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Filme Eintesten Die 1000.
#11
Hallo Oliver,

da ich früher auch oft Filme und Entwickler eingetestet habe kann ich Dein Vorhaben gut verstehen. Allerdings habe ich diese ganze Testerei irgendwann verworfen und lieber richtig fotografiert. Wenn ich ganz ehrlich bin sehe ich auf dem Leuchtkasten bei meinem Tri-X in D76 bzw. TMax400 In Xtol gerade mal einen Unterschied bei 1 Blende Differenz. Eine halbe evtl. wenn ich weiß, welches Negativ mehr Licht bekommen hat. Was ich damit sagen will: Du hast einen relativ gutmütigen Film, geh damit raus, fotografiere mit etwas Sicherheit auf ISO 80 und entwickel ihn nach Vorschrift. Selbst vermeintlich überbelichtete Negative bekommt man ohne Handstand aufs Papier. Passe Deine Entwicklungsdauer nach der Entwicklung jeweils an bis Du damit zufrieden bist. 1/2 Minute sieht man kaum, 1 Minute Unterschied schon. Man muß bei Standardfilmen schon ganz schön daneben liegen, dass man nachher Probleme beim Kopieren bekommt, es sei denn Du möchtest festgraduiertes Papier benutzen. Diese ganzen Abhandlungen über Zonensystem und Co. sind ganz nett und haben bestimmt ihre Daseinsberechtigung ABER es gibt seltenst Negative welche Du ohne sonstige Eingriffe einfach so aufs Papier ziehen kannst und nachher alles perfekt ist - das ließt sich beim Zonensystem nur immer so. <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/eek.gif' class='bbc_emoticon' alt='O_O' /> So wie Deine Kurve aussieht kannst Du einfach mal einen Film belichten und ihn eine Minute länger entwicklen. Auch mit der jetzigen Kurve bräuchtest Du am Vergrößerer nur den Kontrast anheben und das wärs. Fazit: geh Fotos machen und mach Dir nicht so viele Gedanken um Sensiometrie! Die wahre Herrausforderung kommt beim Vergrößern...wie interpretiere ich mein Negativ, welche Stimmung möchte ich erzeugen und wie bekomme ich das aufs Papier. Guck Dir mal Ansel Adams und Michael Kenna an, Vergrößern ist die wahre Kunst insofern Du ein halbwegs brauchbares Negativ dafür hast.



Liebe Grüße aus der DuKa

Dirk
´Schwarzweiss ist Farbe genug.´ B.Klemm
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#12
Zitat:... Allerdings habe ich diese ganze Testerei irgendwann verworfen und lieber richtig fotografiert ...

Ich bin diesem ganzen Thema auch äußerst zugeneigt: Experimente mit Entwickler-Film-Kombinationen finde ich einfach spannend. Auch wenn es mir - so wie Du richtig sagst, Dirk - noch nie passiert ist, daß ein Film unbrauchbar zum Vergrößern geworden wäre, juckt es mich in den Fingern, das Eintesten ernsthaft vorzunehmen. Bisher ist es bei ersten Versuchen mit Graukeil geblieben, die aber meiner Meinung nach zu ungenaue Ergebnisse lieferten. Die Kurve, die Oliver hier gezeigt hat, sieht schon sehr gut aus und ich bin dankbar für die Anregung und den Link zur Anleitung.
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#13
Sicher ist es spannend und es hilft vor allem sein Material kennenzulernen. Man sollte dabei allerdings nie vergessen, dass wir beim Testen 'laborähnlich' arbeiten und uns dies in der realen Fotografie nur bedingt nützt. Solang man nicht im Studio arbeitet und sich sein 'perfektes' Licht setzen kann, muss man in der freien Wildbahn meistens mit Kompromissen leben. Natürlich kann man jedes Blatt Planfilm einzeln und nach dem Zonensystem belichten und entwickeln, das macht bestimmt Sinn, sobald man aber mit Rollfilm bzw. Kleinbild arbeitet, finde ich ganz persönlich den ganzen Aufwand der Testerei nicht wirklich zielführend. Man belichtet zumeist einen Film mit verschiedenen Motiven, anderem Licht, Kontrastumfang usw. Da gibt es keine ideale Entwicklungszeit! Seht zu, dass die Lichter bei kontraststarken Aufnahmen nicht zu sehr gedeckt sind und die wichtigen Schatten (Empfindlichkeitsausnutzung) ausreichend Licht abbekommen und gut ist. Ich habe hier genug Planfilme im Labor liegen, nach Zonensystem belichtet und entwickelt, sensiometrisch perfekt aber auf dem Papier eben nicht mehr. Ja alles ist da, schöne Zeichnung in den Schatten, die Lichter wunderbar, alles von schwarz bis weiss. Und? Trotzdem langweilig...Wenn das Zonensystem gute Fotografien erschaffen könnte, bräuchte man sich nur 1 Stunde Zeit dafür nehmen, denn so schwierig ist es nicht zu begreifen. Wie auch immer, das ist nur meine Sicht auf das Thema, mehr nicht!



