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Rollei R3
#1
Hallo,

was sind eigentlich die Nachteile des r3?

Ich habe mir im Fotoimpex-katalog mal die Beschreibung angeschaut, und

die Angaben klingen vielversprechend:

- Belichtung 25-6400 ISO

-die M?lichkeit der Dia-verarbeitung (habe ich im Forum erfahren)

Ist das ein Film f?r alle Zwecke oder ist die Leistung zu schlecht?

Woher bekommt man die Entwicklungsangaben?



Danke,



Bene
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#2
Bene,



die Nachteile sind schnell genannt, der Film erreicht die Ergebnisse der jeweiligen Spezialmaterialien nicht ganz, er kostet das doppelte bis dreifache eines Standarfilms, oder du kaufst gleich 5 von Mirkos preiswertesten Filmen.

Und ganz wichtig, jede Empfindlichkeit hat seinen Entwickler und seine Zeit, du kannst also nicht nach zehn Bildern sagen, nein ich brauche doch 33 und nicht 15 DIN, es sei denn du zerschneidest den Film.

Warum kaufen, wenn dann weil es ein DEUTSCHER (???) Film ist auf dem auch noch ROLLEI (!!!) steht, aber ansonsten?



Roland



PS: Der letzte Satz sollte eine humoristische Einlage sein, nicht mehr und nicht weniger.
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#3
Hallo Bene



"was sind eigentlich die Nachteile des r3?"



Die Nachteile liegen bei 25, 50, 100, 400, 800, 1600, 3200 und 6400 ASA.

Will sagen: es gibt meiner Meinung nach f?r jeden Empfindlichkeitsbereich eine bessere Alternative.

Gut brauchbar ist er zwischen 320 und 800 ASA, aber das schafft nun wirklich jeder 400er auch.



Gr??

Elmar
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#4
Mit den Entwicklerangaben ist das so eine Sache, da der Film teuer ist wird er meist von Leuten gekauft die nicht auf den Euro gucken und sich die passende Chemie gleich mit kaufen.

Passend hei? hier nur das die Zeiten schon eingetestet sind. Alle anderen Entwickler funktionieren auch aber man mu?halt ein wenig herumprobieren bis es passt.

Ich halte diesen Film nach vor f?r super, da er neben der Dia Eignung bis in den IR Bereich sensibel ist. Ich habs mal ausprobiert, wenn man bei IR von etwa 7-10 Din ausgeht funktioniert das gut. Besser wie dem Ilford SFX.

Es w?e nat?rlich sch? wenn sich der Hersteller einem kr?tigen Preisnachla?erm?lichen k?nte. Aber auch andere (Spezial)filme wie zb. Skala oder Kodakt HSIR sind nicht gerade billig. Au?rdem wird dieses Film auf Archivsicheres Polyester gegossen w?rend anderes auch nicht gerade billiges Material nach wie auf Acetat Tr?er gegossen wird.
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#5
Hallo Bene,

also ich habe den Cube 400 C (= Rollei R3) als 4x5" Planfilm gehabt. In A49 bei 400 ASA war er wesentlich grobk?niger als ein HP5+. Die IR Empfindlichkeit konnte ich ihm mit einem 715 nm Filter nicht entlocken weder bei 12 noch bei 6 ASA (und das zur besten IR Zeit im Fr?hjahr mit frischem Blattgr?n und am sp?en Nachmittag). Der Tr?er ist ziehmlich biestig, soll hei?n, er wollte nicht in die Jobo Planfilmspriale und in die Kasetten lie?er sich auch schlecht laden - war wohl etwas ?berma?g geschnitten.

Solange ich den HP5+ in 4x5" kriege, bleibe ich wohl bei dem.

Viele Gr??

Robert
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#6
Hallo Bene,



der R3 hat nur einen wirklichen Nachteil: Er ist teurer als andere Filme. Die Vorteile ?berwiegen jedoch. Ich arbeite mit dem R3, seit er als Cube 400c, noch blaue Unterlage mit Hang zum Drehen etc., herauskam. Ich verarbeite den R3 haupts?hlich in den Bereichen 50 bis 3200 ASA und verwende meine Standardentwickler R09 und Promicrol sowie, f?r die ganz niedrigen Asa Werte, den LP Partner Cube SX Entwickler.

Mit anderen Worten, der R3 ist in jeder Hinsicht flexibel, ist langlebig und hat sch?e Tonwerte, ist jedoch in der Handhabung etwas anspruchsvoller als andere Filme, d.h. man muss vielleicht etwas mehr "?en/Eintesten" bis alles wie gew?nscht sitzt. Der Aufwand lohnt sich jedoch. ?rigens entwickle ich den R3, wie alle meine Filme, im Rotationsprinzip bei 24 Grad.

