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Efke R 50 In Mzb - Druckversion

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Efke R 50 In Mzb - manvg - 13-05-2005

Hallo,

wer kann mir mit Entwicklungszeiten f?r den efke R 50 (oder auch KB 50) in MZB von Moersch weiterhelfen?

Gru?
Manfred


Efke R 50 In Mzb - Guest - 13-05-2005

50 ASA

A 1:45 45sec kippen B 15min bei 2,4,6min 2x kippen, danach Stillstand



32 ASA

A 2:15 60sec kippen - Stillstand B 9min bis zur 6.min 1x kippen danach Stillstand


Efke R 50 In Mzb - Wolfgang Moersch - 13-05-2005

[quote name='Guest' date='May 13 2005, 07:27 PM']50 ASA

A 1:45  45sec kippen  B 15min bei 2,4,6min 2x kippen, danach Stillstand



32 ASA

A 2:15  60sec kippen - Stillstand  B 9min bis zur 6.min 1x kippen danach Stillstand[/quote]



Sorry - der Gast war ich.



wm


Efke R 50 In Mzb - Guest - 14-05-2005

Hallo,



da m?hte ich mich gleich mal mit einer weiteren Frage anh?gen:



Die beiden B?er haben doch jeweils eine recht kurze Verarbeitungszeit. Wie sieht es da mit der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse aus?





Gru?CP


Efke R 50 In Mzb - Wolfgang Moersch - 14-05-2005

Genau aus dem Grund ist der Film nicht in der Liste aufgef?hrt. Reproduzierbar sind die Ergebnisse nur dann, wenn die Zeit in der A-L?ung exakt eingehalten wird.

Bei den Efkes gehe ich selbst anders vor, doch abweichende Anwendungsempfehlungen (Verd?nnung, Temperatur, Agitation) werden vom Anwender mit Skepsis betrachtet.

Diese ADOX-Filme sind anders, waren es schon immer. Nicht ohne Grund wurde f?r diese Filme vor Jahrzehnten ein Spezialentwickler kreiert, den es ja auch immer noch gibt. Neofin Blau ist nach wie vor gut, A49 vielleicht noch besser, zumindest ist der unschlagbar beim Preis/Leistungsverh?tnis.



Beim ADOX/Efke 50 ignoriere ich, wie bei jeder anderen Film/Entwicklerkombination, den ISO-Standard. Eine Dichte von 0.10 als "Speedpoint" ist mir zu niedrig, ich will Zeichnung in den Schatten. Mit Belichtungsmessereinstellung auf ISO 40/17 komme ich mit MZB auf 0,12 - 0,13 in Zone I, die Zonen II und III h?gen nicht so stark durch wie bei ISO 50/18 und damit sind wir auch wieder bei der Empfindlichkeit seeliger DIN-Zeiten, fr?her hie?der Film ja mal KB17.



Meine Empfehlung f?r MZB:

Belichten mit 40ASA

A und B Stamml?ung (beide zweimal verwendbar) bei 20?C

A 4:30min ankippen 30sec, danach 2x pro Minute

B 4:00min 2x kippen nach Einf?llung, danach 2x pro Minute


Efke R 50 In Mzb - Guest - 14-05-2005

Hallo,



zun?hst mal herzlichen Dank f?r die schnelle Antwort!



Also, ich mu?ganz ehrlich sagen, da?ich mit verschiedenen Verd?nnungen nicht die allergeringsten Probleme h?te, auch nicht mit unterschiedlichen Temperaturen - im Gegenteil. In einem anderen Thread fragte ich ja schon mal wegen Tetenals Emofin. Ich m?hte die Filme vorort in der T?rkei entwickeln und k?e bei den dort im Sommer herrschenden Temperaturen sehr schnell auf so kurze Entwicklungszeiten, da?es mir wie ein Lotteriespiel vork?e, auf richtig entwickelte Filme zu hoffen.



