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Durchlaufpapierentwickler ACP200 - Was muss man beachten?


11 Antworten in diesem Thema

#1 Commodore Man

Commodore Man

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Geschrieben 24 Oktober 2017 - 18:01

Hallo zusammen,

 

in einem Anfall von Leichtsinn habe ich mir den Thermaphot ACP200 Durchlaufentwickler angelacht.

Nun habe ich aber mit Durchlaufentwicklern keine Erfahrungen und wollte mal von Euch wissen, ob ich etwas besonderes beachten muss, oder ob Ihr noch einen heißen Tip habt?

Ich möchte das Gerät erstmal zur SW Entwicklung einsetzten.

 

Das Gerät ist ein zwei-Bad-erät, also Entwickler und Fix. Laut Thermaphot werden diese durch gute Rollenquetschung ausreichend voneinander getrennt. Kann man das so glauben?

 

Füllmenge las ich mal von 2,5 Liter. Aber mir erscheine die Behälter damit schon sehr voll. Nach meinem Gefühl hätte ich jetzt eher zu zwei Litern gegriffen. Auch hier sind die Abzüge gut genug umspült.Oder müssen da zwingend 2,5 Liter rein? (Kann ja auch sein, dass die da einfach einen gewissen Puffer für Schwund eingeplant haben, dass im Akkordeinsatz nix schief gehe kann.

 

Kann mir einer sagen, ob das Gerät noch etwas anderes "macht", außer die Abzüge durch die Chemie zu ziehen? Soll dort noch eine Umwälzung über pumpen Stattfinden oder so? Im Entwicklerbad scheinen ja zwei Öffnungen in der Wanne zu sein. Der Fix hat nur eine, welche ja für den Ablaufschlauch ist.

 

In dem Paket war noch eine Lose Schaumstoffrolle dabei. Ich kann jedoch nichts erkennen, wohin diese gehören sollte. Ein Stück Fotopapier hat die mit Wasser gefüllt auch schon ohne Probleme durchgezogen. Kann es sein, dass diese vom Verkäufer garnicht mit dazu gehört?

 

Ich hoffe mal, dass Ihr mir da ein paar Ratschläge geben könnt :).

 

Grüße

 

Christian



#2 Analoger

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Geschrieben 24 Oktober 2017 - 19:48

Wichtig wäre sich ein Handbuch zu besorgen. bei Thermaphot nachschauen obs da was als PDF gibt. Die hat auf jeden fall eine Umwälzpumpe für den Entwickler also nie trockenlaufen lassen, auch wegen der Heizung nicht. ich habe die 252 tolles Teil aber eine Nummer größer. Nach wegbrechen diverser Möglichkeiten habe ich jetzt den Rollei 2000 RT für Maschine.  bei der ACP wird die Geschwindigkeit durch das verändern von Zahnrädern gewechselt. 4-5 Geschwindigkeiten sind da möglich aber weiß ich nicht mehr so genau.

ich habe meine nur für SW. Auf jeden Fall einen sauren Fixer verwenden und den Fixer nach Herstellerangabe wechseln.

Weniger verdünnt habe ich jeden Entwickler verwendet aber meist nur wenige tage haltbar. Maschinenentwickler ist da besser geeignet.

Auf jeden Fall ein Handbuch besorgen, die Maschinen sind robust aber etwas falsch machen kann deutliche Schäden verursachen.



#3 Wolf_XL

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Geschrieben 24 Oktober 2017 - 21:59

...die lose Rolle gehört hinter den Ausgang der Entwicklungsmaschine...

 

Eine Durchlaufentwicklungsmaschine für s/w zu benutzen macht eigentlich kaum Sinn - ich mach das meist nur einmal im Jahr - wenn ich z.B. massenweise Albumbilder aus dem Urlaub vergrößere... Ansonsten bringt eine Maschine bei s/w kaum einen Vorteil zur herkömmlichen Schalenentwicklung - außer vielleicht, dass ich das Positiv nicht per Hand vom einem Bad ins andere bringen muss... Sinn macht so 'ne Maschine - ich hab mittlerweile vier davon - eine Thermaphot ACP:200, ein Jobo Printlab 3503 und zwei RCP 20 (einmal RA4 umgebaut), eigentlich nur bei Farbe... Denn nur da kommt es sowohl auf die genaue Einhaltung der Temperatur als auch auf eine genau definierte Verweildauer im Entwickler an...

