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Hartnäckige Lichthofschutzschicht


9 Antworten in diesem Thema

#1 peaceman

peaceman

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Geschrieben 19 Dezember 2006 - 15:48

Hallo,

ich entwickle eine Menge Super-8 Material selbst und kämpfe nachwievor mit der Lichthofschutzschicht einiger Materialien. Bei alten Agfachromefilmen habe ich manchmal "Fischli" im E6 rumschwimmen, beim Fujichrome 25RT bleibt die Schicht grösstenteils auf dem Film. Mit Filmreiniger nachträglich ranzugehen ist eine mühsame Prozedur.

Hat hier vielleicht jemand einen Tip, mit was (ausser Vorwässerung) sich so hartnäckige Lichthofschutzschichten entfernen lassen, idealerweise noch vor der Entwicklung?

#2 Christian Kolinski

Christian Kolinski

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Geschrieben 20 Dezember 2006 - 01:02

ich entwickle eine Menge Super-8 Material selbst und kämpfe nachwievor mit der Lichthofschutzschicht einiger Materialien. Bei alten Agfachromefilmen habe ich manchmal "Fischli" im E6 rumschwimmen, beim Fujichrome 25RT bleibt die Schicht grösstenteils auf dem Film. Mit Filmreiniger nachträglich ranzugehen ist eine mühsame Prozedur.


Das klingt schwer nach "Remjet" (so heißts bei Kodak) oder ähnlichem. Das ist eine Rußschicht hinten auf dem Film, gleichzeitig Lichthofschutz und Schmiermittel.
Leider gibts da nur eines... Mechanisch entfernen. Ein Wundermittel (sprich Bad in dem das komplett runterkommt) gibts wohl nicht.

#3 Wolfgg

Wolfgg

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Geschrieben 20 Dezember 2006 - 10:48

Schau mal hier unter Module 2 "Equipment and Procedures" nach Rem-Jet (ab Seite 2-6 ff):
http://www.kodak.com...ssing/h24.shtml

Für an EK-Chemie Interessierte ist es ratsam, alle Infos auf dieser Webseite unverzüglich auf die eigene Platte zu holen. Niemand weiss, wielange EK so "gesprächig" bleibt.

Gruß Wolfgang

#4 Schwedenstahl

Schwedenstahl

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Geschrieben 21 Dezember 2006 - 16:15

Schau mal hier unter Module 2 "Equipment and Procedures" nach Rem-Jet (ab Seite 2-6 ff):
http://www.kodak.com...ssing/h24.shtml

Für an EK-Chemie Interessierte ist es ratsam, alle Infos auf dieser Webseite unverzüglich auf die eigene Platte zu holen. Niemand weiss, wielange EK so "gesprächig" bleibt.

Gruß Wolfgang


Eine kurze Frage, wofür steht "EK"?

Gruss

MArwan

#5 Christian Kolinski

Christian Kolinski

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Geschrieben 21 Dezember 2006 - 18:13

Eine kurze Frage, wofür steht "EK"?


Der Laden heißt "Eastman Kodak Company", Börsenkürzel an der
NYSE: EK.

#6 peaceman

peaceman

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Geschrieben 23 Dezember 2006 - 23:33

Danke an Christian und die anderen -- das hilft schonmal. Die KOdak PDFs sind wirklich enorm interessant... SO detailliert, mit Konstruktionszeichnungen... da will man ja fast nachbauen :-)

Ich habe beim weitergoogeln noch dieses Rezept gefunden:

700 ml Wasser
100g Glaubersalz (Natriumsulfat)
20g Borax
10g Natriummetaborat ("Kodak balanced Alkali")
auffüllen auf 1000 ml

Nach ein paar Sekunden darin baden kann man die (?) Remjet dann wohl mit nem Schwamm leicht entfernen. Jetzt muss ich nur noch einen "befreundeten Chemiker" finden, keine Ahnung wo ich Glaubersalz, Borax etc. günstig bekomme...

Bearbeitet von peaceman, 23 Dezember 2006 - 23:37 .


