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Foto

Hilfe beim Experimentieren


8 Antworten in diesem Thema

#1 splifftune

splifftune

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Geschrieben 25 Oktober 2006 - 19:25

Hallo,
ich bin neu im Forum und habe ein paar Fragen da ich noch am Experiementieren im Labor bin. Ich hab mich vorher kräftig belesen und hab jetzt meine ersten versuche im Labor gemacht. Erstmal die Ausgangslage:
Ich Fotografiere Großformat 13x18 und 9x12 am liebsten mit Agfa APX 100.
Möchte die Negative nun selbst entwickeln und habe mich wegen dem Großformat für eine Jobo Rotationentwicklungsmaschiene CPE2 mit 4541 Drum entschieden.
Chemie benutze ich von Tetenal: Entwickler Ultrafin liquid, Indicet und Superfix.
Mein erster Versuch war nicht so toll: Schlieren, helle Tropfen und schwarze Schleier.
Beim zweiten Versuch gleicher Vorgang nur diesmal 2min Vorgewässert und Motorgeschwindigkeit 2: etwas besser aber immer noch schwarze Schleier in den Ecken.
Nun die Fragen:
-Wie ist eigentlich die richtige Füllmenge bei der 4541 Drum?
-Das Wasser der Vorwässerung war tief schwarz ist das normal?
-Muss man zwischenwässern?
-Der Indikator im Fixierer schlägt nach einmaliger Entwicklung an: Normal?
-Muss ich die Entwicklungszeit verlängern wenn ich vier Filme gleichzeitig entwickle?

Viele Fragen! -Danke im Vorraus!!

#2 Peter Volkmar

Peter Volkmar

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Geschrieben 25 Oktober 2006 - 22:04

Hallo,

die 4541-er ist eine Drum für Papier, richtig? Ich hab mal mit einer Drum für Papier mit einer CPA 13x18 entwickelt, hab aber spezielle Planfilmadapter genommen, das sind feste Kunststofffolien mit Noppen, die den Film etwas von der Rückwand abhalten und so für bessere "Umspülung" mit Chemie sorgen. Ging so problemlos.
Mitlerweile rotiere ich auch mit einer CPE2 (mit Lift) und 2523-er Dosen und Planfilmspirale. Das geht dann nur bis 9x12/4x5. Sehr gute Ergebnisse, keine Probleme.

-Wie ist eigentlich die richtige Füllmenge bei der 4541 Drum?

Weiß ich nicht, aber wieviele Filme packst Du rein? Bei Drums für Papier brauchst Du sowenig Chemie, die Mindestmenge die der Film braucht langt eigentlich immer.

-Das Wasser der Vorwässerung war tief schwarz ist das normal?

Bei APX weiß ich das nicht, aber je nach Film erlebst Du Dein buntes Wunder ;-)

-Muss man zwischenwässern?

Nein. Ich wässere vor, entwickle, stoppe, fixiere und wässere.

-Der Indikator im Fixierer schlägt nach einmaliger Entwicklung an: Normal?

Ich nehm keine Indikatoren. Je nach Verdünnung kann sowas schon passieren, durch die Rotation kommt sehr viel Luft dran, vielleicht kippt er dadurch? Dafür gibt es aber andere Fachleute hier.

-Muss ich die Entwicklungszeit verlängern wenn ich vier Filme gleichzeitig entwickle?

Einmal oder Mehrfachentwickler? 9x12 oder 13x18?
Folgendes: 2 13x18 bzw. 4 9x12/4x5 entsprechen von der Fläche her einem Kb-Film. Richte Dich also von der Anzahl/Entwicklermenge danach.

Ansonsten fände ich einen Namen recht nett, mit splifftune mag ich wirklich niemanden anreden und dann bin ich als nächstes unhöflich und mache Dich in diesem Forum auf das GF-Forum aufmerksam: <http://www.grossform...fotografie.de/>

Gruß Peter
THINK POSITIVE - MAKE NEGATIVES

#3 Renate

Renate

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Geschrieben 26 Oktober 2006 - 10:38

Hallo,

Die Großformatfotografie (GF) ist die Königklasse der Fotografie. Auch im Labor ist GF sehr anschpruchsvoll. Für den Einstieg in die Laborarbeit ist das nicht geeignet. Praktische Erfahrung kann man nicht durch Literaturstudium ersetzten.

Je größer die Fläche des Negativs ist umso komplizierter ist es, den Film gleichmäßig zu entwickeln. Rotation ist die ungünstigste Bewegung, um Filme zu entwickeln. Der Entwickler wird nicht wirklich durchmischt. Ultrafin ist auch nicht gerade der richtige Entwickler für den Anfänger. APX als Planfilm wird schon lange nicht mehr hergestellt und kann daher überlagert sein.

