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Anfaengerfragen zur Negativentwicklung


30 Antworten in diesem Thema

#1 TiMo

TiMo

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Geschrieben 21 November 2011 - 13:13

Ich mache gerade meine ersten Erfahrungen mit der Negativentwicklung.
Noch etwas Raetsel gibt mir Folgendes auf:
Ich suche mir einen Entwickler und Film bei Digitaltruth raus. Dann habe ich da z.B. eine Verduennung von 1+4 und eine Entwicklungszeit von 5,5 Minuten. Alternativ ein Verduennung von 1+9 und eine Entwicklungszeit von 10,5 Minuten.
Wird sich das auf das Ergebnis auswirken?

Ausserdem stellt sich mir noch diese Frage:
Wenn ich z.B. einen Acros 100 Film auf ASA 80 belichte. Und alle Angaben eines Entwicklers beziehen sich auf Acros bei ASA 100, muss ich dann laenger entwickeln (da ich nur ASA 80 verwendete) oder soll ich den Angaben zu ASA 100 folgen?

Ich weiss, dass man da im grossen und ganzen seine eigenen Erfahrungen machen soll/muss, mich wuerde aber trotzdem interessieren, ob es da tendenziell eine Faustregel gibt.

#2 namir

namir

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Geschrieben 21 November 2011 - 16:35

Ich mache gerade meine ersten Erfahrungen mit der Negativentwicklung.
Noch etwas Raetsel gibt mir Folgendes auf:
Ich suche mir einen Entwickler und Film bei Digitaltruth raus. Dann habe ich da z.B. eine Verduennung von 1+4 und eine Entwicklungszeit von 5,5 Minuten. Alternativ ein Verduennung von 1+9 und eine Entwicklungszeit von 10,5 Minuten.
Wird sich das auf das Ergebnis auswirken?

hängt halt auch davon ab, welcher Entwickler verwendet wird. Generell würde ich mal sagen: Mit höherer Verdünnung (wäre hier 1+9) wird das Ergebnis tendentiell schärfer, das Korn dafür gröber.

Ausserdem stellt sich mir noch diese Frage:
Wenn ich z.B. einen Acros 100 Film auf ASA 80 belichte. Und alle Angaben eines Entwicklers beziehen sich auf Acros bei ASA 100, muss ich dann laenger entwickeln (da ich nur ASA 80 verwendete) oder soll ich den Angaben zu ASA 100 folgen?


wenn mit 80 statt 100 ASA belichtet wurde, kürzer (und nicht länger) entwickeln. Da das gerade mal eine Drittelblende ist, braucht das nicht viel kürzer sein, als die für 100 angegebene Zeit, wahrscheinlich könntest Du auch einfach die Zeit für 100 nehmen, ohne groß was zu merken.
Ausser der Zeit und der Temperatur hat auch einen gewissen Einfluss, wie Du bewegst, wie Du die Zeit misst, wie schnell Du ein- und ausgießt, wie Du (oder Deine Kamera) die Belichtung bei der Aufnahme steuerst, welche Art von Vergrößerer zum vergrößern verwendet wird, und auf welches Papier belichtet wird und in welchem Entwickler das Papier dann entwickelt wird.
An Deiner Stelle würde ich einfach mal die Entwicklungszeit um ca. 10% verkürzen, und schauen, welche Gradation beim Vergrößern so benötigt werden, um gute Ergebnisse zu haben. Wenn das in der Regel signifikant härter als Grad 2 wäre würde ich die Entwicklungszeit etwas verkürzen, wenn die Tendenz zu Gradation 1 (oder gar 0) geht, würde ich die Entwicklungszeit verlängern. Wenn Du das meiste gut mit Grad 2 - 2,5 vergrößern kannst, dann passt alles.

Bearbeitet von namir, 21 November 2011 - 16:37 .


