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Silvermax In Adonal / Zeiten Anpassen

Silvermax Adonal Entwickeln Negativ

7 Antworten in diesem Thema

#1 Florek

Florek

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Geschrieben 06 Februar 2013 - 17:33

Hallo Zusammen,

Ich bin erst relativ frisch in der analogen Fotografie unterwegs und rätsle gerade etwas, wie ich die Entwicklerzeiten den Startwerten anpassen soll. Ich bin für jeden Tipp dankbar!

Ich habe im Urlaub 10 Rollen Silvermax mit ASA 100 belichtet und wollte diese nun stückweise in Adonal 1:49 entwickeln und dabei "meine Zeit" finden. Ich nehme Adonal, da es im Studentenlabor zur Verfügung steht. Da auf dem letzten Film noch 6 Bilder Platz waren, habe ich noch eine Belichtungsreihe (helle Hauswand, Fokus unendlich) gemacht mit -3,-2,0,+2,+3 und diesen Film als erstes Entwickelt bei 20°C, 12 min mit 30s kippen und dann jede Minute 3x kippen. Das so entstandene Negativ empfand ich als sehr "dünn", die Negative für +2 und +3 Belichtung waren Mausgrau und fast nicht zu unterscheiden. Das Negativ mit -3 hatte sich ganz leicht vom Träger unterschieden. Beim Printen hat es sich dann auch bestätigt: Hell strahlender Himmel war bei brauchbaren Schatten mausgrau.

Also im zweiten Versuch die Zeit fürs Entwickeln auf 14 Minten erhöht in der Hoffnung mehr Schwärzung auf dem Negativ zu bekommen. Mit dem Ergebnis, dass sich eigentlich gar nichts geändert hat. Nochmal 2 Minuten länger? Auf der adox Homepage steht mit APX100 Zeiten anfangen und in 10% Schritte reduzieren. Kann ja dann nicht sein, dass ich meine Filme um viele Minuten verlängern muss, oder? Oder beim nächsten Mal 80 ASA? Jetzt sollte ich aber erst einmal das Beste aus den schon geschossenen Filmen heraus holen... oder ist das Adonal zu schwach für den Silvermax und ist aufgebraucht, bevor es eine ordentliche Schwärzung erreicht hat und ich kann beliebig verlängern weil nichts mehr passiert?

Fragen über Fragen für einen kleinen Anfänger :)

Viele Grüsse
Florian

#2 Olivinyl

Olivinyl

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Geschrieben 06 Februar 2013 - 19:46

Hallo Florian

die APX 100 Zeit laut AGFA Waschzettel wären in Rodinal/Adonal 1+50 17 Minuten bei 20°C, wobei bei 100 ASA 13 Minuten reichen.

Ich würde die ersten 30 Sekunden dauerkippen und dann alle 30 sekunden 3x kippen!
Du warst wahrscheinlich zu Kipp-faul!
Probiere es mal mit 14 Minuten und dem anderen Kipprythmus.

EDIT:
Frage: Willst du die Negative scannen oder Vergrößerungen im Labor machen? Für scannen sollten die Negative etwas weicher sein.

LG Oliver

Bearbeitet von Olivinyl, 06 Februar 2013 - 19:48 .


#3 Florek

Florek

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Geschrieben 06 Februar 2013 - 21:37

Hallo Oliver,

Ich werde am Freitag wieder in der Duka sein und es mit dem neuen Kipprhythmus ausprobieren.
Ich habe vor die Negative ausschliesslich zu vergössern. Daher sollten sie, denke ich mal, schon etwas dichter sein. Ich bin gespannt, wieviel Kippen so ausmachen kann... War es vielleicht ein Fehler den Film in einer kleinen Jobo-Dose zu machen (250ml)?

Ich werde berichten.
Grüsse
Florian

#4 Wolf_XL

Wolf_XL

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Geschrieben 06 Februar 2013 - 22:34

...mal 'ne blöde Frage - zehn Rollen Supermax gibt es ja auch nicht umsonst - warum sich dann also den Stress mit anderen Entwicklern antun? Entwickle deine Filme im Supermax-Entwickler nach Waschzettel und gut ist... Gerade als Anfänger solltest du Experimente vermeiden und einfach auf bewährte Film-Entwickler-Kombis zurückgreifen...
Gruß
Wolf

#5 piu58

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Geschrieben 07 Februar 2013 - 06:26

> Nochmal 2 Minuten länger?

