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Voll-analoge automatische Farbfoto-Prozessierung in N?rnberg/Umgebung?
#1
Hallo Leute,



diese Woche habe ich nach vielen Jahren mal wieder einen Farbfilm (Fujicolor 400) verknipst zum Testen meiner neu erworbenen Pentax und war angesichts der Ergebnisse (Farbabz?ge) doch ein wenig.. sagen wir mal "erstaunt".



Die Bilder sehen aus wie mit einer billigen Handykamera geknipst: matschig, clipping, absolut unterirdisch schlechte Farben. So miese Bilder habe ich schon lange nicht mehr gesehen! Offenbar ist der Grund der heutzutage scheinbar ?bliche (und in der Qualit? stark schwankende...) digitale Zwischenschritt zwischen Negativ und Print. Im Vergleich einen Anfang der 90er noch offenbar komplett analog vergr?erten Abzug angeguckt, eine komplett andere Welt.



Gibt es in der N?rnberger Region noch Minilabs oder vergleichbares, wo man Abz?ge vom Farbnegativ noch rein analog machen lassen kann, zu bezahlbaren Preisen? Die M?lichkeit des "h?dischen" analogen Arbeitens bieten manche Fotol?en immer noch an - zu rund 6 bis 15 Euro pro Abzug. Gibt es noch Firmen die sowas halbwegs automatisiert machen so dass es wenigstens halbwegs bezahlbar bleibt?



Liebe Gr??, Berferd
#2
#3
In Köln wüsst' ich was, aber ausgerechnet in meiner Heimatstadt leider nicht... aber ein Tipp: Halte Ausschau nach Minilabs vom Typ "Agfa MSC". Zumindest die älteren (jedenfaslls das, welches mein Bekannter in Köln betreibt), arbeiten rein analog und scannen das Negativ nur für die Farbanalyse und den Indexprint. Ich könnte ihn mal fragen, ob er auch auf dem Postweg arbeiten würde.
#4
Hallo,



was Berferd beschreibt passiert tagtäglich und wird immer mehr.

Durch den generellen Qualitätsverlust beim Übergang von analog zu digital und durch wegfallen aller kalibrierbaren Standards (jede Digitalkamera rechnet ihre eigenen Farbwerte zusammen) ist die Qualität im Finishing nach unten gegangen.



Als wir bei Agfa aus der Insolvenzmasse gekauft haben, bin ich tagelang durch die Gebäude gestreift und hab mir alles angesehen. Da gab es z.B. eine ganze Abteilung die nichts anderes gemacht hat als belichtete Testfilme landauf, landab an jegliche Labore zu senden, brav zu bezahlen und nach der Rücksendung auszuwerten. Wurden Farbstiche oder Mängel festgestellt ist ein Agfa Mitarbeiter zu dem betreffenden Labor (und dabei waren Labore in Hinterpusemuckel die höchstens ein Minilab am laufen hatten) gefahren und hat kostenlos Tips und Hilfestellungen gegeben. Das Ziel war, dass jeder Agfa Kunde mit seinen Bildern hinterher zufrieden sein sollte, denn der Kunde hat ja bei schlechten Abzügen gleich vermutet dass der Film wohl schlecht war.



Durch den Wegfall der Materialkosten bei der Umstellung auf Digital ist dem Verbraucher natürlich auch so eine Dienstleitung abhanden gekommen denn die Agfa gibt es nicht mehr und ich kann mir nicht vorstellen, dass die verbliebenen Hersteller, bei dem residualen Marktniveau noch so einen Aufwand betreiben.



Da die analogen Minilabs bald nicht mehr laufen werden (wir strippen gerade unsere Colenta und bauen sie auf eine selbstgebaute manuelle Steuerung um) liegt unser Ansatz dagegen zu halten darin den Raumtemperatur Farbprozess wieder zu beleben.

Die Entwicklung von Farbabzügen ist gar nicht so kompliziert. An der Gradation kann man eh nichts ändern und die Farbpapiere sind sehr tolerant in der Belichtung.

Mit einer Grundfilterung bekommt man schon einen einigermaßen Farbrichtigen Abzug und die Feinheiten sind schnell gelernt.



Der Raumtemperaturprozess kann einfach in der Fotoschale gefahren werden, mann muss nur die zur Raumtemperatur passende Zeit aus der Tabelle raussuchen und das Papier so lange Entwickeln und danach Bleichfixieren. Das war´s. Zwei Schalen, je 90 Sekunden schaukeln und es kommt ein qualitativ hervorragender Farbprint heraus.



Wir benötigen nur einen Farbfiltersatz und den Chemiekit (in Vorbereitung). Dann kann man sofort loslegen.

Wir benötigen keine teure Farbleuchte etc. Ist alles nur Luxus.



Viele Grüße,



Mirko
#5

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