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49 Antworten in diesem Thema

#11 harv

harv

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Geschrieben 28 Juli 2014 - 15:44

Heute Abend habe ich die Gelegenheit einen nicht mehr verwendeten Vergrößerer zu beschauen.

Weiteres folgt dann an dieser Stelle.

 

Zwischenfrage: wie macht ihr das mit dem Waschen der Vergrößerungen? Benutzt ihr aussschließlich Wascher oder hat jemand alternative Vorgehensweise die weniger Wasser benötigen?

Vorangig bei PE-Papier.



#12 T.R.

T.R.

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Geschrieben 28 Juli 2014 - 17:25

Das Papier muss eigentlich nicht in dem Sinne gewaschen werden: Es geht eher darum, durch ein Konzentrationsgefälle die Chemie aus dem Papier zu bekommen. Da dein PE-Papier sozusagen "versiegelt" ist und keinen dickeren kartonstarken Träge hat, muss jenes nur relativ kurz (~ 30 Min.) im Wasser liegen: Ab und zu mal anstupsen und bei kleineren Behältern das Wasser wechseln. Man muss Papier nicht ständig unter eine Wasserbrause halten und das Wasser muss auch nicht ständig fließen!

Das Austreten der Chemie kann beschleunigt werden: Hierzu gibt man das Papier nach kurzem "anwässern" in ein Bad mit Sodapulver: Ein Häufchen Sodapulver auf dem Handteller in 1 Liter Wasser auflösen und das Papier darin ca. 1,5 Minuten baden. Danach normal weiter Wässern. Statt Sodapulver gibt es auch "KODAK  Hypo Clearing Agent". Mich dünkt, von Tetenal gibt es ähnliches. Musst mal bischen suchen.

 

Mein Baryt lasse ich einige Stunden in einer Wanne liegen und wechsele ab und zu das Wasser. In dieser Zeit wird die Chemie aus dem Papierträger gesaugt und setzt sich unten in der Wanne ab bzw. wird beim Wasserwechsel weggekippt.


Gruß,
Thomas


#13 harv

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Geschrieben 28 Juli 2014 - 20:40

Herzlichen Dank für die hilfreiche Antwort T.R.! Das mit dem Sodabad hab ich glaub bei Feininger in der Fotolehre auch gelesen.

 

Ich war heute bei einem sehr netten älteren Herren mit komplett eingerichteter Dunkelkammer. Er hätte alles abzugeben.

Er hat einen Kaiser VCP 6001 mit Kopf für KB und Mittelformat bis 6x9 mit Schneider 50mm und Rodenstock 80mm Objektiven. Beides 5 oder 6 Linser.

 

Was wäre ein fairer Preis den ich ihm dafür bieten könnte? Er hat auch alles andere an nötigen Zubehör, wie Schalen, Zangen, Kornscharfsteller, Maskenrahmen usw...........(er wisst besser als ich was alles nötig ist)

 

Was meint Ihr?



#14 Achim B.

Achim B.

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Geschrieben 29 Juli 2014 - 17:11

Hallo Harv ,

 

Was für Köpfe?

Mit Opallampe, Multigradekopf oder Farbkopf, oder mehrere, die Köpfe sind für alle Formate gleich nur die Kondensoren werden getauscht.

Ich habe für meinen der nur bis 6x7 geht mit Multigrade und Farbkopf und Kondensor für KB und 6x7 mit Trafo und 2 Rogonaren 50 und 90mm sowie Glaseinlagen und Glaslosmasken für die Buchbildbühne glaube 360 Teuro bezahlt bzw es hat keiner höhergeboten.

Was der Rest wert ist kann man erst sagen wenn es ne genaue auflistung gibt.

