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Was ist hier schief gelaufen? (Fomapan in Rodinal)

rodinal fomapan streifen fehler problem

10 Antworten in diesem Thema

#1 Photux

Photux

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Geschrieben 25 April 2014 - 00:43

Ich denke, der Fehler ist offensichtlich. Fomapan 200, Rodinal 1+25, Agfa-Kipp, Zeiten von digitaltruth. Bei den dünneren Negativen treten die Streifen umso deutlicher hervor.

Ein kurz vorher oder hinterher (ich weiß es nicht mehr sicher) entwickelter Fomapan 100 mit, von der Zeit abgesehen, gleichen Parametern zeigt diese Streifen nicht.

 

Kamera ist eine Pouva Start, also ja - "es soll so sein". ;)

An sich sind die Bilder nicht irgendwie wertvoll, es wäre aber dennoch schön, die Ursache für diesen Effekt zu kennen.

 

Danke schonmal im Voraus!

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#2 Renate

Renate

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Geschrieben 25 April 2014 - 09:44

Hallo,

für mich sieht das so aus, als seien die Streifen einbelichtet worden. Wo das passiert sein könnte, kann ich nicht sagen.

Viele Grüße

Renate



#3 hambo

hambo

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Geschrieben 25 April 2014 - 10:25

Hallo,

 

ich würde vermuten, da die Streifen gleichmäßig und soweit erkennbar in gleicher Höhe auf dem Negativ verlaufen, dass es sich um eine Druckbelichtung handelt. Dies kann bei Rollfilm zum  Beispiel durch Schmutz auf einer der Umlenkrollen in der Kamera passieren. Sollte dies die Ursache sein müsste der Streifen auch auf den unbelichteten Stegen zwischen den Negativen zu erkennen sein.

 

Gruß Jürgen



#4 T.R.

T.R.

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Geschrieben 25 April 2014 - 14:02

Bei Positiven sollten sich (falsche) Belichtungen (Schwärzungen) hell bzw. weiß abbilden. Das ist hier ja nicht der Fall. Allerdings wüsste ich auch keine andere Antwort. Zur Not könnte man es noch auf etwaige Schwankungen der Qualität im Herstellungsprozess  schieben. Waren beide Filme aus der selben Charge?


Gruß,
Thomas


#5 Achim B.

Achim B.

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Geschrieben 25 April 2014 - 18:05

Hallo Photux,

Hast du schon mal den Film unter der Lupe oder Mikroskop angeschaut? ob da nicht die Emulsionschicht beschädigt ist?

Als Schmutz auf den Umlenkrollen wie Jürgen vermuted scheidet devenitiv aus. Aber dennoch liegt er gar nicht so Falsch.

Ich habe in meiner berühmt berüchtigten Vitrine eine pouva Start stehen habe sie gerade angeschaut und weiß deshalb dass die Umlenkrollen ausscheiden, denn sie hat keine! Und gerade wenn ich mir die konstruktion anschaue liegt es nahe dass der Film beschädigt wurde.

Aber wo liegt das Problem? Wenn man mit so alten Kameras fotographiert, gehören solche Fehler dazu, es ist gerade das wofür man so eine Kamera verwendet. Wenn ich perfekte Mittelformat bilder will muss ich auch eine andere Kamera nehmen aber die macht keine Bilder die diesen seziellen Charme ausstrahlen.

 

Gruß Achim



#6 grommi

grommi

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Geschrieben 25 April 2014 - 20:01

Telegrafendrähte durch Dreck auf der Filmführung oder Andruckplatte, falls es sowas bei der Pouva gibt? Oder Filmabstreifer benutzt?



#7 Photux

Photux

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Geschrieben 25 April 2014 - 22:06

Erstmal danke für eure Antworten!
 

Waren beide Filme aus der selben Charge?

Nein, die Bilder oben stammen von einem Fomapan 200, dem ersten den ich überhaupt verarbeitet habe. Der andere Film war ein Fomapan 100, davon habe ich schon einige entwickelt, stets mit einwandfreiem Ergebnis.

 

Hast du schon mal den Film unter der Lupe oder Mikroskop angeschaut? ob da nicht die Emulsionschicht beschädigt ist?
Als Schmutz auf den Umlenkrollen wie Jürgen vermuted scheidet devenitiv aus. Aber dennoch liegt er gar nicht so Falsch.
Ich habe in meiner berühmt berüchtigten Vitrine eine pouva Start stehen habe sie gerade angeschaut und weiß deshalb dass die Umlenkrollen ausscheiden, denn sie hat keine! Und gerade wenn ich mir die konstruktion anschaue liegt es nahe dass der Film beschädigt wurde.

