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Adox NC17
#1
Hallo Mirko,

ich habe gerade etwas auf der Adoxseite herumgestoebert und bin ueber die alten [url="http://www.adox.de/UeberADOX/Ueber%20ADOX.html"]Colornegativfilme[/url] gestolpert. Den NC17 konnt man wohl auch selber entwickeln.

Meine Frage an Mirko ist, ob er jemals damit zu tun hatte und ob die Rezepte/Maschinen dazu noch existieren. Gleiches interessiert mich fuer den C15. Auch wuerde mich interessieren, wie die Farben dieser Filme aussahen. Gibt es da im Fundus von Adox noch alte Aufnahmen?



Wenn du mal Zeit hast, wuerde ich mich ueber eine Antwort freuen.

Timgruss
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#2
Hallo Tim,





der ADOX unterschied sich im Bildergebnis nicht wesentlich von den damaligen Filmen der Agfa, Kodak und Ilford (ja die Briten hatten da auch eigene Farbfilme). Aus heutiger Sicht würde man sagen sehr natürliche Farben aber untersättigt/dezent.



Die Rezepturen sind z.B. bei Ilford noch verfügbar aber das nutzt einem gar nichts.

Von den gelisteten 300 Inhaltsstoffen kann man vier (Wasser, Silbernitrat, Kaliumbromid, Gelatine) noch kaufen. Der ganze Rest müsste neu hergestellt werden und da liegt der Hund begraben.

Mann munkelt, dass ADOX daran gescheitert ist. Das eigene System war so kostspielig aufrecht zu erhalten und die Agfa hatte über die Kodak Farbkuppler-Lizenz zusammen mit Kodak den Kampf um die Labore gewonnen.

ADOX war isoliert und die Farbstoffsynthese so teuer, dass die Absatzmengen (millionen-Stückzahlen, nicht wie heute Kleinstmengen) eine Weiterführung des Bereichs Amateurfilm nicht mehr zugelassen haben. S/W hat es dabei damals mit erwischt.



Viele Grüße,



Mirko
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#3
Danke fuer die Geschichtsstunde, Mirko.

Ist dann doch immer wieder erstaunlich, wie aufwendig so ein Film ist.
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#4
Ist nicht so aufwendig. Einen Intel Pentium Dual-Core herzustellen ist aufwendiger.

Zwei Solarfabriken in Frankfurt/Oder erst zu fördern und dann pleitegehen zu lassen ist auch aufwendiger/teurer.

Es ist eine Frage von Absatzmenge, Preis und Marktpotential.



Viele Grüße,



Mirko
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#5
Hallo Tim und Mirko,



Spannend die Geschichte!

Dabei f?lt mir ein, mein Vater war fr?her viel auf Montage, und so kam er mal zu einer graphischen Kunstanstalt, da sah er wie die Mitarbeiter von den Glaplatten die Emulsion abkrazten (Die Platten waren bei repro oft Mehrere Meter auf meherer Meter gro?im Technik Muesum Speyer kann man solche Kameras noch sehen) wenn die Aufnahmen nichts geworden sind, um die Glasplatten wieder zu verwerten.

Nur wenn es so kompliziert ist Emulsionen zu fertigen wie kamen die zu ihrer Emulsion? Selbst machen ging kaum wenn man es aus heutiger Sicht betrachted. Oder war das alles Zukauf von Agfa, Kodak, 3M (Scotch, Solaris letzter haben noch eine Homepage in Japan, aber ob Solaris auch da drinsteckt wo es drauf steht , wer wei?es) Sakura, Konika, etc. ?





Gru?Achim
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#6
[quote name='Mirko Boeddecker' timestamp='1335539019' post='14097']

Ist nicht so aufwendig. Einen Intel Pentium Dual-Core herzustellen ist aufwendiger.

[/quote]



Hallo Mirko,

ich meinte weniger das Verfahren als die vielen Inhaltsstoffe und dern Nichtverfuegbarkeit.



Timgruss
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