Wenn der MZB das zu leisten vermag, bin ich angenehm ?berrascht und er k?nte dadurch zum Entwickler meiner Wahl werden. Es hei? ja auch, er entwickle eine bessere Sch?fe als Emofin. Ich habe bisher fast ausschlie?ich Erfahrung mit Rodinal, wollte jetzt auch mal Tannol bzw. Pyrogallol wegen deren Verm?en in den Lichtern zu maskieren, antesten. Bei Rodinal gef?lt mir die als schon fast technisch zu bezeichnende Sch?fe, die gerade in der Architekturphotgraphie von Vorteil ist.



Gleichzeitig habe ich aber oft genug mit enormen Kontrastumf?gen zu k?pfen und verhunzte erst vor kurzem einige Pan F bei Innenraumaufnahmen mit Fensterzonen. Ich wiederholte die Aufnahmen jetzt mit noch l?gerer Belichtung und enorm verd?nntem Rodinal (1:150). Es hat geklappt, aber es geht auch um Partialkontraste und nicht nur um den Gesamtkontrast und so werde ich in der Duka wieder m?htig abwedeln und nachbelichten m?ssen, wenngleich bei weitem nicht so extrem wie beim ersten Versuch. Diese Bilder n?lich waren auch mit gutem Zureden nur sehr schwer aufs Papier zu bannen.



Gru?CP


Efke R 50 In Mzb - Wolfgang Moersch - 14-05-2005

Hallo CP



>Also, ich mu?ganz ehrlich sagen, da?ich mit verschiedenen Verd?nnungen nicht die allergeringsten Probleme h?te, auch nicht mit >unterschiedlichen Temperaturen - im Gegenteil. In einem anderen Thread fragte ich ja schon mal wegen Tetenals Emofin. Ich m?hte die Filme >vorort in der T?rkei entwickeln und k?e bei den dort im Sommer herrschenden Temperaturen sehr schnell auf so kurze Entwicklungszeiten, >da?es mir wie ein Lotteriespiel vork?e, auf richtig entwickelte Filme zu hoffen.



Die Verarbeitungstemperatur hatte ich f?r den MZB standardm?ig auf 24?C festgelegt, weil es im Sommer oft ein Eiertanz ist auf 20?C runterzuk?hlen. Das Verst?dnis daf?r hielt sich in Grenzen.



>Wenn der MZB das zu leisten vermag, bin ich angenehm ?berrascht und er k?nte dadurch zum Entwickler meiner Wahl werden. Es hei? ja >auch, er entwickle eine bessere Sch?fe als Emofin. Ich habe bisher fast ausschlie?ich Erfahrung mit Rodinal, wollte jetzt auch mal Tannol bzw. >Pyrogallol wegen deren Verm?en in den Lichtern zu maskieren, antesten. Bei Rodinal gef?lt mir die als schon fast technisch zu bezeichnende >Sch?fe, die gerade in der Architekturphotgraphie von Vorteil ist.



Sowohl Pyro, als auch Tanol w?en f?r Architektur sicher eine gute Wahl - wenn ein Empfindlichkeitsverlust tolerierbar ist. Beide Entwickler sind mit Sicherheit genau so scharf wie Rodinal.



>Gleichzeitig habe ich aber oft genug mit enormen Kontrastumf?gen zu k?pfen und verhunzte erst vor kurzem einige Pan F bei >Innenraumaufnahmen mit Fensterzonen. Ich wiederholte die Aufnahmen jetzt mit noch l?gerer Belichtung und enorm verd?nntem Rodinal (1:150). Es hat geklappt, aber es geht auch um Partialkontraste und nicht nur um den Gesamtkontrast und so werde ich in der Duka wieder m?htig abwedeln und nachbelichten m?ssen, wenngleich bei weitem nicht so extrem wie beim ersten Versuch. Diese Bilder n?lich waren auch mit gutem Zureden nur sehr schwer aufs Papier zu bannen.



