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Durst RCP 20


4 Antworten in diesem Thema

#1 fdoe

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Geschrieben 12 Juni 2008 - 12:19

Hallo

Habe kürzlich die Entwicklungsmaschine Durst RCP 20 günstig bei ebay erstanden. Hat jemand Erfahrung mit dem Gerät ?

Im Originalzustand badet das Papier ja ca. 2 Minuten in jeder Chemie. Welche Hersteller in welchen Verdünnungen eignen sich dafür?

Hat jemand das Gerät auf ca. 45 Sekunden "Badezeit" umgebaut ? Welche Verhältnisse stellen sich dann ein ?

Würde mich über Infos von Euch freuen.
Gruß
Frank

#2 Mirko Boeddecker

Mirko Boeddecker

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Geschrieben 12 Juni 2008 - 20:01

Hallo Frank,

ich nehme mal an Du möchtest RA-4 fahren richtig ?
Da Du die einzelnen Badzeiten nicht justieren kannst musst Du was das Verhältnis DEV zu BX geht über die Konzentration der Chemie abstimmen.

Die Geschwindigkeit ist Temperaturabhängig. Also bei höheren Temperaturen kannst Du schneller fahren als bei niedrigeren. Wenn Du keine Temperaturwahlmöglichkeit hast dient nur die Geschwindigkeit dazu den Prozess zu stabilisieren sonst könnte man (in Grenzen) an beiden Schrauben stellen.

Dabei möchtest Du ausentwickeln (keine blau schimmernden Schwärzen mehr) aber nicht überentwickeln (Belegte Lichter) und auch lange genug Bleichfixieren (BX). Falls die Verhältnisse auseinanderlaufen müsstest Du das wiegesagt ggf. über die Konzentration lösen.

Im Prinzip solltest Du so jede Chemie einkalibrieren können.
Dauert aber bestimmt einen halben Tag beim ersten mal ;-)

Grüße,


Mirko

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#3 cfb_de

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Geschrieben 12 Juni 2008 - 21:05

Moin,

da ja an der Geschwindigkeit bei der RCP nix zu steuern ist, bleibt die Temperatur. Normale Standardkonzentration reinfüllen, danach bei der Temperatur "von unten nach oben" mit einem Negativ bekannter Filterung/Belichtungszeit/Vergrößerung dann ein Blatt nach dem anderen ausprobieren. Nach jedem Blatt die Temperatur erhöhen.
An der Konzentration muß aus einem einfachen Grund nicht gedreht werden: Auch bei industrieller Produktion haben die Bäder dieselbe Temperatur. Also ist sichergestellt, daß bei ausreichender Entwicklung auch anständig geblixt wird.

So wie ich Frank verstanden habe, will er aber SW durch die Maschine jagen. Das sollte bei 26-30°C und PE-Papier mit so ziemlich jeder Chemie gehen. Als standfest haben sich z.B. Paper Dur oder Moersch Eco erwiesen. Oder ein geeigneter Maschinenentwickler, wie z.B. Paper Dur MA. N113 würde ich nicht nehmen, wenn der abranzt, dann gibt es Teer in den Schaumstoffrollen.
Kein saures Stoppbad. Das mögen die Rollen nicht (ganz fies am Einlauf in den zweiten Tank) und der Fixierer ist bei den erhöhten Temperaturen in der Maschine sowieso schneller platt.

Beste Grüße,
Franz

p.s.: Franks Beitrag hat mich auch wieder an die Idee mit einer Maschine erinnert. War damals ganz praktisch. Bei mir wird es aber keine RCP, eher was kompaktes für die 30er Einlaufbreite. Da schau ich mich jetzt mal aktiv um. Die mir neulich angebotene Baryt-Straße war dann nun doch zu groß und zu schwer: 70er Einlaufbreite, umlenkungsfreier Transport, Baryt trocken zu trocken. 1,8t schwer, genauso groß wie meine Küche. Und 50l Füllmenge pro Bad sowie 360V/40A Anschlußleistung...

#4 fdoe

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Geschrieben 13 Juni 2008 - 06:09

Hallo

Ich danke Euch schon einmal für die Beiträge.

Ja richtig - ich will mit der Maschine nur an SW ran.
Tja, die Sache mit dem Stoppbad habe ich nun schon häufiger gehört. Bislang las ich aber immer nur, dass Zitronensäure ein Problem darstellen würde. Nicht saures Stoppbad schließt dann Essigsäure natürlich auch mit ein.
Was für eine Epfehlung habt ihr dann für mich ?

Gruß
Frank

#5 cfb_de

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Geschrieben 14 Juni 2008 - 22:18

Hallo Frank,

Empfehlung? Ganz einfach: Tankbefüllung mit Entwickler, Wasser, Fixierer. Entwickler ab und an mal auffüllen (wenn Du höheren Durchsatz hast, mit Regenierer, sonst langt Ansatzlösung), Wasserbad so bei jeder zweiten Nutzung tauschen, Fixierer regelmäßig kontrollieren (Schwefelausfällungen sieht man, Tauglichkeit prüft man mit einem frischen Filmschnippel analog Klärzeittest).

Das wäre eine einfache Prozeßkontrolle. Noch einfacher ist der komplette Verzicht auf Kontrolle und Austausch aller Bäder, wenn es nicht mehr tut. Leider erkennt man abgeranzten Fixierer erst, wenn es schon längst zu spät ist.

Gegen Essigsäure sprechen die üblichen Gründe plus: Sie destilliert schlicht und ergreifend aus dem Bad raus. Erst stinkt's etwas, dann ist nix mehr drin.

Beste Grüße,
Franz



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