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Frage für Varioscop-/Focomat-/Kienzle-Nutzer

Vergrößerer Mittelformat Rollfilm 6x9 Varioscop Focomat IIc Kienzle

21 Antworten in diesem Thema

#1 Silberblick

Silberblick

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Geschrieben 17 März 2015 - 14:25

Nach 12 langen Jahren ohne Dunkelkammer bin ich jetzt auf der Suche nach einem soliden SW-Vergrößerer für 6x6 bis 6x9. KB ist bereits versorgt. Vergrößerungen über 30x40 werden selten sein, Fernziel ist die Umrüstung auf eine Splitgrade-Beleuchtung (den Controller hab ich bereits am 35mm-Vergrößerer).

 

Nach langem Suchen im www lande ich immer wieder bei Focomat IIc, Agfa Varioscop 60 und den diversen Kienzle-Modellen. Ein neuer Kienzle ist leider unerschwinglich für mich.

 

Zum Anschauen oder sogar Probe-Vergrößern gibt es die Geräte nicht in der Nähe, deshalb hier die Bitte um Rat:

 - gibt es zwischen den genannten Geräten größere Qualitätsunterschiede? 

 - wie steht es mit der Bedienbarkeit im Alltag, zum Beispiel der Negativbühnen? Ist die Kombination AN-Glas oben und Maske unten bei allen Fabrikaten möglich?

 - packt sowohl der Varioscop als auch der Focomat IIc ein 6x9-Negativ mit schwarzem Rand (also ist der maximal-Ausschnitt der Bühne größer als ein typisches 6x9-Negativ)?

 - Wie sind die Optiken? Fällt zum Beispiel das V-Elmar 4,5/100 gegenüber den 95/100mm-Focotaren deutlich ab?

 

 

 

Und als letzte Frage: mir wurden an anderer Stelle die Durst M800/M805 ans Herz gelegt - sind die in Sachen Stabilität und Ergonomie vergleichbar mit den oben genannten Vergrößerern?

 

 

Bin für jeden Hinweis/Tipp dankbar,

also vielen Dank vorab,

Georg.

 

 



#2 Wolf_XL

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Geschrieben 17 März 2015 - 15:29

... ich hätte einen Agfa Colormat zu verkaufen, den ich auf Splitgrade selbst umgerüstet habe. Der Colormat ist im Grunde baugleich mit dem Variosskop, hat aber einen additiven Farbmischkopf. Da dessen Filter per Elektromagnet eingeschwenkt werden, habe ich die Colorfilter durch Ilford-Multigrade 0 und 5 ersetzt und einen Umschalter herausgeführt. Wenn Du bereits den Splitgrade-Controler hast, ist diese Kombination schon fast ideal. Du musst am Splitgrade-Controler lediglich auf "Manuel" umstellen und den Margenta-Faktor auf die doppelte Zeit setzen. Dann ist alles fast genau so einfach wie mit einem originalen Splitgrade-Kopf:

 

1) Zeit wie gewohnt messen

2) Gelbfilter einfahren - "Start"-Taste drücken - nach Ablauf der "Gelb"-Zeit schaltet sich die Lampe im Vergrößerer aus.

3) Magentafilter einfahren - nochmals "Start"-Taste drücken - fertig!

 

Bei ernsthaften Interesse kann ich dir auch ein paar Fotos machen...


Gruß
Wolf

#3 Silberblick

Silberblick

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Geschrieben 17 März 2015 - 16:09

Danke, Wolf!

Klingt sehr interessant, hab vorher noch nie vom Colormat gehört. Wie siehts aus mit der Negativbühne - wie groß ist der maximal nutzbare Ausschnitt? Und was für eine Optik ist verbaut? 

Im Prinzip hoffe ich erstmal auf mehr Informationen auch über die anderen Geräte vor einem Kauf - würde aber gegebenenfalls gerne auf Dein Angebot zurückkommen, falls es bei Dir nicht eilt.

Beste Grüße und Dank von der Ostsee, Georg.



#4 Wolf_XL

Wolf_XL

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Geschrieben 17 März 2015 - 18:18

...mit dabei wären drei Negativbühnen - eine glaslose KB-Bühne, eine Glasbühne Glas/AN-Glas bis 6x9 (59x80 mm) und eine zum Basteln. Ich wollte mir daraus mal eine glaslose 6x6-Bühne "schnitzen". Dabei sind die dazugehörigen Agfa-Magnacolare für KB und für MF. Falls Du einigermaßen fit in Elektronik bist, wäre es auch problemlos möglich, selbst eine Schnittstelle zum Splitgrade-Controler zu bauen. Ich hatte diesbezüglich mal bei Hr. Heiland nachgefragt und er hat mir seine Unterstützung angeboten... Hier noch ein paar Bilder:

 

 

Angehängte Dateien


Gruß
Wolf

#5 Urnes

Urnes

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Geschrieben 17 März 2015 - 19:21

Hallo Georg,

der ganz grosse Nachteil an diesen Vergrösserern ist, dass du sie nur sinnvoll sprich mit Focus Nachführung mit den Originalobjektiven nutzen kannst. Da die Nachführung über eine Steuerkurve erfolgt.

Für KB hat mir damals das Leitz Focotar I bspw. nicht gereicht. Ich hab es dann irgendwann gegen ein moderneres Schneider ausgetauscht, aber eben um den Preis, dass die Schärfe von Hand nachgeführt werden muss.

Gruss Sven.
www.so-froehlich.de

#6 Silberblick

Silberblick

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Geschrieben 17 März 2015 - 20:01

Hallo Sven,

danke für den Hinweis. Den Haken mit den Originalobjektiven kenn ich von meinem V35-Kleinbildvergrößerer (hab ihn mit Fremdobjektiv gekauft).