 

Gruß Achim



#15 Patrick

Patrick

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Geschrieben 30 Juli 2014 - 08:18

Hallo Harv,

 

kann der VCP 6001 wirklich bis 6X9 vergrössern? ich kann mich irren, aber die Modelle, die ich gesehen habe gingen nur bis 6X6 (Du hast erwähnt, dass du bis 6X9 fotographieren würdest). Ich würde auch aufpassen, dass für 6X6 glasslosmasken vorhanden sind. Mit Glasmasken muss man aufpassen, dass 6 Oberflächen staubfrei sind, und nicht nur 2, was bei mir jedenfalls den Stress erheblich erhöht!

 

Gruss, Patrick.



#16 harv

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Geschrieben 30 Juli 2014 - 08:42

@Achim ich meine das es Multigradeköpfe sind. Mit dabei sind auch Labortimer, Bühnen etc.. Für eine wirklich komplette Bestandsaufnahme müsste ich mir nochmal einen Termin ausmachen.

@Patrick sicher bin ich mir da nicht. Ich selber hab bisher auch nur bis 6x6 gesehen, aber der Verkäufer hat aus der Erinnerung gemeint, dass er einen Kopf bis 6x9 hat. Glaube ich ihm auch erstmal. Bei seinen Kameras wusste

er aus dem Gedächtnis auch noch Bediendetails. Welche Masken es genau sind hab ich nicht erfragt bzw. noch nicht genau angesehen.

Ich nehm mir demnächst mal einen Vormittag Zeit und mach eine Bestandsaufnahme.



#17 harv

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Geschrieben 30 Juli 2014 - 08:50

Ich möchte meine Frage gleich noch erweitern: Wie würdet ihr die Dunkelkammer vom Arbeitsablauf und der Dimension gestalten?

 

Bei mir sind ja noch keine Erfahrungswerte vorhanden. Ich habe die Möglichkeit in einem Kellerraum mit dem Grundriss 3m x 5,50m einen Teil abzutrennen.

 

Würdet ihr den Tisch so gestalten, dass man "linear" arbeiten kann, d.h. von links nach rechts ein Tisch auf dem links der Vergrößerer steht und dann nach rechts anschließend die Chemie (Entwickler, Stopper, Fixierer, waschen)?

 

oder sind zwei parallele Tische die besser Lösung. Der ein oder andere hat sicher mittlerweile Praxiserfahrungen, was er wenn möglich anders anordnen würde.

 

aus der Literatur hab ich mir folgendes an Hardware zusammengeschrieben:

 

Vergrößerer Köpfe Masken Netzteil Objektive

Belichtungsschaltuhr

Maskenrahmen

Filter

5 Laborschalen

3 Laborpinzetten

Trichter

Messbecher

Thermometer

Fixierbadprüfstreifen

Protectan

Kanister zur Entsorgung

Handschuhe

Schneidegerät

Trockenpresse

2 Dunkelkammerlampen

Schrank für Papier etc.

Tisch für Aufbau

Rührstäbchen

Kunststoffflaschen

Klammern

Wäscheleine

Kornscharfsteller

Pinsel (Reinigung Bühnen und Negative)

Schere

 

fehlt aus dem Verbrauchsmaterial was Grundlegendes?


Bearbeitet von harv, 30 Juli 2014 - 11:05 .


#18 piu58

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Geschrieben 30 Juli 2014 - 13:32

> Tisch so gestalten, dass man "linear" arbeiten kann, d.h. ... oder sind zwei parallele Tische die besser Lösung.

 

Nass und trocken zu trennen ist immer die bessere Lösung. Man kann aber auch mit einem Tisch hinkommen, wenn man einen Meter Platz zwischen dem Vergrößerer und den Schalen lassen kann.


Bleibt dran, am Sucher.

--Uwe

#19 ultra8

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Geschrieben 30 Juli 2014 - 14:02

Hallo Thomas,

 

Das Papier muss eigentlich nicht in dem Sinne gewaschen werden: Es geht eher darum, durch ein Konzentrationsgefälle die Chemie aus dem Papier zu bekommen. Da dein PE-Papier sozusagen "versiegelt" ist und keinen dickeren kartonstarken Träge hat, muss jenes nur relativ kurz (~ 30 Min.) im Wasser liegen.

