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Schleier auf dem Film


8 Antworten in diesem Thema

#1 Jürgen Teuber

Jürgen Teuber

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Geschrieben 31 Dezember 2017 - 11:54

Hallo Leute,

 

ich habe dieser Tage drei SW-Filme in meinem Fundus entdeckt, die bis über die Perforation einen gleichmäßigen, zum Teil recht dunklen Schleier aufweisen. Die Filme sind mehr als 20 Jahre alt und wurden damals in einem professionellem Labor entwickelt. Meine selbst entwickelten Filme haben dieses Problem nicht.

Wurde hier vielleicht schlecht fixiert oder gewässert oder beides zusammen? Ich würde hier den Farmerschen Abschwächer zum Klären nutzen, habe aber keine Erfahrung damit. Ist getrenntes Bleichen nach Sicht mit anschließendem Fixieren sicherer?

Wie kann ich die Filme retten?

 

Viele Grüsse

Jürgen



#2 Wolfgg

Wolfgg

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Geschrieben 31 Dezember 2017 - 17:28

Hallo Jürgen,

 

am besten erst mal mit nachfixieren und nachwässern versuchen. Und nur an einem kleinen Schnipsel (ggf. abschneiden).

 

Gruß und guten Rutsch

Wolfgang



#3 Jürgen Teuber

Jürgen Teuber

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Geschrieben 01 Januar 2018 - 21:47

Hallo Wolfgang,

 

danke für die Antwort. Ich habe heute einen Schnipsel fixiert und gewässert, hat aber nichts bewirkt. Habe in einem Fachbuch gelesen, dass der Farmersche Abschwächer unabhängig von Temperatur oder Einwirkzeit reagiert. Da bleibt ja nur noch die Konzentration der Lösung als Steuergröße

Hat jemand Erfahrung damit?

 

Gruß Jürgen



#4 Klaus Wehner

Klaus Wehner

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Geschrieben 02 Januar 2018 - 11:31

Wenn nachträgliches wässern und fixieren nichts hilft, so wirst Du wahrscheinlich mit dem Schleier leben müssen.

Verursacht er denn irgendwelche Probleme beim Vergrößern?

 

Bitte informiere Dich noch einmal über die Wirkung des Farmerschen Abschwächers.

Der greift das Bild-Silber an. Das kann ja nicht der von Dir gewollte Effekt sein.

 

Ohne genau zu wissen welcher Natur die Schleier sind, sind Empfehlungen schwierig.

Vielleicht kannst Du die Schleier genauer beschreiben?

 

Herzliche Grüße

Klaus



#5 Jürgen Teuber

Jürgen Teuber

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Geschrieben 02 Januar 2018 - 22:57

Der Schleier ist gleichmäßig und sieht aus als ob die Filme über die gesamte Länge und Breite eine Vorbelichtung erhalten hätten. Wenn ich die Intensität zwischen Null und Einhundert beschreiben sollte, dann schätze ich ca. 30-50 ein, wobei null klar, und einhundert völlig schwarz wäre. Ob ich über die Filterung zum harten Kontrast hin befriedigende Ergebnisse erhalte, werde ich erst in einer Woche sehen. Dann habe ich wieder mehr Zeit. Ich dachte an den Farmerschen Abschwächer, weil da die dünnen Partien, und so auch mein Schleier, zuerst angegriffen werden. Ist mein Denkansatz richtig?

 

Gruß Jürgen



#6 grommi

grommi

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Geschrieben 03 Januar 2018 - 00:09

 Ist mein Denkansatz richtig?

 

Gruß Jürgen

Ich denke schon. Kann natürlich sein, dass du etwas Schattenzeichnung verlierst und ich würde es erst mal ohne versuchen. Vielleicht hast Du ja "normale" Negative, die wegen des Schleiers nur längere Belichtungszeit beim Vergrößern brauchen.



#7 Wolfgg

Wolfgg

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Geschrieben 03 Januar 2018 - 13:56

Wenn möglich, sollten die Negative erst mal vor jedem Experiment über einen Scanner gesichert werden. Dann eine Testvergrößerung anfertigen, ob die Negative nicht doch auch so noch brauchbar sind, Papiergradation hart wäre ein Ausgangspunkt.

Es gibt subtraktive und proportionale Abschwächer. Subtraktiv heißt, überall die gleiche Menge Silber weg. Proportional heißt, dort viel weg, wo viel ist, also immer Prozentsatz vom vorhandenen Silber. Farmer gehört zu den subtraktiven Abschwächern. Wenn man die beiden Bestandteile aber nicht zusammengemixt, sondern nacheinander anwendet, arbeitet er proportional.
Hier die Rezepturen:
https://unblinkingey...s/formulas.html

Aber immer erst an einem Schnipsel testen!

Gruß
Wolfgang



#8 Jürgen Teuber

Jürgen Teuber

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Geschrieben 03 Januar 2018 - 21:54

Ich danke euch vorerst für eure Beträge. Ich versuche, vielleicht schon nächste Woche, einige Abzüge zu machen. Es ist möglich, dass ich durch Ausnutzung aller technischen Möglichkeiten brauchbare Ergebnisse erziele. Ich nutze Kontrastwandelpapier um nicht so viele Papiersorten zu lagern. Sollte der Kontrastumfang nicht ausreichen, kann ich ja immer noch mit dem Farmerschen experimentieren, (auf einem Schnipsel).

Ich halte euch über das Ergebnis auf dem laufenden.

 

Gruß Jürgen



#9 Jürgen Teuber

Jürgen Teuber

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Geschrieben 05 März 2018 - 18:14

Habe nun einige Bilder vergrößert und muß euch sagen, dass das Ergebnis nicht befriedigend ist. Habe die Filterung für den Kontrast auf Maximal richtung Hart drehen müssen. Dadurch ist bei entsprechend langer Belichtung die Körnigkeit so groß, dass die Bilder nur noch Informationcharakter haben. Ich komme wohl am beseitigen des sehr dichten Schleiers nicht vorbei.

Ich versuche mich erst mal mit dem Farmerschen Abschächer.

 

Gruß Jürgen





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