Kleiner [url="http://www.google.de/search?q=miroslav+tichy&hl=de&prmd=imvnso&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=gAaAUJyYMNDKsgbJ2oDICQ&sqi=2&ved=0CCYQsAQ&biw=1280&bih=664"]Link[/url] zum Thema Eintesten und Fototechnik. Der Mann hat seine Kameras und Vergrößerer übrigens aus Müll zusammen gebaut weil er obdach- & mittellos war. Geht raus macht die Augen auf, und erschafft etwas statt Graukarten/keile abzufotografieren. Wenn ein Foto Mumpitz ist dann nütz der beste Film, eine super Entwicklung und das ausgefallenste Zonensystem nichts. Es gibt tausende herausragender Fotografien welche unscharf, verwackelt, 'faslch' belichtet, grobkörnig, mit Lichteinfall und einer 1 Euro Kamera aufgenommen worden sind.



Auch zu empfehlen ist [url="http://www.f45.com/html/tech/index.html"]Rolfe Horn[/url]. Einfach mal auf die einzelnen Fotos klicken, dann kann man den Prozess vom rohen Negativ zum fertigen Print sehen. Da steckt allerdings kein Zonensystem sondern Kreativität dahinter.



Dirk
´Schwarzweiss ist Farbe genug.´ B.Klemm
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#14
Hallo Dirk



Du hast schon recht, Kamera nehmen und an die Frische Luft!

Ich habe nur einfach Interesse daran Film/Entwickler Kombinationen zu testen.

Des weiteren möchte ich einfach mal wissen wo der optimale Arbeitspunkt eines Filmes ist.

Ich einfach neugierig was möglich ist.

Außerdem habe ich durch die Zonenbelichtungen festgestellt das eine meiner Kameras ab <1/250 nicht mehr ordentlich arbeitet.

Mir ist es auch noch nicht passiert das ein Film nicht mehr für Vergrößerungen geeignet war.



Aber was spricht gegen einen perfekt belichteten und entwickelten Film - auch wenn die Bilder auf diesem den Kunstpreis der Müllabfuhr verdienen ;-)



LG Oliver
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#15
[quote name='Olivinyl' timestamp='1350627049' post='14855']



Außerdem habe ich durch die Zonenbelichtungen festgestellt das eine meiner Kameras ab <1/250 nicht mehr ordentlich arbeitet.



[/quote]



Und wenn ich Dir sage, daß eine Blende auf- oder abblenden nicht zwangsläufig genau eine Blende ausmacht und bei meinem AF Nikkor 1,4 / 50 zwischen 1,4 und 2 beispielsweise nur eine halbe Blende Unterschied ist? Und nicht nur bei MEINEM!

Wenn man das nicht weiß, und bei einer Testreihe die 1/250 auf die Blende 1,4 fällt, würde man sicher daraus schließen, das die 1/250 nicht paßt, oder?

Siehste, da gibts SO viele Dinge, an die man denken muß. Und wie überprüft man sowas? Fragen über Fragen....

Aber tröste Dich. Wie Du siehst, habe ich das auch schon alles durch. ;-)
Gruß,

S.

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#16
Hallo,



um die Blende 2,8 bis 1,4 bei dem ML 50 1,4 passt es (im vergleich zu einer anderen Kamera mit 80mm 2,8, mit selben Film in der gleichen Dose entwickelt) Die Kamera schafft es scheinbar nicht mehr die Blende im Objektiv bei kürzeren Zeiten zu schließen.