#7 cfb_de

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Geschrieben 26 Dezember 2006 - 19:05

Moin,

Glaubersalz gibt's im Esoterikhandel oder im Reformhaus. Eine bestimmte Art von Ökos schluckt das Zeug zum "Entschlacken".

Borax gibt's im Reformhaus, Metaborat ggf. in der Apotheke.

Am geschicktesten wäre aber, wenn Du sämtliches im einschlägigen Chemikalienhandel kaufst. Dazu sind auch hier im Forum schon die meisten Adressen (Omikron, Geyer, Koehler, z.B.) genannt worden.

Beste Grüße,
Franz

(p.s.: Einen Namen anzugeben erhöht die Qualität der Antworten)

#8 peaceman

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Geschrieben 27 Dezember 2006 - 13:42

Vielen Dank, Franz!

Und mit dem Namen hast Du recht. Ab jetzt. :-)


Friedemann

#9 europanorama

europanorama

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Geschrieben 27 Oktober 2016 - 02:27

Schau mal hier unter Module 2 "Equipment and Procedures" nach Rem-Jet (ab Seite 2-6 ff):
http://www.kodak.com...ssing/h24.shtml

Für an EK-Chemie Interessierte ist es ratsam, alle Infos auf dieser Webseite unverzüglich auf die eigene Platte zu holen. Niemand weiss, wielange EK so "gesprächig" bleibt.

Gruß Wolfgang

link tot-hier ausgegraben
http://web.archive.o.../h242/h2402.pdf

ab seite 2



#10 Mr. Ma

Mr. Ma

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Geschrieben 10 Mai 2017 - 21:55

Habe den Vision 3 als 250T / 500T 5219 und 2254 (ohne Remjet), die ich sehr gerne und oft einsetze. Bei der 5218/5219 Serie muss bekanntlich die Remjet Schicht entfernt werden. Dazu habe ich vor längerer Zeit einige Versuche gemacht und bin zum Schluss gekommen mit Sodium Carbonate/Natriumcarbonat geht es am problemlosesten.

 

Man kauft Waschsoda (Natriumcarbonat) und nimmt 100g auf 1 Liter 35C Wasser, löst das darin auf und hat so eine gute Gebrauchslösung für dutzende von Filmen. Normalerweise lasse ich die Natriumcarbonat-Lösung erst mal ein paar stunden stehen. Den Film ganz normal auf eine Entwicklerspule aufrollen und in die Entwicklerdose. In vollkommender Dunkelheit, versteht sich. Dann erwärme ich die Gebrauchslösung auf ca. 35-38C und fülle damit die Entwicklerdose, Menge kann einfach bestimmt werden, ob ein oder mehrere Filme in der Dose sind, sie müssen alle eingetaucht sein. Dann die Dose ohne zu bewegen 2 Minuten stehen lassen, die Natriumcarbonat Grbauchslösung zurück ind Gebinde kippen und dann mit warm Wasser wieder auffüllen. Nun schüttle ich die Dose 10-15 Sekunden in alle Richtungen, aber vorsicht es entsteht leichter Überdruck der Deckel wird angehoben. Ableeren und gleich frisches Warmwasser zugiessen.. Diesen Prozess wiederhole ich 2-4 mal bis das Wasser klar rauskommt und nicht mehr schwarz oder grau.

Das wars die Remjet ist zu 99% entfernt, dann ab in den s/w oder C-41 Entwicklungsprozess. Die Vision 3 kommen als Farbnegativ und als sw wunderschön. Nach dem letzten Schlusswässern, entferne ich den Film bei Licht und wasche unter fliessendem Wasser und mit einem feinen Microfasertuch den letzten Hauch von Remjet, der auf dem Film zwar kaum sichtbar ist aber das Wasser auf dem Film weist noch graue wolken auf. Ab in den Fotoflo und trockner.

 

So läuft bei mir der Remjet removal prozess zuverlässig, billig und konstant.

 

Hoffe das hilft dem einen oder anderen auch weiter.


______________________________

Marcel Sauder Photography

sauder.ch




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