Ich will Ihnen bei der Filmwahl nicht reinreden, gebe nur zu bedenken, da?gerade die geringempfindlichen Filme dazu neigen "steil" zu kommen. Bei den hohen Kontrastumf?gen (die es gelegentlich) in der T?rkei hat, w?e ein Film mittlerer Empfindlichkeit m?licherweise die bessere Wahl. Pyro und Tanol zeichnen derma?n rattenscharf, da?es nicht unbedingt erforderlich ist, wegen der Sch?fe auf Speed zu verzichten.



Wie auch immer, bei 24?C fallen die MZB-Zeiten von 4 auf knapp unter 3 Minuten.

Bei sehr hohen Kontrasten kann die gesamte Kurve durch Verk?rzung der B-Zeit flacher gelegt werden, nur kommen wir dann wieder zu Zeiten, die kritisch werden.



Tanol oder Pyro w?e vorzuziehen, bei zonenm?iger Vorgehensweise.

Ideal w?e es, sich der SLIMT-Technik zu bedienen, der Vorteil l?e darin, alle Filme (gleichg?ltig bei welchem Kontrastverh?tnis aufgenommen - nach Vorbehandlung) zusammen (mit einer Entwicklungszeit!) verarbeiten zu k?nen. Selbst allerh?hste Kontraste sind so in den Griff zu kriegen, ohne da?es in den Schatten eng wird.



Das mag sich merkw?rdig anh?en, aber es funktioniert.



Gru?
wm


Efke R 50 In Mzb - Guest - 14-05-2005

Hallo Herr Moersch,



Danke f?r Ihre wiederum so prompte Antwort.



Noch eine Frage: - Was versteht man unter SLIMT-Technik? Ich h?e den Begriff zum ersten mal.



Ich arbeite eigentlich nur noch mit Mittel- u. Gro?ormat, soda?eine angepasste Entwicklung m?lich w?e. Allerdings scheue ich vor der Testerei des Zonensystems zur?ck. Ich benutze eine Art abgespecktes Zonensystem, das mir eine erfahrene ?tere Photographin mal n?er brachte. Bei normalem Kontrast (im Z-System N) liegt meine Filmempfindlichkeit einen Lichtwert unter der Werksangabe, je h?er der Kontrast dann wird, desto mehr verringere ich die Filmempfindlichkeit und Entwicklungszeit (bei niedrigem Kontrast gilt analoges). Es funktioniert dann meistens, da?ich eine Gradation nahe normal/spezial vergr?ern kann. Meinen Ausrutscher vor kurzem hatte ich ja bereits geschildert.



Pan F war bestimmt nicht die richtige Wahl, ich h?te mir vorher mal die Kurve im Datenblatt anschauen sollen! Ich wollte halt mal was neues ausprobieren, ansonsten photographiere ich immer auf APX 100, den es als PF ja jetzt freundlicherweise nicht mehr gibt - au?r in meinem K?hlschrank! ?er kurz oder lang wird mir aber wohl nichts anderes ?brig bleiben als auf FP4 umzusteigen, dann auch im RF-Format, mit zwei unterschiedlichen Filmen als Standardmaterial m?hte ich nicht arbeiten und mit den Flachkristallfilmen kam ich nie klar, mu?aber auch zugeben, da?ich mir mit ihnen nicht viel M?he gab, es waren max 10 T-Max 120 und 3 o. 4 Deltas.



Jetzt noch eine Frage: -Was versteht man unter SLIMT-Technik?



Viele Gr?? CP


Efke R 50 In Mzb - Wolfgang Moersch - 14-05-2005

Hallo CP,



nicht erschrecken - - vor der Entwicklung wird gebleicht! Aber nur in gaaaanz d?nnem Bleicher.

Es ist keine aufwendige Testerei n?ig, mit FP4 und Tanol liegen Daten vor, mit APX d?rfte es auch funktionieren.