A49 ist ein stark silberlösender Entwickler. Wenn sich erst einmal eine vernünftige Dichte aufgebaut hat, dann ist der Dichtezuwachs bei Verlängerung der Entwicklungszeit recht gering, verglichen mit anderen Entwicklern. Das hat mit viele der Negative meiner Jugend gerettet - A49 verzeiht schlampiges Arbeiten (im Gegensatz zu Rodinal). Insgesamt sehen A49-Negative oft etwas dünn aus, lassen sich dann aber gut vergrößern.

> Oder beim nächsten Mal 80 ASA

Würde ich probieren. Auch mal paar Bilder mit 50 ASA.

> Entwickle deine Filme im Supermax-Entwickler nach Waschzettel und gut ist

Der eine oder der andere Wasschzettel, das nimmt sich nicht viel. Man muss die persönlichen Zeiten finden. Waschzettel bieten hierfür Anhaltspunkte, mehr nicht. Ich nenne mal paar Einflussgrößen, die zwischen uns Fotografen variieren:
- Kondensor- oder Lichtmischervergrößerer, ein gewaltiger Unterschied!
- Unterschiede der Papiere, macht locker eine Gradationsstufe aus
- Differenzen der Thermometer
- Unterschiede in der Agitation
- verschiedene Bildauffassung, wird oft unterschätzt
Bleibt dran, am Sucher.

--Uwe

#6 Wolf_XL

Wolf_XL

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Geschrieben 07 Februar 2013 - 11:41

...wenn ich ehrlich bin - ich musste in den seltensten Fällen vom Waschzettel abweichen - daher auch diese Empfehlung.

Und vor allem, wenn man in der Materie noch nicht sicher ist, sollte man nicht gleich zwei Dinge auf einmal versuchen, nämlich einen a) relativ neuen und unbekannten Film in einem b) Entwickler zu tunken, der für diesen Film keine oder nur halbwegs gesicherten Werte hat. Da ist der Frust schon vorprogrammiert...

Was aber meistens geht - vor allem wenn man sich mal die Entwicklungstabellen anschaut - A49 1+2, 18-20 min. Damit erhält man zumindest bei den meisten Filmen ein printbares Ergebnis - nur optimal ist das für manchen Film halt nicht...

Bearbeitet von Wolf_XL, 07 Februar 2013 - 11:42 .

Gruß
Wolf

#7 Florek

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Geschrieben 07 Februar 2013 - 23:13

...mal 'ne blöde Frage - zehn Rollen Supermax gibt es ja auch nicht umsonst - warum sich dann also den Stress mit anderen Entwicklern antun? Entwickle deine Filme im Supermax-Entwickler nach Waschzettel und gut ist... Gerade als Anfänger solltest du Experimente vermeiden und einfach auf bewährte Film-Entwickler-Kombis zurückgreifen...


Stimmt :-) Die zehn Rollen Silvermax gab es nicht umsonst, aber für einen Urlaub wollte ich schon genug Arbeitsmaterial mitnehmen. Musste ja meine Kamera unterwegs auch regelmässig füttern, sonst wäre sie mir verhungert. Anderseits schaue ich als Student schon ein wenig wie ich die Mittel einsetze. Das Rodinal/ Adonal wird im Labor kostenlos gestellt und ich habe meine allerersten Gehversuche mit unterschiedlichen Filmen (wild durcheinander) mit diesem Entwickler gemacht. Jetzt wollte ich es mal mit einem Film belassen und mich in diesen hineintasten.

Da ist der Frust schon vorprogrammiert...


Von Frust bin ich noch weit entfernt. Ich möchte eher lernen an welchen Schrauben zu drehen ist und auf dem Weg gleich noch sehen, was keine gute Idee ist. Meine Negative sind nicht so wichtig, dass ich mir nicht auch Fehler erlauben dürfte... Ich denke das ist unter anderem für mich der Reiz an der analogen S/W Fotografie.

Danke schon mal für die vielen Hinweise!

#8 Florek

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Geschrieben 12 Februar 2013 - 11:06

Über das Wochenende habe ich es ins Labor geschafft.

Ich würde die ersten 30 Sekunden dauerkippen und dann alle 30 sekunden 3x kippen!
Du warst wahrscheinlich zu Kipp-faul!
Probiere es mal mit 14 Minuten und dem anderen Kipprythmus.


Genau so habe ich es diesmal gemacht und die Negative sind sichtbar dichter geworden. Ich bin extrem überrascht, was das öftere Kippen ausmacht. Die Abzüge waren wesentlich besser zu machen. Danke für den Hinweis.

Grüsse
Florian



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