Mein Tipp ist, und den meine ich ganz ernst, übe erstmal mit Kleinbildfilm und einem unkomplizierten Entwickler, wie z.B. ID11. Wenn man dann wirklich gute (ausstellungsreife) Fotos abziehen kann, ist es Zeit, sich an GF zu wagen.

Gruß
Renate

#4 max

max

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Geschrieben 26 Oktober 2006 - 12:54

Hi splifftune (da schrieb ja Peter schon was zu),
schaun wir mal, was einfach zu beantworten ist:
Der Indikator ist im Stopp, nicht im Fix. Ob der dann umschlägt ist eine Frage, wieviel Stopp, und wieviel Entwickler in der Dose hängen bleibt.
Besser: Einmal Stopp. Wer seine Zitronensäure nicht wie Franz bei der Winzergenossenschaft in Zentnersäcken kaufen kann, ist mit den Pfundeimerchen aus der Drogerie trotzdem auf Jahre versorgt.
APX und schwarzer Lichthofschutz? weiß ich leider auch nicht.
Zu Deinem Fehlerbild: hört sich nach Multiplem Fehler an.
Schwarzer Schleier: Lichteinfall beim Umladen oder in der Kamera.
Helle Tropfen: Unsauberes Arbeiten. Evtl. Fix bereits vor dem Entwickeln auf den Film gesaut.
Schlieren: Ungleichmäßige Entwicklung. Die Filmrückseite muss nicht umspült werden, aber wenn sich z.B. der für eine Papiertrommel (kenne leider Deine Dose nicht) doch recht kleine 13x18er Film nicht voll aussen an die Wand legt, (Schicht nach innen natürlich) hast Du zwangsläufig irgendwelche Hauptströmungen.
@ Renate:
GF ist im Labor eher weniger anspruchsvoll als KB. Auch und gerade bei der Filmentwicklung.
Ausserdem ist es, wenn unser spliff dazu neigt sorgfältig zu experimentieren und mitzuschreiben, erheblich besser, jeden Fladen einzeln entwickeln zu können, als einen kompletten (selbst 24er) KB Film durchzumöhren, und auf PixDaumen-Mitte durch zu entwickeln. Ausnahme wäre sowas wie die alte Exakta mit Einzelbildmesser :D.
Mal 2-3 gleiche Belichtungen unterschiedlich zu entwickeln kannst Du mit KB vergessen.
Und beim Testen ist es sogar billiger (1 Blatt 13x18 gegen 1 135er??) sonst allerdings eher nicht.

Ansonsten wie Peter auch schon schrieb: www.grossformatfotografie.de

Gruß
Martin
P.S.: Ach ja, und wenn schon unkomplizierten Entwickler und für Grossformat, dann Rodinal. One-shot, Verdünnung für den Anfang immer gleich auf 1:50 oder 1:25. Bloss keine Verlängerungsfaktoren oder sonstiges.

Bearbeitet von max, 26 Oktober 2006 - 12:56 .


#5 Renate

Renate

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Geschrieben 26 Oktober 2006 - 14:08

Hallo Max,

Ich habe seit vielen Jahren Erfahrung mit kleinen großen und größten Formaten. Ich weiß wovon ich schreibe. Ich rate nach wie vor Anfängern von GF ab. Die Menge der Fehlerquellen ist wesentlich größer, der anschließende Frust ebenfalls. Die Vorteile der Einzelentwicklung kann man erst nutzen, wenn man weiß wie es geht.

Gruß
Renate

#6 max

max

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Geschrieben 26 Oktober 2006 - 18:04

Hi Renate,
ohne Deine Erfahrung infrage stellen zu wollen, was siehst Du für zusätzliche Fehlerquellen?
Antike Verschlüsse mit unsicheren Zeiten?
Verlängerungsfaktoren bei langen Auszügen?
Handbeli statt Multifunktionsautomatik?
Hat alles nichts mit Labor zu tun sondern mit der Aufnahme.
Im Labor finde ich die Fladen echt göttlich. Kein hängender Streifen in der Spule, zur not einfach in die Schale, keine rollenden Filme. Für Bewegungslegasteniker sind die grossen Filme der Hit. Du kannst drauflatschen, und hinterher ist zwischen den Kratzern immer noch ein Bild erkennbar. Kalkflecken kannst Du abwaschen, bzw. an der Ecke aufgehängt gibts gar keine. Retusche am Negativ geht mit dem Bleistift und ohne Lupe. (wie man KB ordentlich im Negativ retuschieren kann ist mir bis heute ein Rätsel, 's gibt halt Künstler)
's ist körnig geworden? egal, 13x18 vergrösserst Du max x5. Über-/unterentwickelt/belichtet? Wo KB lang ausblüht, hat GF noch Tonwerte (ideal ists nicht mehr).

