Color fixers are a bit more complex. A simple fix will work, but you have to leave the film in the fix about 2x longer to remove the silver halide. AND.. all color fixers are unhardened. So never use a hardened fixer or a strongly acid or basic fixer on color films unless you like to ruin your images or at least seriously disturb them.

 

Ich hoffe, das beantwortet die hier aufgeworfenen Fragen. Ich werde auch in Zukunft C41-Fixierer zum Fixieren von Farbfilmen nehmen, zumal ich ggü. SW-Fixierer keinen wirtschaftlichen Vorteil sehe. Aber natürlich kann jeder das so halten, wie er mag.


Bearbeitet von elizabeth_reed, 28 Oktober 2016 - 21:50 .


#6 grommi

grommi

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Geschrieben 29 Oktober 2016 - 14:28

Ich benutze schon immer SW-Fixierer auch für Farbfilme und hatte nie auch nur das geringste Problem. Die Klärzeiten liegen z.T. erheblich unter denen für SW-Filme, der Silbergehalt von Farbfilmen ist sehr gering. Wenn man nach dem Bleichbad gut zwischenwässert, kann man m.E. SW- und Farbfilme in der selben Arbeitslösung fixieren, man darf halt keine Bleiche verschleppen. Das Bleichbad ist extrem sauer, warum soll man keinen sauren Fixierer nehmen? Auch damit nach hunderten Filmen bisher keine Probleme. "Aber natürlich kann jeder das so halten, wie er mag."

 

Apropos zwischenwässern. Der C-41-Prozess wurde für Maschinenentwicklung ohne Frischwasseranschluss konzipiert. Daraus resultieren m.E. viele Mythen. Wenn man zuhause nach jedem Bad zwischenwässert, wird alles viel einfacher und m.E. besser.


Bearbeitet von grommi, 29 Oktober 2016 - 14:30 .


#7 elizabeth_reed

elizabeth_reed

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Geschrieben 30 Oktober 2016 - 15:30

Ich benutze schon immer SW-Fixierer auch für Farbfilme und hatte nie auch nur das geringste Problem. Die Klärzeiten liegen z.T. erheblich unter denen für SW-Filme, der Silbergehalt von Farbfilmen ist sehr gering. Wenn man nach dem Bleichbad gut zwischenwässert, kann man m.E. SW- und Farbfilme in der selben Arbeitslösung fixieren, man darf halt keine Bleiche verschleppen. Das Bleichbad ist extrem sauer, warum soll man keinen sauren Fixierer nehmen? Auch damit nach hunderten Filmen bisher keine Probleme. "Aber natürlich kann jeder das so halten, wie er mag."

 

Apropos zwischenwässern. Der C-41-Prozess wurde für Maschinenentwicklung ohne Frischwasseranschluss konzipiert. Daraus resultieren m.E. viele Mythen. Wenn man zuhause nach jedem Bad zwischenwässert, wird alles viel einfacher und m.E. besser.

 

Grommi, das Zitat oben ist von Ron Mowrey, einem Chemiker und pensionierten Ingenieur, der den C41-Prozess damals bei Kodak mitentwickelt hat. Er besitzt nicht nur Einblicke in die Chemie des Prozesses, die dir oder mir völlig abgehen, sondern sein Name ziert auch das ein oder andere einschlägige Patent. Es ist dein gutes Recht hier zu argumentieren, dass es für dich und deine Ansprüche auch nach deiner Methode funktioniert, Kein Einwand. Aber bitte versuch nicht, uns hier zu erklären, dass der Mann eigentlich keine Ahnung hat ...



#8 grommi

grommi

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Geschrieben 30 Oktober 2016 - 18:01

Aber bitte versuch nicht, uns hier zu erklären, dass der Mann eigentlich keine Ahnung hat ...

 

Warum so giftig? Das habe ich mit keinem Wort gesagt und nicht intendiert. Der Standard-C-41-Prozess wurde für schnelle und ergebnissichere Verarbeitung entwickelt. Natürlich sollte man in einem Minilab, wie es früher in jedem größeren Supermarkt stand und von einer oft nur angelernten Hilfskraft bedient wurde, alle Prozessvorschriften genau einhalten. Das beinhaltet selbstverständlich auch den verwendeten Fixierer. Im Heimlabor, bei Raumtemperatur und in der Dose, sind die Freiheitsgrade deutlich größer und die Ergebnisse können sogar besser ausfallen als in einem kommerziellen Labor, welches immer ertragsoptimiert arbeiten muss. Diese starren Regeln auf das Heimlabor zu übertragen trägt m.E. sehr zur "Mythenbildung" bei.

 

"Es ist dein gutes Recht hier zu argumentieren, dass es für dich und deine Ansprüche auch nach deiner Methode funktioniert," Soll heißen, bei meinen (bescheidenen?) Ansprüchen kann ich auch eigentlich ungeeigneten SW-Fixierer nehmen?

 

C-41-Entwicklung zuhause ist wirklich sehr einfach. Ich mische meinen Farbentwickler selber aus Rohchemikalien, die Arbeitslösung hält deutlich länger als bei Fertigprodukten, entwickle bei Raumtemperatur, fixiere mit SW-Fixierer und verwende kein Stabi-Bad sondern wässere sorgfältig. Die so entstandenen Negative müssen keinen Vergleich mit professionell entwickelten Negativen scheuen.


Bearbeitet von grommi, 30 Oktober 2016 - 18:13 .


#9 HGR

HGR

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Geschrieben 30 Oktober 2016 - 20:34

Grommi, das gefällt mir!

Kannst du kurz die benötigten Rohchemikalien auflisten? Oder eine Literaturquelle nennen?

Wasser und sw-Fixierer habe ich ja und einen Versuch wäre mir die Sache wert!

 

mfg

 

Hans-Gerd



#10 Wolfgg

Wolfgg

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Geschrieben 30 Oktober 2016 - 21:07

Grommi: aber Du weißt sicher, dass die Folgen der Abweichungen von den Kodak-Vorgaben sich auch erst nach Jahren zeigen können. Zum Beispiel in Form von Farbstoffen, die sich "etwas früher als versprochen" ins Nichts auflösen.
Um 1975 habe ich auch etwas mutig an der Chemie gedreht. Ich kann zwar nicht mit Sicherheit sagen, ob es damit zusammenhängt, aber einige Kodak-Filme aus der Zeit sind heute in einem Zustand, dass sich nicht mal mehr ein Scan lohnt. Die Purpurschicht ist völlig verschwunden. Der Mann aus Rochester verhält sich nicht ohne Grund vorsichtig. Bei Apug habe ich seine Beiträge auch schon oft studiert.

Der Bleicher hat übrigens ebenfalls einen pH-Wert um 6,5, ist also keinesfalls sehr sauer. Das sauerste C41 Bad bei Heimanwendern dürfte das 1%ige Essigsäure-Stoppbad sein.
Meine einzige "Eigenmächtigkeit" heute ist das formalinhaltige Schlussbad, das Angsthasen abgeschafft haben. Auch bei E6 eine gute Lebensversicherung für die Gelatine und alles darin.

Hans-Gerd:
http://www.fotolabor...abor/fcnans.htm

Gruß Wolfgang
 





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