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?berlagerte SW Filme
#1
Hallo zusammen,





Frage: Wie verhalten sich v?lig ?ber- und falsch gelagerten Filme?

Und wie entwicklet man diese, damit noch bisschen was brauchbares rauskommt?



Hintergrund: ich werde mein SW-Labor wieder ausmotten und das mal meinen Kinden beibringen... Zumindest ist das die offizielle Motivation <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/wink.gif' class='bbc_emoticon' alt='B)' />



Dabei habe ich auf dem nicht isolierten Dachboden 15-20 Jahre alte SW-Filme gefunden. Also "richtig" sachgerecht gelagert,

darunter sind 2 Delta 400, 1 HP5+, 1 HP5, 1 Orwo 21, 1 FP4 , 1 tmax.... von allem etwas. Statt diese einfach wegzuwerfen - will ich diese den Kids zum Lernen geben. Hei? - das Ergebnis mu?nicht perfekt sein...sofern die Chance besteht, das bisschen was vern?nftiges rauskommt.

Da ich von jedem Typ praktisch nur einen Film habe, kann ich leider keine Testreihen machen.

Auf meiner Einkaufsliste stehen Rodinal und ATM49, ID11 ist auch noch eine Packung da.



Keine Sorge - danach wird seri? gearbeitet - 2 dutzend ADX 100 sind schon im K?hlschrank.





Vielleicht hat jemand ein paar Tips



Gru?J?
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#2
Hallo J?g,



gib den Kiddies neue Filme. Nichts frustriert mehr, als nicht sofort ein anst?diges Ergebnis zu kriegen.



Wenn Du die Altfilme wirklich noch verarbeiten willst, kommst Du um einen Ausgleichsentwickler nicht drumrum. A49 w?e da schon geeignet. Entwicklungszeit ist meistens l?ger, der Grundschleier bei den meisten Filmen d?rfte immens hoch sein.

Eigentlich hilft nur ausprobieren. Nimm einen Schnippel vom Film ab und mache damit eine erste Entwicklung. Danach siehst Du ja, ob Du den Rest l?ger entwickeln mu?.

Alles in allem eher eine Aufgabe f?r Leute mit ausgepr?terer Laborerfahrung.



Beste Gr??,

Franz
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#3
Der Grundschleier steigt an, sprich die effektive Empfindlichkeit geht etwas in den Keller, und die Filme reagieren etwas weicher.

Einfachmal probieren, ich seh es nicht so eng wie cfb. aber probieren geht ?ber studieren...und A49 ist immer gut.

Ich hab mal nen Frarbdia Film auf dem Dachboden gefunden, im Sommer gegrillt und im Winter gefroren. Ich dachte ich bek? sch? schr?e Farben, aber nix, der war top in ordnung.
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#4
...grunds?zlich geb' ich dem Franz recht - gib' dem Nachwuchs eine Chance, indem Du ihm erm?lichst, unbefriedigente Ergebnisse im n?hsten Film zu korrigieren... Es sei denn, du h?test das "abgehangene" Material gleich Kistenweise zur Verf?gung... Ich selbst fotografiere ganz gerne mit bereits abgelaufenen Filmen - insbesondere mit solchen Klassikern ?la Isopan F... Hier mal so ein Beispiel - Isopan F, Ablaufdatum Jan. 78, eingescannt mit 1200dpi, ohne Netz und doppelten Boden als "scan as it is" - also keine unscharfe Maske oder sonstige "Taschenspielertricks". Belichtet wie 25 ASA, Rodinal 1+50, 10 min. Kamera: Minolta X-700, 3.5/50 Macro-Rokkor.



[Bild: isopan.jpg]



Wie man sieht, ein absolut einwandfreies Ergebnis... Aber - auch Gl?ck gehabt - man kann nicht immer so ein Ergebnis erwarten!



Bei abgelaufenen Filmen ist es so, dass die Probleme mit der Empfindlichkeit steigen. Die Chance, dass z.B. ein zwanzig Jahre abgelaufener Ilford Pan F immer noch einwandfrei funktioniert, ist weitaus gr?er, als bei einem gleich altem HP5... Wenn ich solches Material verarbeite, gehe ich meist folgenderma?n vor:



a) Der Belichtungsmesser bzw. die Empfindlichkeitseinstellung wird um eine Stufe geringer eingestellt - also einen 21DIN Film belichte ich wie einen 18DIN-Film.



<img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/cool.gif' class='bbc_emoticon' alt='B)' /> Ich benutze meist einen "authentischen, klassischen" Entwickler wie z.B. Rodinal.



c) Bei der Entwicklungszeit halte ich mich - trotz reichlicherer Belichtung - an die Empfehlung des "Waschzettels".