Beschädigungen an der Emulsion kann ich keine erkennen, ein Mikroskop zur genauen Nachprüfung besitze ich aber leider nicht. Dennoch kann es natürlich mit der primitiven Filmführung der Pouva zu tun haben - es wäre zumindest vorstellbar, dass der Foma 200 mechanisch empfindlicher ist als der 100er; wie ähnlich sich die Emulsionen sind kann ich nicht beurteilen. Oder ich hatte diesen einen Film besonders schlecht eingelegt, ohne es zu merken.
 

Aber wo liegt das Problem? Wenn man mit so alten Kameras fotographiert, gehören solche Fehler dazu, es ist gerade das wofür man so eine Kamera verwendet. Wenn ich perfekte Mittelformat bilder will muss ich auch eine andere Kamera nehmen aber die macht keine Bilder die diesen seziellen Charme ausstrahlen.

Natürlich nutze ich die Pouva schon bewusst wegen ihrer Unzulänglichkeiten (quasi wie eine Holga, nur nicht so kommerziell) - eine richtig gute MF-Kamera habe ich leider (noch) nicht, aber bessere durchaus. Es geht mir mit meiner Frage lediglich darum, zu verstehen, was möglicherweise falsch gelaufen ist, oder wie so etwas zu Stande kommt. Das ist ja das Schöne, wenn man mit einfacher Technik und Handarbeit zu tun hat: Man kann jeden Arbeitsschritt wirklich nachvollziehen, statt zwischen Knopfdruck und Bild nur einen schwarzen Kasten zu haben, der irgendetwas ominöses tut.
 
 

Telegrafendrähte durch Dreck auf der Filmführung oder Andruckplatte, falls es sowas bei der Pouva gibt? Oder Filmabstreifer benutzt?

Nein, so etwas besitze ich gar nicht. Telegrafendrähte wären die naheliegenste Vermutung, allerdings spricht die Unschärfe der Linien meines Erachtens dagegen. Zumindest entspricht das nicht den Telegrafendrähten, die ich bei Kleinbild schon manchmal hatte.

#8 hallertauBW

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Geschrieben 26 April 2014 - 15:53

Hallo Photux,

 

ich tippe auf eine mechanische Beschädigung der Negative. Kannst du feine Streifen auf dem Negativ schon mit bloßem Auge sehen (schräg gegen das Licht halten)?

Hängst du Negative nass auf zum Trocknen oder verwendest du vorher eine Gummizange zum Abziehen des Wassers?

 

Viele Grüße

 

Guido



#9 Analoger

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Geschrieben 26 April 2014 - 18:51

Produktionsfehler ist durchaus im Bereich des möglichen. Filmherstellung ist ja bekanntermaßen ein komplexer Prozess der im dunkeln stattfinden muß. Da können Fehler passieren die keiner sieht. Mutig einen zweiten Film belichten und dann mal schauen. Kamerafehler würde ich mal ausschließen wollen weil der Kamera ist es egal welchen Film sie im falle eines Falles beschädigt. Vorsichtshalber aber trotzdem mal die Filmführung/Umlenkrollen also alles an einer Pouva Start was in kontakt mit Film kommt mit den Fingerspitzen abtasten auf eventuelle Schäden oder Verschmutzungen Prüfen.



#10 piu58

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Geschrieben 27 April 2014 - 07:08

Typische Produktionsfehler sind andersartig:

- "Zerplatzte" Blasen von Emulsion

- kleine schwarze Flecken auf dem Film

- feine ganz gerade Telegrafendrähte, aber die sind eher unwahrscheinlich.

 

Man kann davon ausgehen, das von jeder Charge zwei Filme belichtet und entwickelt werden, einer vom Anfang und einer vom Ende. Schon um Gradation und Empfindlichkeit zu prüfen. Solch groben Fehler würden auffallen.

 

Oder kurz: Ich glaube nicht an Produktionsfehler.

Mglw. ist der Fomapan 200 empfindlicher gegen Druckbelichtung, und die alte Pouva Start hat in der Filmführung ein Problem. ich würde einen 200er in der Dunkelkammer schwach belichte, also nicht durch eine Kamera laufen lassen, und dann entwickeln. Wenn dann diese Spuren immer noch da sind, kann man eher etwas in Richtung Produktionsgüte suchen.


Bleibt dran, am Sucher.

--Uwe



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