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Haltbarkeit RA4


6 Antworten in diesem Thema

#1 Rolf-Werner

Rolf-Werner

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Geschrieben 25 September 2016 - 11:30

Moin zusammen,

 

wie sind eure Erfahrungen mit dem RA-4-Kit von Adox bezüglich Haltbarkeit der Konzentrate?

 

Ich habe im Mai das Kit angebrochen und 100 ml gebraucht, das war sozusagen zur Probe. Der Rest steht mit Protectan abgedeckt seitdem relativ kühl im Schrank.

 

Demnächst stehen wieder Arbeiten an. Kann ich da bedenkenlos weitermachen, oder sollte ich lieber ein neues Kit nehmen?

 

Danke für alle Tipps!

 

Rolf

 



#2 elizabeth_reed

elizabeth_reed

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Geschrieben 28 September 2016 - 13:30

Ich habe leider keine direkten Erfahrungen mit diesem Kit. Aber "Versuch macht kluch", würde ich hier sagen. Wenn die Chemie hopps ist, wirst du das schnell merken (fehlende Schwärzen) und kannst du immer noch neu bestellen.

 

Wenn du das Ganze etwas theoretischer haben willst:

Ich verwende die Kodak RA-4-Chemie (Ektacolor RT/LU, 5 Liter). Das Entwicklerkonzentrat besteht hier aus drei Teilen A,B,C. Der Konsens unter Anwendern ist, dass entgegen der Intuition Teilansätze der Konzentrate eher nicht sinnvoll sind, da ein Teil, der besonders empfindlich gegen Oxidation ist (Entwickler Teil B?), mit einem speziellen Schutzgas (nicht einfaches Protectan) abgepackt wird, das eine bestimmte Reaktion in diesem Teilkonzentrat unterbindet. Sobald die Flasche mit dem Konzentrat geöffnet wird, ist das Gas weg und der Zerfallsprozess kann einsetzen. Die Haltbarkeit ist dann in der Vorratslösung relativ besser, so sagt man. Außerdem ist das exakte Abmessen von kleinen und kleinsten Teilmengen grundsätzlich fehlerbehaftet. Man setzt deshalb besser immer den kompletten Ansatz auf einmal an (demineralisiertes Wasser ist von Vorteil) und lagert ihn komplett unter Luftabschluss (ideal z.B. in einem Bag-in-Box-Weinschlauch, hier können Teilmengen entnommen werden, ohne dass Luft nachströmt). Dann sind Lagerzeiten von mehreren Monaten bei der Kodak-Chemie normalerweise kein Problem. Das kann beim Adox-Kit ähnlich sein, muss es aber nicht.


Bearbeitet von elizabeth_reed, 28 September 2016 - 13:31 .


#3 Rolf-Werner

Rolf-Werner

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Geschrieben 28 September 2016 - 20:38

Doch, Theorie ist immer willkommen :)

 

Das mit den Weinschläuchen ist eine super Idee, danke für den Tipp Elizabeth! Wo kriegt man sowas?

 

Grüße

Rolf


Bearbeitet von Rolf-Werner, 28 September 2016 - 20:38 .


#4 elizabeth_reed

elizabeth_reed

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Geschrieben 29 September 2016 - 10:22

Die Beutel gibt's in diversen Größen für ein paar Cent bei Ebay, u.a. hier. Einen 5-Liter-Ansatz packe ich allerdings nicht in einen 5-Liter-Beutel, sondern teile ihn des besseren Handlings wegen auf zwei 3-Liter-Beutel auf. Die Beutel können nach Reinigung natürlich problemlos wiederverwendet werden.



#5 Rolf-Werner

Rolf-Werner

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Geschrieben 03 November 2016 - 21:04

Jetzt habe ich ein Ergebnis und hole den Fred nochmal hoch.

 

Am letzten Wochenende habe ich eine neue Ladung RA4 angesetzt mit den Konzentraten, die ich im Mai angebrochen hatte. Ziel war, einige Kontaktprints zu machen. Der Part I zeigte silbrig glänzende Ausflockungen, aber prinzipiell funktionierte alles noch.

 

Obwohl ich im Mai die Ausfilterung für den Film bestimmt hatte (Ektar 100, Y55 und M55), zeigten die Kontaktprints mit der gleichen Filmsorte jetzt einen deutlichen Rotstich. Ich hab M auf 60 gedreht, das half auch, aber in blauen Bildteilen ist es jetzt eher lila-stichig, aber ich hatte den Eindruck, ich könnte mich totfiltern.

 

Diesen Stich haben nicht alle Prints, einige wirken auch eher zu grün, aber es war klar, dass ich das nicht noch für finale Prints verwenden würde. Zumindest werde ich jetzt mal eine neue Packung bestellen und mit den gleichen Negativen und der gleichen Einstellung testen.

 

Hoffe, das war nicht zu laienhaft und hilft etwas weiter. Sobald ich weitere Ergebnisse habe, melde ich mich damit wieder, kann aber noch ein paar Wochen dauern...

 

Grüße

Rolf



#6 Zalman Yanowsky

Zalman Yanowsky

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Geschrieben 02 Oktober 2018 - 23:44

Hallo Rolf,

 

ich habe zwar einige Jahre nicht mehr farbentwickelt (genauer gesagt: seit es das geniale RA 4 - RT von Kleinschmidt nicht mehr gibt), bis dahin aber häufig und mit guten und reproduzierbaren Ergebnissen.

 

Es liegt mir fern, den Klugsch... zu geben, aber ich bezweifle, daß die von Dir beklagten Mißergebnisse ihre Ursache in einer falschen Filterung haben. Wenn Du schreibst, Du "drehst Filter ein", muß ich annehmen, daß Du von densitometrischen Dichten sprichst (nicht von Agfa- und nicht von Kodak-Dichten). Nun ist der Unterschied zwischen diesen dreien bei so geringer Dichtedifferenz kaum zu erkennen, so daß ich glatt bestreite, daß die Erhöhung von M 55 auf M 60 einen Rotstich vermindert, noch dazu einen deutlichen Rotstich nach Deiner Beschreibung. Ich halte das für Zufall und hervorgerufen durch eine von mehreren Imponderabilien, denen Du bei der beschriebenen Anordnung ausgesetzt scheinst.

 

Ich glaube, daß hier andere Ursachen vorliegen. Ein Konzentrat, das vor einem halben Jahr angebrochen wurde, ist mir verdächtig, zumal wenn die Farbstiche, die Du jetzt produzierst, nicht konstant sind, sondern  sogar nach grün gehen und blaue Partien purpurstichig werden. 

 

Ich würde den Rest Konzentrat beherzt wegkippen (für Blockwarte: fachgerecht entsorgen) und mit frischen Chemikalien weitermachen. 

 

Bist Du sicher, daß Dein Papier noch in Ordnung ist? Hältst Du es im Kühlschrank? Wie alt ist es? Werden die (unbelichteten) Weißen, euphemistisch ausgedrückt, elfenbeinfarben? 

 

Viel Erfolg und laß mal von Dir hören! Ich bin erst vor kurzem hierher geraten und kenne noch nicht alle Funktionen des Forums. Kann man hier PNs schreiben?

 

Herzliche Grüße, Zal



#7 füchschen

füchschen

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Geschrieben 03 Oktober 2018 - 16:09

Ich denke das die Chemie des 2 Jahre alten Threads bereits (fachgerecht) entsorgt ist :)





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