Weil bei N-1,2,3 vorgew?sert, gebleicht, gew?sert wird, ist die N-Zeit nat?rlich auch mit einer Vorw?serung zu bestimmen (also etwas l?ger als die Normalzeit ohne Wasser vor dem Entwickler). Mehr an Testerei ist nicht erforderlich, das abgespeckte System kann beibehalten werden. Statt einer Verk?rzung der Entwicklungszeit bei N-(1,2,3) werden die Filme in unterschiedlich stark verd?nntem Bleicher (nach kurzer Vorw?serung, damit der Bleicher gleichm?ig zupacken kann) vorbehandelt, danach wird das Zeug rausgesp?lt (1min reicht bei der d?nnen Suppe) und in einer anderen Dose zwischengelagert bis alle Filme mit abweichendem Kontrast ebenfalls durch sind. Danach f?lle ich die Sammeldose (zur Sicherheit) nochmals mit Wasser auf und dann werden alle Filme, ob N, oder N-1 bis N-4 zusammen entwickelt mit der ermittelten Zeit f?r N. Die N+ Filme m?ssen wie gehabt einzeln mit entsprechender Zeitverl?gerung entwickelt werden.

Im Idealfall passen dann alle N und N- Negative ohne Kopfst?de auf G2, f?r kleinere Me?ehler ist also noch Platz. Die Schatten sind sauber differenziert, die Lichter (Silberdichten) kommen runter, ohne da?die Hochlichter vermatschen, denn da ist ja noch die (proportionale Nebendichte) - der Stain.

Das mag riskant klingen, doch zumindest bis N-3 ist bei mir noch nichts angebrannt. N-4 hatte ich erst einmal, ist gutgegangen.

Meine Erfahrungen beschr?ken sich allerdings auf FP4, Tri-X und Tmax400 in Tanol.



Gru?
wm


Efke R 50 In Mzb - Guest - 14-05-2005

Hallo Herr Moersch,



vielen Dank f?r die Informationen. Ich will gleich gestehen, da?ich schon etwas erschrak, unentwickelte Negative bleichen zu sollen, ausprobieren werde ich es aber:



Welchen Bleicher und welche Konzentration nimmt man am besten? W?en Sie so freundlich, mir die Daten, also auch die Entwicklungszeiten (in diesem Fall f?r den FP4), zur Verf?gung zu stellen? Bei der Bitte um die Angabe von Entwicklungszeiten kr?mmen sich viele: zu unrecht wie ich meine, sie sind ein guter erster Anhaltspunkt. Klar, da?man dennoch nicht um eine eigene Einarbeitung herumkommt.



Im Gro?ormatforum ( www,grossformatfotografie.de ) - sollten Sie es wider Erwarten noch nicht kennen, so werfen Sie ruhig mal einen Blick rein, es d?rfte auch f?r Sie interessant sein - wo ich mich f?r gew?nlich tummle, wurde mir berichtet, bei der Vergr?erung von in Pyrogallol und Tanol entwickelten Filmen auf kontrastvariables Papier w?rde der "Stain" als Partialfilterung in den Lichtern wirken. K?nen Sie mir ?ber die Wirkungsweise sonst noch etwas berichten? Die Lichter scheinen ja weicher zu kommen.



Was ist ?berhaupt der Hauptunterschied zwischen Tanol und Pyrogallol? - In der Wirkung, nicht in der chemischen Zusammensetzung. So giftig wie es oft hingestellt wird ist Pyrogallol n?lich, entsprechende Vorsichtsma?ahmen selbstverst?dlich vorausgesetzt, nicht. Mir wurde als Hauptnachteil des Pyrogallol im GF-Forum mitgeteilt, da?trotz sehr langer Haltbarkeit des Konzentrats, bei l?gerer Entwicklung in der Arbeitsverd?nnung, der Film oft noch nicht "fertig ist", das Pyrogallol aber sehr wohl.



Rodinal wird ja immer als der dienst?teste Entwickler hingestellt: Ich glaube, da?man das so nicht stehen lassen kann: Pyrogallol wurde schon fr?her angewandt. Interessant aber, da?es mit dem modernen Kontrastwandelpapier so sch? harmonisiert. Allerdings ist dieses so neu auch wieder nicht - das Patent wurde m. W. bereits in den 30er Jahren erteilt; an seine Markteinf?hrung kann ich mich aber noch recht gut erinnern.



Viele Gr?? und nochmals herzlichen Dank!



CP