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Fuji Neopan 1600 und Adofix?
#1
Hallo miteinander,



ich habe einen Fuji Neopan 1600 in Adonal 1:25 5 min lang entwickelt (auf die vermutlich kommende Frage: Filmkorn war beabsichtigt), zwischengewässert und anschließend mit Adofix behandelt. Beim Ausgießen des Fixierers trat eine dreckige, rotstichige Brühe aus. Ich nahm dann die Schlusswässerung mit 4 statt 3 Chargen Wasser + 1 Charge Netzmittel (Mirasol) vor, danach war die austretende Lösung wieder klar.



Der resultierende Negativstreifen war bis auf einige schwarze "Placken" gänzlich transparent und wies keine Zeichnung mehr auf, ganz als ob das Adofix die Schicht komplett abgewaschen hätte.



Im Anschluss daran verarbeitete ich einen HP5+ in ähnlicher Manier (Adonal 1:50, 11 min) und erhielt ein hervorragendes Ergebnis, die Chemikalien scheinen also in Ordnung zu sein.



Kennt jemand diesen Effekt? Verträgt sich der Neopan mit dem Fixierer oder dem Entwickler nicht? Habe ich einen defekten Film erwischt?



Für Anregungen in jeder Form dankbar zeigt sich

mit freundlichen Grüßen



Amy
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#2
Hall?e!



Erstmal nat?rlich herzlich willkommen.



H?t sich an, als ob du erst den Fix und danach den Entwickler an den Film gelassen h?test. Das ist sogar mir schon passiert, und ich bin der Welt zuverl?sigster Laborant...

Ich darf mal annehmen, da?auch keine Randnummern mehr da waren?



Den Neopan 1600 kenn ich nicht pers?lich, aber da?der ausgegossene Entwickler diverse Farbstiche annehmen kann, ist bekannt. Das ist der abgewaschene Lichthofschutz.



Einfach nochmal einen Film durchlassen und genau aufpassen, denn: nein, das gibts nicht, da?der Fix deinen Film fri?.



?rigens, dreimal Wasserwechseln erscheint mir eh zu wenig, gerade hochempfindlicher Film braucht schon deutlich mehr. Schau mal nach "Ilford-Methode".



Hoffentlich hast du nicht die Bilder deines Lebens ruiniert...



liebe Gr??





Frank
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#3
Hallo Frank,



vielen Dank f?r Deine Antwort!



[quote name='Tandemfahren' timestamp='1295799494' post='13047']

Ich darf mal annehmen, da?auch keine Randnummern mehr da waren?

[/quote]



Doch, die Randnummern sind noch da.



[quote name='Tandemfahren' timestamp='1295799494' post='13047']

?rigens, dreimal Wasserwechseln erscheint mir eh zu wenig, gerade hochempfindlicher Film braucht schon deutlich mehr. Schau mal nach "Ilford-Methode".

[/quote]



Genau die Ilford-Methode nehme ich ja ?blicherweise. Das sind drei Wasserwechsel (5/10/20x kippen, dazwischen ausgie?n, neu bef?llen). Ich habe zur Sicherheit und zum Aussp?len der Farbbr?he den vierten hinzugef?gt.



[quote name='Tandemfahren' timestamp='1295799494' post='13047']

Hoffentlich hast du nicht die Bilder deines Lebens ruiniert...

[/quote]



Das waren Fotos von einem Konzert. Kann man mal wieder machen, kein Thema.



Liebe Gr??,



Amelie
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#4
Guten Abend Amelie,



wenn die Randnummern lesbar sind, war meine Vermutung falsch. Ein unentwickelter Film ist nach dem Fixieren blank, da der Fixierer alles unentwickelte Silbersalz ausw?cht, also auch die Nummern.



Da stimmt noch was anderes nicht, das ist aber aus der Ferne nat?rlich kaum zu beurteilen. Ein blanker Film MIT Nummern ist entwickelt, aber nicht belichtet. Das hatte ich mal mit einer geschonken gekrochenen Yashica, die den Film "verkehrtrum" aufwickelt. Falsch eingef?elt--nicht transportiert--nicht belichtet-- Film blank, aber mit Nummern.





Nochmal zum W?sern: das ist die absolute Untergrenze f?r niedrigempfindliche Filme. Ich hab mal einen Untersuchungsbericht von einem Studenten gelesen (wo wei?ich nicht mehr), der sich die M?he einer schier endlosen Versuchsreihe gemacht hat.

Seitdem w?sere ich alle Filme 5-7-10-14-20-28-40+ Netzmittel ( bei 250ml/Film), was f?r niedrigempfindliche ganz sicher Overkill ist, aber auch nicht wehtut.



Nicht alle Konzertfotos kann man mal wieder machen. Ich hab Bilder auf Konzerten vermurkst, da k?nt ich heute noch heulen; noch andere hab ich gar nicht erst geschossen, das ist noch schlimmer: kennst du die franz?ische Zigeuner/ Jazzgruppe "Bratsch"?

Die sind so alt, wer wei?schon ob die?s ?berhaupt nochmal nach Deutschland schaffen?



Wie gesagt,la?noch einen Film durch,es m??e schon mit dem Teufel zugehen-- ist ja keine Space-Shuttle-Wissenschaft nich...





Herzliche Gr??



Frank
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#5
Hallo Amelie,



wenn die "schwarzen Placken" ungef?r da sind wo die Scheinwerfer auf dem Konzert waren, w?rde ich sagen der Film war unterbelichtet. Also so eine Geschichte wie falsche ASA Zahl eingestellt oder so. Es gibt bei Messsucherkameras auch noch die Variante Objektivdeckel vergessen abzunehmen.



Gruss Sven.
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#6
Wie Sven schon sagte sieht das nach einer gnadenlosen Unterbelichtung aus. Das kann so kommen: Wenn man den NP1600 in Rodinal entwickelt erreicht man eine Empfindlichkeitsausnutzung von etwa 400 ASA. Oder andersherum, der Rodinal ist für den NP1600 nicht so richtig geeignet.



Wenn dann möglicherweise der Belichtungsmesser auf 1600 ASA eingestellt wurde, hat man schon eine Unterbelichtung um zwei Blendenstufen. Wenn dann möglicherweise noch Scheinwerfer im Bild zu Fehlern bei der Belichtungsmessung geführt haben, kann man leicht die beschriebenen Negative erhalten.



Ein geeigneter Entwickler für den NP1600 wäre z.B. der A49 (ATM 49). Aber selbst dann kommt man nur auf "echte" 800 bis 1000 ASA. Steht im NP1600-Datenblatt leider etwas verklausuliert. In den Diagrammen am Ende des Datenblattes liefert Gradient G etwa 0,6 die "richtige" Entwicklungszeit und daraus kann man dann Rückschlüsse auf die Empfindlichkeit ziehen. Praktisch alle sog. höchstempfindlichen SW-Filme erreicht nur eine echte Empfindlichkeit von 800 bis 1000 ASA.



http://www.fotoimpex.de/shop_system/imag...nblatt.pdf



Beste Grüße,

Otto!
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