#3 sputnik

sputnik

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Geschrieben 21 November 2011 - 17:36

Zitat:
"An Deiner Stelle würde ich einfach mal die Entwicklungszeit um ca. 10% verkürzen, und schauen, welche Gradation beim Vergrößern so benötigt werden, um gute Ergebnisse zu haben. Wenn das in der Regel signifikant härter als Grad 2 wäre würde ich die Entwicklungszeit etwas verkürzen, wenn die Tendenz zu Gradation 1 (oder gar 0) geht, würde ich die Entwicklungszeit verlängern. Wenn Du das meiste gut mit Grad 2 - 2,5 vergrößern kannst, dann passt alles."

Sorry, aber genau umgekehrt wird ein Schuh draus, da mit Ausdehnung der Entwicklungszeit die Negative bekanntlich härter werden.
Auch finde ich, daß die bevorzugte Gradation zu großem Teil auch Geschmackssache ist und die immer wieder probagierte Zielgradation 2 nicht den einzig selig machenden Weg darstellt. Ich z. B. vergrößere meist auf G3 +/-.
Wenn ich mich recht entsinne, entsprach die Gradation 3 bei Agfa ja auch mal "normal" und Grad 2 "spezial". Aber wie gesagt, ich halte das für Geschmackssache, besonders in Anbetracht der Tatsache, daß 5 verschiedene Papiere 5 verschiedene Gradationsabstufungen aufweisen und somit Grad 2 hier mal 2,5 und dort mal 1,5 bezogen auf das Referenzpapier ist.
Aber dies ist nur meine ganz persönliche Meinung.

Grüße,
S.

Edit: Rechtschreibfehler

Bearbeitet von sputnik, 21 November 2011 - 17:39 .

Gruß,
S.


#4 namir

namir

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Geschrieben 21 November 2011 - 18:04

Von einem exklusiven Weg zum Heil sprach ich eigentlich nicht, war eher ein Tipp an einen Anfänger. Was ich meine: Halt so entwickeln, dass man mit dem Papier das man verwendet, gut zurecht kommt, und noch entsprechend Reserven für Fehlbelichtungen o.ä. hat. Mit Grad 2,5 hat man (rein von den Zahlen her gesehen) die meisten Reserven nach oben und unten. Wenn ich meine FIlme so entwickle, dass die Gradation 4 der Normalfall ist, dann geht mir schnell die Luft aus...

Die Ansicht, dass längere Entwicklungszeiten zu härteren Negativen führen, teilen wir übrigens, habe ich da was durcheinandergebracht?

#5 sputnik

sputnik

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Geschrieben 21 November 2011 - 19:18

Hallo Namir
das mit mit der Relativierung des Königswegs über G2 war nicht explizit an Dich gerichtet, sondern lediglich meine persönliche Meinung zu einem sich zu verfestigen drohenden Dogma. Ich gewinne ganz allgemein so langsam den Eindruck, daß alle Welt (will heißen: die paar Leute, die noch in die Duka gehen :-)) nur noch stur versuchen, irgendwelche Meßwerte zu erreichen, die ihnen in Büchern wie "way beyond monochrom" vorgebetet werden (ohne daß ich damit dieses zweifellos sehr informative Buch verreißen will!). Vorsicht, auch dieser Satz bezieht sich nicht auf dich, sondern beschreibt nur MEIN GEFÜHL ganz allgemein. Ich bin eher Anhänger der alten Weisheit: Probieren geht über Studieren. Wobei das Studium von guter Literatur natürlich dazugehört.
Und bezüglich Gradation habe ich noch eine ernstgemeinte Frage: Hast Du jemals ein Foto auf Grad 00 oder 0 abgezogen, das man hinterher anschauen oder gar herzeigen konnte?
Schöne Grüße,
S.

Gruß,
S.


