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Fixierfrage
#1
Hallo liebe Forumsgemeinde,

bevor ich loslege stelle ich mich kurz vor. Ich bin der Robin, 23 Jahre Jung und bin seit nem knappen Jahr auch "selbstentwickler".

So jetzt zu meiner Frage. Ich hab im Frühjar ein paar Familienfotoabzüge gemacht und meiner Schwiegermutter geschenkt. Als ich gestern dort

zu Besuch war, hab ich mir die Bilder nochmal angesehen. Ich habe entdeckt, dass der Fotorand d.h. kurz bevor das Bild in den weißen Rand

übergeht leicht bräunlich ist (ca 1mm). Aber eben nur am Rand. In der Bildmitte ist nichts zu sehen. Hab ich es etwa zu kurz fixiert? Ich nehm Tetenal Superfix 1+9 und bewege mich so um 2 min fix Zeit. Mache auch in regelmäßigen Abständen den Fixierzeittest. Das müsste doch normalerweise reichen. Die angesprochenen Abzüge sind aus PE Papier.

Ich hab bei meinen Bildern soetwas noch nicht erlebt. (Hängen allerdings auch nicht an der Wand).

Danke schonmal im vorraus. Grüße,

Robin
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#2
Welches Papier ist das? Foma? Dieses neigt dazu. Kann man nicht für Abzüge nehmen, die lange Zeit hinter Glas an der Wand hängen sollen.

Wahrscheinlich benutzt Foma die Papierunterlage für Farbpapier, welche TiO2 enthält. Dieses - lang bekannt - erzeugt Bilddegradationen. (Entstammt einer Diskussion mit Mirko, der alle Papierhersteller für PE kennt: Es ist nämlich weltweit nur einer.)
Bleibt dran, am Sucher.



--Uwe
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#3
Oh, das ist ja interessant. Ja der eine Abzug ist definitiv Fomaspeed, der andere könnte aber evtl. auch Ilford sein. Kann ich nicht mehr genau sagen.

Verhalten sich alle Foma Papiere so oder nur gewisse PE- Sorten.

Entgegenwirken kann man dem nur indem man die Bilder ins Album legt und nicht an die Wand hängt oder?

Grüße
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#4
Hallo zusammen,



das ist aber interessant. Ich wollte mich ende des Jahres mit neuem PE Papier eindecken.

Ich hätte aber in 10x15, 13x18 und 18x24 MCP genommen.



Was hat den Titandioxyd für eine Funktion in Farbträgerpapier?

Sorgt der "günstige" Farbpapier-PE-träger für den Preisunterschied?



LG Oli
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#5
> Sorgt der "günstige" Farbpapier-PE-träger für den Preisunterschied?



Wahrscheinlich. Farbpapier wird ja in viel größeren Mengen hergestellt.



> Titandioxyd für eine Funktion

Als Weiß-Grundierung, anstelle des Bariumsulfates ("Bayt").



Das von dir beobachtete Verhalten hatte ich mit Foma-Papier auch. Es kommt eben häufig vor, dass "Familienbilder" irgendwo jahrelang hinter Glas stehen. Ausführlih beschrieben wurde es von Ctein in seinem Buch "Post Exposure" aus dem Jahr 2000. In den 90ern hatt Ctein großangelegte Experiment zu diesem Thema gemacht. Selen-Tonen vermeidet das Problem übrigens, wahrscheinlich sogar einfach Sistan.

Agfa (gabs damals noch) hat auch Experimente gemacht und Cteins beobachtungen bestätigt und die Papierzusammensetzung geändert. Ilford hat 2004 das TiO2 ersetzt. Von Kodak weiß ich nichts, aber das ist ja Geschichte. Das Problem "galt als gelöst".

Foma nimmt wahrscheinlich Farbträger. Da das TiO2 mit dem Silber reagiert, nicht aber mit den Farbstoffen, stört es bei Farbpapier nicht. Es gibt wie gesagt nur einen einzigen Hersteller der TiO2-freien Unterlage (Schöller in Weißenborn), und dessen Papier ist etwas dicker als Foma. Kann man im Vergleich Foma-MCC oder meinetwegen Foma-Ilford leicht nachprüfen. Mirko hat den Markt sondiert und keinen anderen Papierhesteller gefunden. Das legt nahe, das Foma Farbträger benutzt. Bewiesen ist es freilich nicht.
Bleibt dran, am Sucher.



--Uwe
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#6
Danke schonmal für die vielen Infos. Jetzt bin ich schonmal etwas schlauer geworden. Ein paar von meinen Bildern wollte ich nämlich schon

aufhängen. Ich werde dann schon sehen wie lang sie halten <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/spudnikwinky.gif' class='bbc_emoticon' alt='Confusedpudnikwinky:' /> .

Grüße,

Robin
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#7
Hat aktuelles Foma nicht den gleichen Träger, wie alle anderen? (habe da irgendwo was in der Richtung gelesen)
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#8
> Hat aktuelles Foma nicht den gleichen Träger, wie alle anderen



Brauchst du ja bloß zu vergleichen - es ist etwas dünner.
Bleibt dran, am Sucher.



--Uwe
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#9
meine Vorräte sind deutlich dünner... S. Junghans sprach von einer Umstellung:



[url="http://www.aphog.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=17527&p=171695"]http://www.aphog.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=17527&p=171695[/url]



Zitat:Das Fomaspeed kann man mit besten Resultaten auch maschinell verarbeiten,

vor allem die Sorte Vintage 314 (Feinkorn, glänzend) läuft prima durch die Thermaphot.



Bei der Sorte 310 wäre ich vielleicht etwas vorsichtig,

weil die Foma sich gerade in dem Umstellungsprozess von einer vergleichsweise zu Ilford

sehr (zu) dünner Papierunterlage auf eine Ilford-vergleichbare Sorte befindet.
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#10
In welcher Schicht befindet sich das Titan? Wenn ich die Schicht frei legen kann, mache ich eine Analyse davon.



Ich hatte in früheren Experimenten festgestellt, dass freier Sauerstoff das Silber verändert. Der Effekt war allerdings auch abhängig von der Dauer der Wässerung. Ich wasche deshalb mein Papier deutlich gründlicher, als es in der Literatur angegeben wird. Meine Bilder auf Foma-PE Papier im Bilderrahmen grauen so langsam ein. Bräunliche Verfärbungen sind nicht zu sehen.



Viele Grüße



Renate
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