Mit dieser Vorgehensweise bekam ich bisher immer gut printbare Negative - vorausgesetzt, der Film hatte au?r der ?erlagerung keine weiteren "Macken" ...



Solche "Sp?e" erweitern das Spektrum des Hobbys enorm - es ist schon etwas Besonderes, wenn sich in der Kamera aus der Wirtschaftswunderzeit auch ein "authentischer" Film befindet. Und wenn man dann noch die Motive nach "alter V?er Sitte" ausw?lt und komponiert, hat das ganze schon etws von einer "Zeitreise"...
Gruß

Wolf
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#5
Hallo J?g!



Filme niederer Emfindlichkeit k?nen auch nach langer "falscher" Lagerung noch gut verwendbar sein, vor allem wenn sie von Agfa kommen, die ja seltenst was gegen Herrn Schwarzschild unternommen haben, siehe Verl?gerungsfaktoren bei den APX. Diese Filme vergessen ihre Vergangenheit recht schnell, der Schleier steigt auch ?ber lange Zeit kaum an. Anders liegt die Situation bei den Hochempfindlichen. Ein Tri-X z.B. hat bekanntlich ein sehr gutes Ged?htnis, schon gegen Ende der aufgedruckten Haltbarkeit stieg bei mit der Schleier an. Einziger Rat: kurzes St?ck normal belichtet probeentwickeln, dann pr?fen, wie Schleier und Empfindlichkeit aussehen und die verschleierten zum ?en der Handhabung von Dose usw. nehmen.



Gru?Wolfgang
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#6
Danke das ist schonmal sehr hilfreich,



also Franz und Wolf haben mich mit dem Argument der Erfolgserlebnisse f?r die KIDs ?berzeugt... und nachdem heute meine Tochter von DM-Drogerie das Regal mit den letzen 6 APX100 leergekauft hat - die werden dort f?r 1,45
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#7
Multigrade Papier: W?rde sagen, ist wahrscheinlich hin?ber. (20 Jahre + Hitze im Sommer) Ausprobieren kostet nur einen Versuch. Hab mir bei ebay mal ?teres Multigrade (noch MG III) mitgeangelt, flau und grau.

Wenns nicht unbedingt Warmt?ig sein soll: Adotol konstant ist auch nicht von schlechten Eltern... h?t verdammt lang...



Gr??

Bernhard
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#8
Hallo Bernhard,



beim MG-IV gebe ich Dir v?lig Recht. Das d?rfte mit gewissem Schleier behaftet, in jedem Fall aber windelweich sein. Filtern hilft da nichts mehr, weil der "harte" Bestandteil der Emulsion tot ist.



Das einzige Papier, was derartig lange Lagerung nach meiner Erfahrung st?ungsfrei ?berlebt, ist uraltes, festgraduiertes und cadmiumhaltiges Baryt. Agfa Lupex z.B., da liegen hier noch Reste aus den allerersten Chargen rum und taugen wie am ersten Tag (im Vergleich zu den Bildern, die Urgro?ater damals damit machte).



Beim Entwickler hilft ausprobieren. Nicht in jedem Warmtonentwickler stellt sich bei aktuellen Papieren der gew?nschte Warmton ein. Je nach Entwickler und Papier ist zwischen dem Farbton frisch erbrochener Erbsensuppe (andere finden das schick) und fast keinem Effekt (andere finden das wieder schick) alles drin.



Beste Gr??,

Franz
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#9
Hallo!

Ich (!!Neulingsalarm!!) hab auch voller Aufregung einen schwung der Klassiker (abgelaufen in den frühen 00er Jahren) erstanden, aber ich komm fast nicht bis zu dem Punkt andem ich mich über die Entwicklung beschweren könnte, ich kämpfe (nur bei den alten, bei den neuen klappts problemlos) schon damit, die Filme in die Spule (Kaiser und Paterson) zu bekommen.

Meist kurz vor der letzten Runde (geraten) ist Schluss und der Film geht nicht weiter und wirft Falten. Kaiser geht gar nie, bei Paterson hat man irgendwann, nach dem 10.Mal wieder ausfädeln mal Glück...

Spinn ich oder ist das die Mondphase ( Tongue ) oder gibts da einen Trick, den ich noch nicht kenn?

Dank und Gruß, tschackmack

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#10
Aber Ausgleichentwicklung würde ich grade nicht machen !!!!! Sondern wie schon empfohlen reichlicher belichten und mit kräftigerem Entwickler kurz entwickeln. So bleibt der Grundschleier in Grenzen und das Korn fein. Also lieber D76 stock etc. verwenden. A49 stock mag auch gehen, der ist aber von Hause aus ausgleichend. Rodinal 1:25 kann auch funktionieren.
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