#6 Urnes

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Geschrieben 21 November 2011 - 20:47

Hallo Timo,

bei den Parametern die du beschreibst kannst du gar nichts falsch machen. Klar, voraus gesetzt der Film ist richtig belichtet. Du hast noch kein Vergleichsmaterial. Wenn du dann an den Negativen was auszusetzen hast, kannst du mit dem Finetuning anfangen.

Gruß Sven.
www.so-froehlich.de

#7 TiMo

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Geschrieben 22 November 2011 - 00:20

Klasse, danke fuer die Antworten. Das wollte ich wissen: "Mit höherer Verdünnung (wäre hier 1+9) wird das Ergebnis tendentiell schärfer, das Korn dafür gröber."
Aktuell handelt es sich um einen Fuji Acros 100 Film un den Kodak T-Max-Entwickler. Aber eigentlich hat mich vor allem die allgemeine Tendenz interessiert.

Eines ist mir noch unklar:
"da mit Ausdehnung der Entwicklungszeit die Negative bekanntlich härter werden." Mit "haerter" ist staerkerer Kontrast gemeint?

Mit Abzuegen bin ich leider noch nicht so weit. Da fehlt es noch an Platz und vor allem an einem erschwinglichen, gebrauchten Vergroesserer. Theorie wird allerdings schon etwas studiert.

Gruss
Tim

Bearbeitet von TiMo, 22 November 2011 - 07:44 .


#8 piu58

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Geschrieben 22 November 2011 - 08:25

Eines ist mir noch unklar:
"da mit Ausdehnung der Entwicklungszeit die Negative bekanntlich härter werden." Mit "haerter" ist staerkerer Kontrast gemeint?


Ja. Dahinter steht vereinfacht erklärt folgender Effekt: Wo nichts ist, kommt auch durch langes entwickeln nichts hin. Das heißt, tiefe Schatten verändern sich durch verlängerte Entwicklung kaum.

Lichter hingegen bauen sich so weit auf, wie es die Maximaldichte des Films zulässt. Damit steigt der Unterschied zwischen Schatten und Lichtern, mithin der Kontrast.
Bleibt dran, am Sucher.

--Uwe

#9 namir

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Geschrieben 22 November 2011 - 22:06

Mit Abzuegen bin ich leider noch nicht so weit. Da fehlt es[...] vor allem an einem erschwinglichen, gebrauchten Vergroesserer,


hab letztens einen Axomat 4a für 8 (!) Euro ersteigert... na gut, Porto kam noch hinzu, also das Problem sollte zu lösen sein. "zu wenig Platz" lasse ich schon eher durchgehen. Habe schon in zwei sehr kleinen Badezimmern Dukas eingerichtet (einmal 2qm für Trocken- und Naßbereich, das andere Bad war noch kleiner, da wurde der trockene Bereich in den Gang verlegt... zur Not halt hybrid.

#10 TiMo

TiMo

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Geschrieben 23 November 2011 - 00:17

Ich blicke, was solche Schnaeppchen angeht, immer mit Neid nach Amerika und Deutschland. Da wohne ich aber nicht, sondern in Tokyo. Das guenstigeste, was ich bisher gefunden habe, war gebraucht fuer 400€! Ohne Linse und im nicht gerade berauschenden Zustand. Japanischer Hersteller. Namen habe ich nicht behalten, weil es bei dem Preis eh uninteressant war.
Auktionen habe ich noch nicht nachgesehen. Ich kaufe aber auch ungern die Katze im Sack, sondern schaue das Zeug lieber vorhr an.
Leider sind die Preise fuer Photoequipment recht hoch. Ich komme bei vielen Dingen um die Haelfte oder mehr guenstiger weg (trotz des Portos), wenn ich z.B. beim Forengastgeber kaufe anstatt bei einer grossen Photokette in Japan. Dann kommt noch dazu, dass ich mein Geld lieber einer interessanten kleinen Firma gebe, als einer Ladenkette.
Das Platzproblem vor Ort wiegt auh schwerer als die meisten sich das vorstellen koennen.



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