Meines Wissens bietet die Firma Kienzle das Adaptieren von Fremdobjektiven an Vergrößerer mit „mechanischem AF” an. Ist sicher nicht billig, aber eine Option.

Die Kienzle-Vergrößerer ohne AF sind für mich noch im Rennen, leider gebraucht eher selten zu finden.

Danke und beste Grüße, Georg.

 

PS: Deine Internetseite werd ich mir noch mal genauer ansehen, ein erster Blick hat mich schon begeistert.



#7 Silberblick

Silberblick

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Geschrieben 17 März 2015 - 20:22

Hallo Wolf,

danke für die Fotos und Infos. Der Größenvergleich vom Agfa zum Laborator und dem zierlichen V35 ist sehr hilfreich.

Ist das ein 6x9-Negativ auf dem letzten Bild? Bei den Maßen von 59x80mm müßte an der Längsseite der Platz knapp werden, nicht an der schmalen Seite, oder bin ich auf dem falschen Dampfer? Ist definitiv nicht böse gemeint, ich frag nur nach, weil der schwarze Rand auch bei 6x9 wichtig für mich ist. Die Negative von der alten Fuji sind etwa 55,5x82mm groß, die aus der Agfa Clack und alten Faltkameras etwas größer.

Ließe sich aus dem „Bastel”-Negativhalter eine Kombination von AN-Glas oben und 6x9-Metallmaske unten „schnitzen”?

Wie wird der Colormat elektrisch angesteuert - auf anderen Bildern im WWW sieht man teilweise eine große Box mit zahllosen Knöpfen neben dem Vergrößerer stehen.

Wie ist das Magnacolar von der Abbildungsleistung?

Bitte entschuldige die Nachfragen und hab Dank für die Informationen und Fotos.

Georg



#8 Wolf_XL

Wolf_XL

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Geschrieben 17 März 2015 - 22:55

...da hast Du recht - an den kurzen Seiten sehe ich auch kein Problem - an den langen Seiten bekommst Du zwar auch einen schwarzen Rand, aber nicht in ganzer Negativbreite. Die "Bastelbühne" umzubauen, wäre kein Problem - ich hätte sogar noch das passende Alu-Blech dafür. Bezüglich der Ansteuerung hättest Du noch die Wahl, wie Du es haben möchtest... Die ursprüngliche Elektronik hab' ich verschrottet, da ich mit dem Gerät nur sw machen wollte. Die eigentliche "Elektronik" besteht jetzt lediglich aus einem Netzteil und einem Drehschalter, mit dem man drei Filterfolien einschwenken kann. Ich hatte das ursprünglich in meinem Kabelkanal untergebracht, da der Vergrößerer stationär auf der Tischplatte verschraubt war. Ich bin momentan noch dabei, erstens auf der Grundplatte noch eine weiß beschichtete Sperrholzplatte aufzubringen und das Netzteil noch in ein entsprechendes Gehäuse einzubauen. Du hättest jetzt die Wahl, wo der Umschalter für die Filter sein soll und wie er welche Filter schalten soll... Kipp- oder Drehschalter gefällig... ;-)

 

Die originalen Objektive hab' ich noch nie verwendet. Für KB hatte ich immer den Leitz V35 und fürs Mittelformat hab' ich statt des Magna-Colars ein Rodagon eingesetzt. Das war halt mindestens zwanzig Jahre jünger und hatte zudem eine beleuchtete Blendenanzeige... Aber ich geh' mal davon aus, dass die originalen Optiken bestimmt nicht schlecht sind...

 

Verkaufen tu' ich den Colormaten eigentlich nur aus dem Grund, weil ich den Laborator 1000 zum einen mit allem Zubehör bekommen habe, der Umbau auf Splitgrade noch relativ preisgünstig war und weil der Laborator halt auch noch 4x5" beherrscht. Eigentlich wollte ich damit auch noch den Leitz V35 ersetzen - aber durch die breite, für 4x5" ausgelegte Negativbühne ist das Teil für KB und selbst sogar für 6x6 eindeutig überdimensioniert. Für 6x6 muss man 4er Negativstreifen haben - ansonsten ist es ein Gefummel ohne Gleichen...

 

Mal davon abgesehen - der V35 ist für KB der ultimative Vergrößerer - sowas gibt man einfach nicht mehr her...


Gruß
Wolf

#9 Martin_e_palm

Martin_e_palm

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Geschrieben 21 März 2015 - 15:59

Hallo Georg,

ich habe einen Focmaten IIA mit Splitgradekopf, einen Durst m605 (Splitgrade) und einen Durst m800, noch mit Kondensoren.

Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt den Focomaten zu behalten und die Objektive bei Kienzle zu kaufen, aber bei den

Preisen habe ich dann lieber in den M800 investiert. Der Durst m800 ist ein unglaublich solider Vergrößerer. Modular aufgebaut

Es passen viele Teile vom Nachfolgemodell M805 auch an den M800. Der Umbau eines CLS70 Farbmischkopfes auf Splitgrade ist

extrem günstig (ca. 160€).

Daher klares Votum für den Durst M800, obwohl der Focomat ein wirklich solides und auch schönes Gerät ist.

Grüße

Martin



#10 Urnes

Urnes

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Geschrieben 21 März 2015 - 19:10

Hallo Martin,

bei wem hast du denn den Kopf umbauen lassen? Ich spiele auch schon seit einiger mit dem Gedanken.

Gruss Sven.
www.so-froehlich.de



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