 

Das stimmt so nicht ganz. Beim PE Papier reicht eine Wässerung von 2 bis 5 Minuten vollständig aus. 30 Minuten "im Wasser liegen" ist völlig kontraproduktiv, denn die Ränder, die nicht versiegelt sind, können aufquellen.

 

 

Das Austreten der Chemie kann beschleunigt werden: Hierzu gibt man das Papier nach kurzem "anwässern" in ein Bad mit Sodapulver: Ein Häufchen Sodapulver auf dem Handteller in 1 Liter Wasser auflösen und das Papier darin ca. 1,5 Minuten baden. Danach normal weiter Wässern. Statt Sodapulver gibt es auch "KODAK  Hypo Clearing Agent". Mich dünkt, von Tetenal gibt es ähnliches. Musst mal bischen suchen.

 

Soda quillt den Träger auf, sodass, vereinfacht gesagt, der Fixierer besser ausgewaschen werden kann. Hypo Bäder setzen auf Sodium sulfite, dass, auch wieder vereinfach gesagt, Fixiersalze im Träger ersetzt und diese verdrängt. Im ruhenden Wasser dringt Sodium sulfite aber nur schwer in den Träger ein.

 

Mein Baryt lasse ich einige Stunden in einer Wanne liegen und wechsele ab und zu das Wasser. In dieser Zeit wird die Chemie aus dem Papierträger gesaugt und setzt sich unten in der Wanne ab bzw. wird beim Wasserwechsel weggekippt.

 

Erkläre mir bitte das Prinzip, wie ruhendes Wasser etwas aus einem Papierträger saugen kann.

 

Beispiel: Tränke ich ein Barytpapier in dunkle Tinte in der Zeit wie ich normalerweise fixiere, und gebe das Papier in ruhendes Wasser, dann nimmt das Wasser die Farbe der Tinte an, die auf der Papieroberfläche haftet, an. Der Papierträger bleibt dennoch (leicht) verfärbt. Erst ein richtiges "washen" mit leicht fließendem Wasser reinigt den Träger von der Tinte.

 

Bei "Wässerung" in ruhendem Wasser bin ich immer skeptisch. Steht kein Washer zur Verfügung, empfehle ich die Verwendung einer herkömmlichen Schale. Das Papier wird in der Schale mehrfach leicht bewegt, sodaß es immer von einer Strömung des Wassers umgeben ist. Das Wasser wird dann 8 mal gewechselt. Bei Benutzung von fetten Schnellfixierbädern und Fixierzeiten von maximal einer Minute, reicht dieses Prozedere für Archivsicherheit aus.


Bearbeitet von ultra8, 30 Juli 2014 - 14:04 .


#20 Achim B.

Achim B.

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Geschrieben 30 Juli 2014 - 17:28

Hallo Harv Hallo Patrick,

Versuch 2 zu Antworten irgendwas ging schief.

 

Also der 6001 geht mit entsprechendem Kondensor bis 6x7, laut Bedienungsanleitung, die ist zu finden unter 

www.kaiser-fototechnik.de/pdf/anleitungen/4420_2_de.pdf aber nur wenn ichs richtig geschrieben habe, ansonsten Suchmaschiene.

 Er kann aber auch bis 6X9 gehen, wenn das Bauteil von Bild 1 getauscht wurde. einfach Öfnung messen und schauen ob kleiner oder größer 9cm.

Bild 2 von links nach rechts Kopf mit Opallampe, dann Multigradekopf und dann Farbkopf (Mit dem ist auch Multigrade möglich aber nicht so bequem)

Bild 3 wenn der Kondensor den linken Bajonetanschluß hat geht nix mehr, wenn er den rechten hat vieleicht falls es keine 3te Version mehr gibt. Achtung bei 6x7 sind die Gläser Eckig.

 

Gruß Achim

 

 

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