 

Man unterschätze nicht den Zeitaufwand, den so eine Maschine nach dem Gebrauch zur Reinigung benötigt - das tut man sich allenfalls für eine Anzahl von Prints >100 an...


Bearbeitet von Wolf_XL, 24 Oktober 2017 - 22:11 .

Gruß
Wolf

#4 Analoger

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Geschrieben 25 Oktober 2017 - 20:23

Für mich gibt's nicht besseres wie eine Maschine auch weil ich nur SW mache. Die 252 ist ein sehr guter Kompromiss zwischen Größe und Papiergröße.

Ich mache entweder 13X18 oder 24X30 und wenn ich größer will nehme ich die Schalen. Maschine ist bei mir immer sofort einsatzbereit.



#5 Commodore Man

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Geschrieben 26 Oktober 2017 - 22:40

Hallo,
Eine Anleitung habe ich im Netz schon gefunden. Die grundsätzliche Bedienung sollte mir so weit klar sein (hoffe ich mal).
Nur eben hier und da sind noch ein paar Unsicherheiten, die mir das Handbuch nicht direkt beantworten kann.

Es ist schon mal sehr gut, dass es hier auch einen Besitzer der acp200 gibt.
Wie ich bereits schrieb wird bei der Maschine der Entwickler nicht umgewälzt oder so, aber das entwicklerbad hat ja zwei öffnungen. Eine am Boden, die auch mit dem Ablauf verbunden ist und eine zweite von der bedienerseite aus an der hinteren wandung gelegene.
Sollte da normalerweise umgewälzt werden bei diesem Gerät und ich muss von einem defekt aus gehen, wenn das nicht der Fall ist?

Das zweite Bad hat ja nur eine Öffnung und dementsprechend kann dort ja keine Umwälzung oder so stattfinden.

Ich bin sehr gespannt auf die Arbeit mit der Maschine, erwarte aber auch, dass sich das erst ab einer Eher ausgiebigen Sitzung lohnen wird. Alleine auch der Menge an Chemie wegen. Wer setzt wegen 10 oder 20 prints schon 2,5 Liter Entwickler an. Ist ja vor allem in der arbeitslösung nur endlich lagerbar.

Ich bin ganz froh, dass die Mechanik an sich in einem ganz guten Zustand zu sein scheint. Die gummirollen sind schön griffig und nicht verhärtet oder so.

Lediglich den Schalter für die Heizung muss ich mal tauschen, da der nicht mehr schaltet. Aber das ist für mich kein Thema, arbeite im Elektrobereich.

Gruß Christian

#6 Commodore Man

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Geschrieben 27 Oktober 2017 - 20:24

Entschuldigt bitte den Doppelpost, aber ich habe Neuigkeiten:

 

Ich habe das Gerät heute mal geöffnet. Und auch die Umwälzpumpe gefunden. Selbige war innen blockiert durch einen Freumdkörper. Nach der Beseitigung dieses läuft sie nun wunderbar. Auch die mechanik im Innenen sieht noch sehr gut aus.

 

Im Moment ist das kleinste Zahnrad (rot) eingespurt. Damit sollte die Maschine ja schon am Schnellsten laufen.

 

Ich habe gesehen, dass die Temperatureinstellung für den Fixierer nur von innen zugänglich ist. Welche Temperatur sollte der denn ungefähr haben beim SW Prozess?

 

So langsam kann ich die Maschine also als Betriebsbereit ansehen. Ein bisschen reinigen werde ich sie noch unter der Haube und den schalter muss ich noch bestellen/Tauschen.

Mal sehen, wann ich mal Zeit genug habe, dass es sich lohnt, das ganze mal einzusauen.

 

Gruß Christian

 

edit: Ich habe die Maschine einfach mal ein bisschen laufen lassen. Als dauertest quasi. Nun bin ich etwas ratlos:

Auch wenn der Temp schalter in der Aus position steht (bei ein rastet er ja nicht mehr ein), werden die Bäder trotzdem beheizt. Wenn ich den schalter gedrückt halte, leuchtet dazu noch die Signallampe für die Heizung. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mir das einbilde oder nicht, aber ich meine das gefühl zu haben, dass die Heizstäbe wärmer werden, wenn ich den schalter drücke, also eine erhöhte heizleistung herrscht. Kann aber auch Einbildung sein.

