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Filmw?serung mit JOBO Kaskade?
#1
Hallo!



Ich habe mir letztens f?r meine JOBO Entwicklungsdose diese JOBO-Kaskade zur Filmw?serung zugelegt.



Man kann diese an den Wasserhahn anschlie?n, nur wie bekommt man damit das Wasser vern?nftig temperiert?



So richtig auf 20 ?C habe ich das nie richtig hinbekommen. Kann mir da jemand Tipps f?r geben?

Oder reicht es vielleicht da so ungef?r die Temperatur zu treffen?



Danke, Max
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#2
Hallo Max,



passt schon wenn du so etwa die T triffst, die meisten Emulsionen sind da eher unempfindlich.



Ausnahme sind die ?teren Emulsionen wie bei den Efke ... da kann es schon passieren das du so etwas wie ein Ruzelkorn bekommen kannst, aber bis jetzt bei mir nur mal und dies bei einer Wasser T unter 10 Grad.



Gruesse,



St?hane.
Es ist nicht genug zu wissen, man muss

es auch anwenden.

-Goethe-
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#3
Hallo Max,



ich w?sere auch mit der Jobo-Kaskade, und mit der temperierung geht das ausgzeichnet. Ich drehe erstmal den Wasserhahn so auf, dass die Wassermenge schon in etwa passt. Und dann erst die Kaskade bei laufendem Wasser in die Jobo-Dose stecken. Oben, wo das Wasser wieder aus der Dose rauskommt, lege ich ein Thermometer rein. Ich habe einen Wasserhahn mit Mischbatterie und Boiler. Wenn nun die Temperatur steigt, drehe ich die Maschibatterie etwas in Richtung kalt, und wenn die Temperatur sinkt, dann eben umkehert. Funtioniert wirklich einwandrei.



Chris
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#4
Max,



falls Du (wie ich) Durchlauferhitzer hast: schmeiss die Kaskade weg.

Auch in der alten Wohnung mit Fernw?me war mir das Ding schnell zu bl?. Wenn ich auf die Temperatur achtgeben und daher w?rend der W?serung aufpassen muss, dann kann ich direkt mit deutlich weniger Wasser die Ilford-Methode anwenden.



Gruss,



JP
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#5
Hallo!



Ja, ich habe auch einen Durchlauferhitzer der die Temperatur nicht zuverl?sig halten kann. Ich habe, selbst wenn ich auf die Temperatur acht gebe, immer erhebliche Schwankungen drin.



Ich habe jetzt einen Test gemacht. Einmal recht kalt gew?sert ohne die Temperatur wirklich zu kontrollieren. Und einmal "per Hand" mit genau 20 ?C. Auf den negativen sehe ich keine Unterschiede. Ich werde heute mal Prints machen.



Was ist denn die Ilford Methode bei der W?serung?



Gru? Max
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#6
?licherweise wird beim W?sern eine Temperaturkonstanz von +-5? Celsius zum ?brigen Prozess gefordert (also bis zu 15, bzw. 25 Grad, wenn man mit 20 Grad entwickelt und fixiert hat) Das ist erstmal eine deutlicher Unterschied, der in den meisten F?len beherrschbar sein sollte. Es geht dabei wohl darum Runzelkorn zu verhindern, da?entstehen kann, wenn sich Schicht und Emulsion durch pl?zliche Temperaturschocks unterschiedlich schnell ausdehnen/zusammenziehen.



Ich habe irgendwo aber auch mal einen Thread gelesen, wo jemand - zu Lehrzwecken- versucht hat Runzelkorn zu provozieren. Es ist ihm nicht gelungen. Die meisten moderneren Filme sind daf?r wohl einigermassen unempfindlich.





Ilford-Methode geht ungef. so:

- Nach dem Fixieren, Dose einmal mit Wasser f?llen und wegsch?tten (um oberfl?hliche Fixiererreste auszusp?len) .

- Dose neu f?llen, 5 mal kippen, ausgie?n.

- Dose neu f?llen, 10 mal kippen, ausgie?n.

- Dose neu f?llen, 20 mal kippen, ausgie?n.

- Dose neu f?llen, 20 mal kippen, ausgie?n.

- Fertig.





