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Filmentwicklungsfehler, geringe Dichte und dunkle Wolken.


7 Antworten in diesem Thema

#1 klausentreiben

klausentreiben

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Geschrieben 05 Januar 2018 - 01:10

Habe mit meinem Agfa Atoml 2 komponenten pulver experimentiert und einen Versuchsfilm Ilford hp5 entwickelt. Ich wollte einfach ohne grossen Schaden erste Erfahrungen sammeln.

Fehler Nummer 1. Die negative sind von beiden Seiten mit einem Schleier belegt. Gegen das Licht lässt sich zwar das Bildmotiv erkennen. Unter dem Vergrösserer ist aber alles flau und grau.

Fehler Nummer 2. Meine Filmstreifen zeigen im Abstand von da. 3 Bilder immer wieder schwarze Wolken, die undefiniert ca 2 bis 3 Bilder lang sind. Lag hier der Fehler bei unsachgemäßer Chemieverteilung, oder ist es vermutlich Fehllicht beim Einfädeln des Films in der Dose. Ich musste nämlich mehrere Versuche starten abbrechen und zwischen durch den Film in der Dose deponieren und das Licht anmachen. Eine Fremdlicht an der Kamera schliesse ich aus.


Ich habe von einer Standentwicklung ohne Bewegung gehört, sinngemäss wird dabei der Film solange entwickelt (im Stundenbereich) bis alle Belichtungen erschöpft entwickelt sind. Ist das eine Alternative, wenn die Belichtungszeiten nicht mehr definierbar sind oder der Entwicker einfach zu alt ist?

#2 Photux

Photux

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Geschrieben 05 Januar 2018 - 02:16

Zu Fehler 1: Bist du sicher, dass der Film korrekt fixiert ist? Ist der Film frisch oder überlagert?

 

Zu Fehler 2: Schwarze Wolken im regelmäßigen Abstand klingen für mich sehr nach Streulicht, ja. Ein Entwicklungsfehler lässt sich nahezu ausschließen, der würde eher zu helleren Stellen führen.

 

Zu Standentwicklung und altem Entwickler: Ich habe selbst bisher keine erfolgreichen Erfahrungen mit Standentwicklung gemacht, viele schwören aber drauf. Ich denke zu Überentwicklung könnte es dennoch kommen, allgemein sind alle mir bekannten Ausgleichsentwickler aber umso ausgleichender, je mehr sie verdünnt werden. Bei ungenauen Belichtungen klingt eine Standentwicklung in hoher Verdünnung also grundsätzlich nach einer guten Idee.

Alten Entwickler würde ich hingegen nicht oder nur nach erfolgreichem Test einsetzen (wenn sich seine Eigenschaften bereits deutlich verschlechtert haben würde ich das nicht mehr als "erfolgreich" einstufen). So teuer sind die meisten Entwickler nicht, dass sich der Ärger lohnen würde. Für Fixierer gilt das schon gar.



#3 Magirus

Magirus

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Geschrieben 05 Januar 2018 - 02:52

Hallo
Zu 2.
Die schwarze Achse in der Dose muss immer eingebaut sein,
sonst kommt Licht in die Dose.
Gruß B

#4 klausentreiben

klausentreiben

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Geschrieben 05 Januar 2018 - 17:50

Zu Fehler 1: Bist du sicher, dass der Film korrekt fixiert ist? Ist der Film frisch oder überlagert?
 
Zu Fehler 2: Schwarze Wolken im regelmäßigen Abstand klingen für mich sehr nach Streulicht, ja. Ein Entwicklungsfehler lässt sich nahezu ausschließen, der würde eher zu helleren Stellen führen.
 

Zu 1.Der Film war frisch. Ich vermute dass ich den film zuharsch mit Stoppbad traktiert habe. Die meisten wässern nur oder nehmen minimal Essigsäure 5%. Vermutlich Tat ich dort ziviel des guten, weil ich den 60% Ansatz nahm vermutlich kann der fixieren nichts mehr ausrichten.

Konkret wie schaut ein nicht fixierter Film aus?

Zu 2. Schliesse mich dem Nachredner an, als ich den Film in der Dose zwischenlagerte war weder spüle noch Achse darin.

Wenn ihr in einer Doppeldose nur einen Film entwickelt. Legt ihr dann beide Filmspulen ein, und die mit Film zu unterst?

#5 Henning Hagedorn

Henning Hagedorn

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Geschrieben 05 Januar 2018 - 20:53

Du hast den Film in 60%iger Essigsäure gestoppt?  O_O

Hast Du denn danach noch normal fixiert?

Ein nicht fixierter Film sieht fast wie ein nasser frischer Film aus. Also mit einer sehr milchig-trüben Schicht.

 

Zur zweiten Frage: Ja. Spule mit Film nach unten, leere Spule darüber.



#6 klausentreiben

klausentreiben

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Geschrieben 06 Januar 2018 - 01:30

Ja wurde danach fixiert. Vermute aber einfach mit zu geringer Wirkung.

Werde mir das nächste mal frische Chemie kaufen. Am besten die von Ilford für Ilfordfilme, dann hoffe ich dass die Zeiten stimmen. Ich habe nun den delta 100. Welchen entwickler kann man empfehlen? Welchen Fixierer?
Das stoppen werde ich durch ausgiebiges Wässern erledigen.

#7 Henning Hagedorn

Henning Hagedorn

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Geschrieben 06 Januar 2018 - 01:55

Wie genau (Fixierer, Verdünnung, Zeit) hast Du fixiert?

 

Atomal ist eigentlich ein Entwickler, mit dem sich viele Filme zu guten Ergebnissen entwickeln lassen. Der dürfte keine Probleme machen.

 

Ebenso kann man mit einem frisch gekauften Fixierer alle normalen Filme einwandfrei fixieren. Da kommt es nicht auf die Marke an.



#8 Klaus Wehner

Klaus Wehner

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Geschrieben 06 Januar 2018 - 14:41

In diesem Fall wurden offensichtlich so viele Fehler gemacht, daß es schwer fällt überhaupt einen Rat zu geben.

 

Mein Rat wäre: such Dir jemanden, der Dir einmal zeigt wie es richtig fuktioniert.

Sichelich findet sich jemand mit etwas Laborerfahrung in Deiner Umgebung, der Dir die Grundlagen der Filmentwicklung zeigen kann.

 

Wo wohnst Du?

 

Über Details wie den richtigen Entwickler oder welches Fixierbad von welcher Firma kann man anschließend sprechen.

 

HG

Klaus





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