Das Handbuch schweigt sich zurgenauen fuktion dieses Schalters leider aus. Dort steht lediglich, dass man ihn auf Temp stellen soll im Betrieb.

 

Ist dies nun eine Originale Funktion (Aufheizen und Temperaturerhaltung oder so), oder hat da einer dran rumgebastelt?

 

Gruß Christian


Bearbeitet von Commodore Man, 27 Oktober 2017 - 21:03 .


#7 Wolf_XL

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Geschrieben 28 Oktober 2017 - 09:37

...der Schalter dient lediglich dazu, zu überprüfen, ob die Maschine gerade heizt oder nicht. Da das Gerät für Farbe gebaut wurde, würde eine rote Kontrollleuchte Verschleierungsgefahr bedeuten. Daher wird die Kontrolllampe im Betrieb mit diesem Schalter ausgeschaltet. Das Procedere läuft nach Handbuch so ab: Gerät anschalten und ab und zu mit Hilfe des Schalters überprüfen, ob noch aufgeheizt wird. Ist die Lampe bei Betätigung des Schalters aus, sollte die Maschine die Bäder auf die eingestellte Temperatur aufgeheizt haben...


Bearbeitet von Wolf_XL, 28 Oktober 2017 - 09:38 .

Gruß
Wolf

#8 Commodore Man

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Geschrieben 28 Oktober 2017 - 11:14

Hi,

Danke für die Antwort :).
Wenn man so drüber nachdenkt, ergibt das einen Sinn ;).
Ich habe hier eine eher einfach gehaltene Anleitung auf englisch. Hier las ich eben nur, dass man den Schalter einschalten soll und wenn die Lampe ausgeht das Gerät betriebsbereit ist.

Fix ist ca bei 40Grad, nach dem warmlaufen. Passt der Wert, oder Sollte der eher die gleiche Temperatur wie der Entwickler haben, damit ich da keinen plötzlichen Temperaturunterschied bekomme?

Gruß Christian

#9 Analoger

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Geschrieben 28 Oktober 2017 - 19:20

Bei mir und Maschinenfix, Temperatur  28°, Durchlaufgeschwindigkeit 45cm/ min.  Temperiert wird beides wobei die Entwickler Temperatur genauer gehalten wird. beim Fix ist die Temperatur weniger kritisch. Deshalb wird der Entwickler auch umgepumt und das Fix nicht. Thermaphot Maschinen haben soweit mir bekannt alle Umwälzpumpen.

40° erscheint mir für SW eigentlich zu hoch. Allerdings habe ich die Temperatur nie nachgemessen da ich eine neu aufgebaute Maschine bei Thermaphot gekauft habe,

Es geht aber ausgezeichnet. Entwickler hat eine Verweildauer von 6-12 Wochen wobei er länger hält wenn er viel gebraucht wird. Er ist ja auch für hohe Durchsätze entwickelt und konzipiert worden. Fix muß regeneriert werden oder aber nach einer bestimmten Menge Papier getauscht werden. Fixierbad Prüfstäbchen sind hilfreich aber nicht zwingend.  Auf 20-25 Blatt 24X30 tausche ich ca. 500ml Arbeitslösung aus, Verdünnung in der üblichen  1+4 Verdünnung für Maschine. Der Entwickler auch 1+4 aber bei dem von mir verwendetem Rollei braucht man nicht regenerieren.

Maschinen Chemie gibt's aber nie im Kleinpack sondern nur im Bigpack. Man darf nie vergessen das einem der Rest abranzt/kann bevor die Chemie verbraucht ist. Ist mir auch schon passiert.



#10 Wolf_XL

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Geschrieben 28 Oktober 2017 - 19:58

...Fixierbad teste ich mit Kaliumjodid - dürfte so ziemlich die beste und preiswerteste Methode sein... 

 

http://www.niklas-ru...fixierer-testen


Gruß
Wolf



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