Gerd
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#7
Hallo,



Das Problem bei kaltem Wasser ist nicht so sehr das Runzelkorn. Das habe ich noch nie erlebt. Das Problem ist eher das Auswaschen des Fixierers. Bei kalten Temperaturen dauert das erhelblich l?ger als die empfohlenen 5 Minuten. Das macht die Archivfestigkeit der Negative nicht kalkulierbar. Deshalb habe ich die Jobo-Kaskade bei mir nicht mehr im Gebrauch.



Stattdessen nehme ich einen Eimer Wasser, den ich eine Weile stehen lasse, bis er sich auf 20 Grad temperiert hat. Dann arbeite ich nach der Ilfordmethode. Das dauert zwar l?ger, ist daf?r aber sicherer.



Gru?

Renate
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#8
Die Cascade (so schreibt sich das Ding bei Jobo) macht Sinn, wenn man es sehr eilig hat (wie einst die Presselabors) und die Wassertemperatur einigermassen im Griff hat. Ansonsten sind die Eimer/Waschbecken usw. Methoden vorzuziehen.



Runzelkorn hatte ich zuletzt 1979 bei Panatomic-X. Da hats die Schicht in lauter kleine Dreiecke zerrissen.



Gru?Wolfgang
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#9
Votiere auch f?r die "Ilford"-Methode, wie oben beschrieben; (ich mach das nur ?ter...doppelt h?t besser)

Cascade: Hab ich mir auch mal angeschafft, werde ich demn?hst zusammen mit meinem Filmabstreifer (Dinge die meine Laborarbeit nicht erleichtert haben) in die Bucht werfen...
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#10
Moin,



irgendwo damals, in zwei anderen Foren, vor der 301. Wiederholung dieser alten Gebetsm?hle, habe ich es mal vorgerechnet, wie W?serung sinnvoll ist und was man dabei zeitlich so beachten sollte. Handhabungssicher an einem nachvollziehbaren Beispiel.



Hier nur folgende Hinweise:

- Es geht um L?ungen von Substanzen in Wasser (deshalb ist der Spruch mit den schweren zu Boden sinkenden Fixiersalzen schlichtweg Bullshit. Man gie? mal Kochsalzl?ung in Wasser und betrachte durch das Glasgef?, wie das nach einiger Zeit so aussieht: Eben: Homogen. Und auch an der Oberkante der L?ung schmeckt's genauso salzig wie die "Bodenprobe").

- W?serung ist ein diffusionskontrollierter Mechanismus.



Damit geht es um Konzentrationsgradienten (damit wird "langsam oder schnell sp?len" belanglos, wichtig bleibt "sp?len") und Temperaturgradienten.



Nach Berechnung und entsprechender Unterst?tzung durch chem. Analyse komme ich zum Schlu? da?die Temperatur eine ziemlich untergeordnete Rolle (soll hei?n: bei der Filmw?serung geht es um den eben zweistelligen Sekundenbereich bei 10?C Temperaturdifferenz zwischen 10?C und 20?C) spielt.

Die Temperatur wird nat?rlich beim Gradienten zwischen 0?C und 10?C aus anderen Gr?nden f?r Hochgebirgslaboranten interessant. Die m?ssen sich dann mit der instation?en Diffusion rumschlagen, dies gemeinerweise zus?zlich zur Frage, ob der Propankocher beim vorhandenen Luftdruck ?berhaupt noch z?nden *kann*.



Mal restlos vom Glauben, von der Liebe alteingesessener Prozesse, dem H?ensagen aus der Literatur freigemacht: Selbst die "Ilford-W?serung" mit 10?C kaltem Wasser ist schon zuviel des Guten. Und irgendwelche W?serungsmaschinen sind ?berfl?ssig, wenn man jeden Print einzeln w?sert. Dazu braucht man f?r einen 30x40 Baryt-Lappen unter ung?nstigen Bedingungen (High-Key-Print auf silberreichem Papier) keine 500ml Wasser. Alles dar?ber hinaus ist Gewissensberuhigung und hat eher mit Parapsychologie denn mit photographischer Chemie zu tun.



Allerdings findet man derartiges nicht im Gebetbuch, sondern nur durch anst?dige Analytik heraus. Also mit B?rette und Ma??ungen sowie dann und wann einer ordentlichen Spektrometrie. Das hat kaum ein Glaubensj?nger der W?serung gemacht. Eder hat es angefangen, ab da regierten Trivialschriften wie beim "Eisen im Spinat". Ein Autor schrieb vom n?hsten ab.



Beste Gr??,

Franz (Chemiker, hat es zertifizierungsfest ausgetestet)
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