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Wie erzeuge ich diesen Touch ?


4 Antworten in diesem Thema

#1 rolleifreak

rolleifreak

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Geschrieben 26 Dezember 2016 - 20:42

Hallo zusammen,
wie erzeuge ich den Touch wie im beigefügten Beispiel.
Meine Idee : Diffuses Licht bei der Aufnahme, wahrscheinlich hochempfindlicher Film 400 ASA,
Belichtung ? Negativentwickler ?

Bei der Vergrösserung dürfte eine harte Gradation gewählt worden sein.

Danke und Gruss
Rolleifreak

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#2 Urnes

Urnes

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Geschrieben 27 Dezember 2016 - 08:30

Weitwinkel, abblenden, hart abziehen. Musst halt in diesem Beispiel aufpassen, dass du ggf. die Belichtung nach oben korrigierst, wegen dem vielen weiß.

 

Alles Andere ist Spekulation. Die Filmwahl hängt vom Licht ab. Im Sommer kannst auch bei bedecktem Himmel genug Licht für einen 100 ASA Film haben. Beim Weitwinkelobjektiv, stellt sich die Frage wie weit es abgeblendet sein müsste um von vorne bis hinten scharf zu sein, zumal das Bild ja lediglich einen Ausschnitt zeigt. 

 

Gruss Sven. 


www.so-froehlich.de

#3 Renate

Renate

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Geschrieben 27 Dezember 2016 - 10:51

Hoch empfindliche Filme ergeben in der Regel weiche Bilder mit vielen Grauwerten, während niedrig empfindliche eher zur harten Wiedergabe neigen. Das ist auch mit ein Grund, weshalb noch immer ein paar Rollen CHS 25 bei mir im Kühlschrank, bzw. im Eisfach vor sich hin gammeln und der PanF auch nur selten bei mir in eine Kamera kommt.

 

Viele Grüße

 

Renate



#4 Wolfgg

Wolfgg

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Geschrieben 27 Dezember 2016 - 19:16

Hallo Rolleifreak,

bisschen Theorie:

Motivkontrast = Objektkontrast * Beleuchtungskontrast

Auf dem Bild sehe ich keine Schatten, d.h. Beleuchtungskontrast nahe bei 1, gleiches Licht aus allen Richtungen wie bei geschlossener Wolkendecke (kein Sonnenball zu sehen), also gilt:

Motivkontrast = Objektkontrast

d.h. auf dem Film landet fast nur der Eigenkontrast des Objekts, also die Helligkeit der Farben. Würde das Licht auch aus dem Boden kommen, dann wären sogar die Wellen auf der weissen Kleidung unsichtbar.

Wird ein solches Motiv normal entwickelt und vergrössert, kommt es langweilig flau heraus. Der Erfahrene verlängert die Filmentwicklung, optimal wäre Vorgehen nach dem Zonensystem, da wird die Schwärzungskurve des Films auch bei diesem Motiv voll ausgenutzt. Beim Vergrössern wird dann die Papiergradation soweit erhöht, bis die Schatten etwas zu tief sind (absaufen).

Die Lichterwiedergabe riecht allerdings etwas nach Splitbelichtung: die Gradation in den Schatten kommt mir härter vor als in den Lichtern. D.h.: 2 Belichtungen, erst eine so, dass die Lichter wie gewünscht schön detailliert, aber die Schatten zu hell kommen, dann eine zweite mit hoher Gradation, welche die Schatten herunterzieht, aber die Lichter unverändert lässt. Geht natürlich nur mit Gradationswandelpapier. Ausprobieren, dann siehst es.

Gruß Wolfgang



#5 Olivinyl

Olivinyl

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Geschrieben 30 Dezember 2016 - 11:46

Hallo Rolleifreak,

 

einen ähnlichen Look habe ich mit dem Rollei 400S / Superpan 200 / Agfa ASP 400S erreicht. Filme dieser Gattung mit erhöhter Rotempfindlichkeit neigen dazu in den Lichtern aufzusteilen, also mehr Dichte aufzubauen als man in der Regel haben möchte. Wenn man diese Filme mit Entwicklern wie Rodinal/Adonal 1+25-1+50, Xtol unverdünnt entwickelt kommt es dazu das die Lichter ausfressen, also keine Zeichnung aufweisen, korrigiert man die Entwicklungszeit nach unten, dann nimmt die Filmempfindlichkeit starkt ab, die Lichter werden besser gezeichnet, aber die Schatten verlieren die Zeichnung. 

Willst du Scannen oder Ausbelichten?

Ich habe mit den Filmen mal ein bisschen experimentiert und kann dir ausgetestete Entwicklungszeiten anbieten, wenn Interesse besteht.

Diese Filme verfälschen aber die Farbwiedergabe/Umsetzung!

 

LG Oliver 





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