Was wahr ist, ist der Umstand. Mit der Papiertrommel 1 Bild pro Durchgang. Mit 4x5 in der Jobospirale gerade mal 6., mit 13x18 in der Profidrum 5. 5-10 im Stapel in der Schale ist mir eher suspekt. Das Erfolgserlebnis aus dem ersten KB Film ein schönes Bild zu fischen ist natürlich was anderes. Die Quote 1aus36 ist bei GF hart erarbeitet.
Und natürlich ist, wenn man die Formate durch hat, der Anspruch an ein A5 Negativ viel grösser, als an eine Briefmarke, aber wenn ich mir meine ersten KB Selbstversuche ansehe, wären die auch in gross nicht schlimmer geworden, im Gegenteil. Filmentwickeln fing ich an, als der Rollwürfel schon angeschafft war. vom wirklich widerwärtigen Einspulen der 120er Filme abgesehen, klappten die auf Anhieb genausogut wenn nicht besser, als Kleinbild.
Wenn Spliff das klar ist, und er möchte ja Labor lernen (dann geh ich mal davon aus, fotografieren kann er schon "ich fotografiere GF") bleibe ich dabei, es wäre Quark sich womöglich noch eine KB zuzulegen.
Ich bade hier auch schon seit Jahren 8x11 bis 8x10, und ganz ehrlich, je kleiner, je fieser. Alleine schon, weil mit den Mikronegativen der Kampf zwischen Korn, Schärfe, Auflösung und Tonwerten erheblich heftiger tobt.
Schlussendlich ist Kleinbildbelichtung wg. der geläufigen Kamerabedienung auch belichtungsmäßig oft ein Kompromiss. Wer 5 Minuten zum Aufbauen braucht, hat auch noch die Zeit sorgfältig zu messen.
Und der beste Weg zum gut entwickelten Negativ ist ein gut belichtetes Negativ.

Sollte Spliff dagegen überhaupt erst fotografieren lernen hast Du recht. (siehe oben) Dann freut man sich über das eine schöne Bild aus dem Film natürlich, statt 35 Luschen bis zum ersten Treffer aus der Suppe zu ziehen.
Und natürlich ich gebs zu, über 8x10 wirds wieder unhandlich.

Ist lang geworden, sollte keine Breitseite sein. Aber so seh ich das halt.

Gruß
Martin

Bearbeitet von max, 26 Oktober 2006 - 18:06 .


#7 splifftune

splifftune

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Geschrieben 27 Oktober 2006 - 07:09

Danke für die vielen Antworten auf meine Fragen und den Tip mit dem www.grossformatfotografie.de!!
Ich hab die Vorschläge wahrgenommen und auch schon gestern ausprobiert, mit dem Ergebniss, dass zumindest die Hälfte sehr gut aussieht!! Auf der anderen Hälfte (aus der gleichen Drum) sind immer noch ein paar weiße Flecken. Kipp ich vielleicht zuviel Entwickler rein (400ml)??
Zu der Diskusion: Da ich nur selten bis jetzt im Labor war weiß ich natürlich auch nicht was einfacher zu entwickeln ist. Ich möchte aber GF selber entwickeln da ich schon lange GF fotografiere und das nächste Labor in meiner Nähe das dies entwickelt 50km weit weg ist und ein schweine Geld dafür verlangt und auch manchmal einen Film versaut! KB fotografiere ich natürlich auch aber meisten nicht mehr analog. Aber vielleicht sollte ich doch öffter mal die Digitalkamera zuhause lassen und mehr analog machen!

#8 Wolfgg

Wolfgg

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Geschrieben 27 Oktober 2006 - 09:05

Wie Renate schon sagte, die grundlegenden Dinge beim Entwickeln kann man auch mit KB üben. Man muss ja keinen 36er dazu verschiessen (wo bekommt man so schnell so viele Motive her?), sondern 3 Aufnahmen, Film im Dunkeln abschneiden, in die Dose und los gehts. Ist auch viel billiger.

Gruß Wolfgang

#9 max

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Geschrieben 27 Oktober 2006 - 12:38

Hi spliff,
Flecken (tropfenförmig) hören sich so an, als sei Deine Dose beim Einlegen nicht 100% trocken. Der Film muss auf einmal eingetaucht werden, entweder in die Vorwässerung oder in den Entwickler.
Ich hatte mal einen Satz Blätter, die ich in der Jobo "überm Knie" rotierte, als ich noch keine CPE hatte. Die haben in den vielleicht 10 Sekunden, die ich brauchte, um den Deckel draufzumachen und zu kippen einen Rand bekommen, da wo der Entwickler beim Einfüllen stand. Und das bei Emofin, also 2 Bad.
Wieder was, wo Renate recht hat, das Problem entsteht bei KB nicht, da füllst Du einfach bis satt über den Film ein.
400ml sollten übrigens satt genug sein.
Gruß
Martin



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