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Rodinal
#1
Hallo,



kann jemand meine Vermutung bestaetigen, dass Rodinal bei einigen Filmen eine "Desensibilisierung" bewirkt.

Wenn ich Filme, gaenzlich ausgenommen seien Agfa und Ilford, darin entwickle bekomme ich einfach fast immer Gruen wie Schwarz und Himmel ohne Zeichnung.

Ohne dass der Kontrast an sich zu hoch waere, bei Motiven ohne Blau ist alles wieder normal.

Konkret genannt sei Fortepan und Kodak, bei denen das so wirkt, wie geschildert.

Jedenfalls bestehen meine Bilder dabei ziemlich aus dunkelgrauen tonwerten und hellen Lichtern, die Mitte fehlt.



Otto
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#2
Otto,



wie soll das gehen?



Die Sensibilisierung greift bei der Aufnahme - durch Abstimmung der Emulsion mit Hilfsstoffen wird bestimmt wie der Film auf welches Spektrum reagiert, der Entwickler spricht dann nur noch auf "belichtet" und "unbelichtet" an und reduziert das belichtete Silberhalogenid.



Habe nie von so etwas gehoert, nie so etwas gesehen und kann es auch nicht nachvollziehen.
Und weg,

Roman
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#3
Hallo Otto,



so rein physikochemisch hat der Roman v?lig recht. Der Entwickler als bl?es autokatalytisch gesteuertes Reduktionsmittel geht nur auf das los, was er angreifen kann. Also auf belichtete Silberionen, wo schon ein paar physikalisch (durch Lichteinwirkung) "entwickelte" Silber-Cluster vorhanden sind.

Funktionsbedingt (und da haben die G?ter ausnahmsweise mal keine Interpretationsm?lichkeit vor die Wissenschaft gesetzt) ist ein Entwickler "farbenblind". Entweder der Film ist blind, oder er wurde vergewaltigt (=?berentwickelt). K?nte es sein, da?Du Deine Filme einfach zu lange badest, diese folglich zu steil werden und Du deshalb die ber?hmten "Tonwerte" vermi?? "Die Mitte fehlt" deutet n?lich genau darauf hin.



Im ?brigen ist -wenn nicht grad ein relativ rotblinder Efke/Adox im Ger? steckt- der orangene Filter ab und an recht geeignet, Zeichnung in den Himmel zu kriegen. Oder auch die ganz klassische "Nachbelichtung" im Labor.



Beste Gr??,

Franz
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#4
Franz, Roman,



ich bin kein Chemiker, aber ich sehe das anders, denn die unterschiedlichen Sensibilisierungsfarbstoffe, reagieren vielleicht doch unterschiedlich auf verschiedene Entwicklersubstanzen.

Ich zweifle Eure chemischen Fachkenntnisse sicher nicht an.

Wenn man eine Efke 50 Packung auswertet, dann gibt ja Efke auch je nach Entwickler andere Empfindlichkeiten zu Kunst- und Tageslicht an.

In manchen hat er bei Kunstlicht gleich viel DIN wie bei Tageslicht und in anderen nicht, das scheint mir doch eine gewisse Beeinflussung der Chromasie zu sein.



Roland
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#5
noch etwas



Franz,



ich benutze gerne efke und Orangefilter, kein Problem +1,5 - 2 Blenden, ich glaube Du nimmst Rodinal, ich ID 11, vielleicht ist das wirklich so, das Rodinal nach orthochromatisch oder unsensibilisiert verschiebt.



Roland
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#6
Hallo Roland,



das h?gt einzig und allein mit der Sensibilisierung des Films zusammen. Es gibt *keinen* Entwickler, der darauf Einflu?nehmen kann. Wie auch?

Ein Entwickler ist ein Reduktionsmittel mit einem bestimmten Redox-Potential, was so gelegt wird, da?man durch physikalisch entwickelte Silberkeime (=Latentbild) katalysiert Silberionen reduziert. Weiter macht die Suppe nichts und von Sensibilisierungsfarbstoffen merkt sie nicht einmal etwas.



Gerade bei den Efkes wird die Sensibilisierung sch? deutlich gemacht: Im w?meren Kunstlicht wird eine geringere Empfindlichkeit angegeben, eben weil der Film nicht ganz so rotempfindlich ist. Ich finde das sehr fair und ehrlich vom Hersteller. Orangefilter nehme ich auch ab und zu, aber das dr?ckt den 50er soweit, da?es mir keinen Spa?mehr macht. Da sind schnell ein bis zwei Sekunden zusammen.

Das h?gt aber absolut nicht mit dem Entwickler zusammen. Ob Rodinal, ID11, Nescaf? V?lig egal, was die Sensibilisierung anbelangt.



Beste Gr??,

Franz
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#7
Franz,



ich habe eine KB 50 Schachtel aufgemacht, da steht



FR3 tageslicht 50/18 Kunstlicht 50/18

FR14 80/20 50/18

FR16 50/18 50/18

FRE24 160/23 100/21



das wundert mich, nicht die Differenz zwischen kunstlicht und Tageslicht sondern die Abweichung.
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#8
Nehmen wir doch mal folgendes an, es handelt sich um einen Zweischichtenfilm und beide Schichten sind unterschiedlich sensibilisiert, dann ist doch klar dass beide Schichten divergierend auf den Entwickler reagieren und sich ein anderer Bildeindruck ergibt.

Wie das bei einem / angeblich / einschichtigem Film mit unschiedlichen Farbstoffen ist, kann ich nicht beurteilen, aber mir scheint es immerhin denkbar.



Roland
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#9
Roland,



das klingt plausibel, deine Idee.



Otto
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#10
tach franz



bin endlich mal wieder online und nun das!

nescafe! also bisher hab ich immer rodinal in allen variationen genutzt und jetzt das!

gib mal die zeiten. meine filme zur zeit kodak trix320, hp5+, acros, techpan, ilford und kodak 3200.

bin mal gespannt!



andreas <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/biggrin.gif' class='bbc_emoticon' alt='Big Grin' />



ich bin so klein und werd es immer bleiben
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