Die Fehler sind bei 1/250 und um die Blende 5,6 aufgetreten. Anderes Objektiv drauf und 2. Versuchsreihe gestartet. Das gleiche Problem und sofort gelöst, denn ich habe die Kamera als Teileträger geopfert.



Die Bilder und deren Entstehung von Rolfe Horn ist sehr interessant. Gerade das Bild mit den Bergen im Hintergrund, was aufeinmal alles zu sehen ist... Klasse!



@Sputnik: Nikon 50mm 1,4D oder G. Welches würdest du empfehlen? Meine Nikons (Analog & Digital DX & FX) können mit und ohne Objektiv AF-Motor.
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#17
[quote name='pittyman' timestamp='1350567659' post='14851']

Auch zu empfehlen ist [url="http://www.f45.com/html/tech/index.html"]Rolfe Horn[/url]. Einfach mal auf die einzelnen Fotos klicken, dann kann man den Prozess vom rohen Negativ zum fertigen Print sehen. Da steckt allerdings kein Zonensystem sondern Kreativität dahinter.

[/quote]



Das hört sich bei Rolfe Horn aber anders an!

Zitat : [size="-2"][color="#9c9790"]I am not going to delve into film exposure and development in this section because Ansel Adams covered the subject very well in his book, The Negative. I will say that I use a modified version of the zone system that I call the tone system.[/color][/size]
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#18
Hallo Olivinyl,



die gezeigte Kurve sieht für den TMax100 doch grundsätzlich recht gut aus. Der Film zeigt eine etwas andere Kurvenform als die "Ideal-Linie". Bei den Lichtern liegt die Kurve immer etwas darunter. Das ist eine Eigenschaft des Films, die viele Fotografen schätzen. Im Gegensatz dazu liegt der Tmax 400 sehr dicht an der Ideal-Kurve und die Kurve zeigt bis in die hohen Lichter einen recht geraden Verlauf.



Ich nehme an, das 5x Kippen alle 30 Sek. ist nach dem von Kodak vorgeschlagenen Verfahren erfolgt. Ich würde entweder mal eine Minute länger entwickeln oder alle 30 Sek. 3x kräftig kippen. Kräftiges Kippen wirkt sich bei vielen Filmen hauptsächlich bei den Lichtern aus. Flachkristaller reagieren deutlich empfindlicher auf Änderungen der Entwicklungsparameter als herkömmlich SW-Filme. Dann sollten die Ergebnisse passen und die Negativ sollten ordentlich werden.



Beste Grüße,

Otto!
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#19
Hallo zusammen,



Ich habe alle 30 Sek. 5x kräftig innerhalb von 5 Sek. gekippt.

Ich werde den nächsten mal eine Minute länger entwickeln.

Ich habe den Film bei Zone 5 auf 50 ASA belichtet und komme auf 17,3 Din.

Ist das normal für den alten Tmax (Restposten aus der TK -18°C seit 1994)?



Ist es denn normal beim eintesten alle Filme um 3 Din-Stufen geringer als angegeben auf Zone 5 zu belichten?

Würde ich ebenfalls auf 17,3 Din kommen wenn ich den Film auf 21 Din in Zone 5 belichte und ausmesse?



LG Oliver
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#20
[quote name='Olivinyl' timestamp='1351140430' post='14878']

@Sputnik: Nikon 50mm 1,4D oder G. Welches würdest du empfehlen? Meine Nikons (Analog & Digital DX & FX) können mit und ohne Objektiv AF-Motor.

[/quote]



Das darfst Du mich nicht fragen. Ich nutze keinen AF und HASSE Objektive ohne Blendenring, weshalb ich die F100 auch auf "Blendenvorwahl am Objektivring" eingestellt habe.

Wenn man jedoch mit AF arbeitet und es einem egal ist, wie und wo man die Blende einstellt, ist das G sicher die bessere Wahl.

Ob ein Objektiv unter bestimmten Aufnahmesituationen dann einen Tacken schärfer oder unschärfer ist, habe ich noch nie getestet, denn es hat mich noch nie gejuckt.

Ob ein Foto gut oder schlecht ist, hängt DAVON am allerwenigsten ab. :-)
Gruß,

S.

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