Gr?sse



Lothar
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#7
Hallo,

noch eine Anmerkung/ein Nachtrag zu Robert und zur K?nigkeit. Wenn der Cube 400c tats?hlich grobk?niger war als der HP5+ ( gleiches gilt auch f?r den R3), dann hast du sehr wahrscheinlich einen der typischen "Cube 400/R3" Fehler begangen: Das Verh?tnis von Entwicklungszeit und Filmbelichtungszeit stimmte nicht. D.h., du hast sicherlich zu kurz belichtet. Dieser Hinweis wird ?brigens ganz deutlich in der technischen Anleitung zum R3 gegeben. Hier liegt ?brigens noch ein Nachteil des R3: Wenn man ihn falsch belichtet/entwickelt, sind die Ergebnisse wesentlich drastischer, schlechter als sie bei anderen Filmen, die man falsch belichtet/entwickelt hat, zu sehen sind.

Man sollte die technische Anleitung des R3 wirklich ernst nehmen und beherzigen, sonst ist die Entt?schung gro? dass hat jedoch nichts mit den M?lichkeiten des Films zu tun, sondern nur mit den gemachten, eigenen Fehlern!

?rigens, nur der blaue Cube 400c, dreht sich (Rollfilm) und ist st?isch, der klare R3 ( Rollfilm) liegt glatt wie ein Brett und macht keinerlei Probleme.

Die klaren 4 x 5 Planfilme waren und sind ( Cube 400c = R3) von der Unterlage her identisch. Ich habe ?brigens nicht mehr oder weniger Probleme die Kasetten zu laden als mit jedem anderen Planfilm. Gleiches gilt f?r das Best?cken der Jobo Spirale, und ich habe schon einige Planfilmpakete verbraucht.

Gruss

Lothar
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#8
Hallo Lothar,



erlaube mir bitte einige Skepsis bei bestimmten Lieferanten.



Wenn ich *das* hier:

> Zurzeit verf?gen wir noch ?ber rund 48.000 Laufmeter original Ilford HP5plus, den

> MACO -wie auch immer- konfektionieren kann.



am 01.09.2004 kurz nach der Ilford-Insolvenz bei mir im Mailkasten finde, dieses mit



> Wenn der Ilford HP5+ wirklich identisch zum Maco UP400plus ist, dann

> w?e ich an Ihrem Preis f?r 40 Blatt Planfilm 13x18 interessiert. Das

> bedeutete f?r mich bei den gegenw?tigen Vorr?en eine weitere Ver-

> wendung diesen Materials f?r die n?hsten zwei Jahre.

> Bitte beachten Sie, da?ich kein gewerblicher Abnehmer bin und bieten

> Sie mir einen Preis inkl. M?chensteuer an.



am 02.09.2004 wie oben geschrieben beantworte und dann am 02.09.2004 wenig sp?er als Antwort darauf erhalte:



> Ich kann nicht erwarten, dass Sie mit dem MACO Liefersortiment vertraut sind.

> MACO hat den HP5plus ausschliesslich als 35mm bezogen und dann selbst konfektioniert.

> Bei den Planfilmen bieten wir mit dem neuen Rollei R3 eine prima Alternative.



... Dann fehlt mir jedes Vertrauen in diese Firma. Das blaue vom Himmel runterversprechen ("wie auch immer konfektionieren") und dann auf Nachfrage nach spezifischen "wie auch immer" Ma?n immerhin bis zu KB einknicken... Nett. Aber nicht unbedingt glaubw?rdigkeitsf?dernd.



Nun ja. Das alles mag sich ja ge?dert haben, seit der Rollei R? komplett in Deutschland gefertigt... ?hh... in Europa konfektioniert... wird. ??rst gespannt bin ich darauf, wo denn in Zukunft die KB-Filme konfektioniert werden. Tura ist ja platt. Und da?Leverkusen mittlerweile au?rhalb Deutschlands in einem Neu-EU-Staat liegt, sollte seit dem letzten Fine-Art-Forum und der dar?ber erfolgten bundesweiten Presseberichterstattung jedem klar sein. Dummerweise wei?die L6 noch nichts davon.



Offenbar gilt in Zukunft: "Roll' Dich durch die EU". Auch h?bsch. Aber daf?r deutsche Preise zahlen? Na klar. Der Gro?eil davon bleibt ja hier. In Samobor sehen die da aber wenig davon.



Hurra Deutschland, Gr?? nach Belgien und Stapelfeld,

Franz
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#9
Hallo Franz,

ich weiss zwar nicht welche Probleme du mit Mahn, Maco, Schr?er u.a. hast, aber diese Verst?digungsprobleme haben doch nichts mit dem Filmmaterial zu tun: Entweder das Material ist gut und f?r meine Zwecke geeignet, bzw. ideal, oder eben nicht. Im letzteren Fall kaufe ich es eben nicht. Gesagt wird viel in diesem und auch in anderen L?dern, auch von anderen Herstellern und Vertrieben. Und so mancher Produzent und Vertrieb legt seine Informationen sehr grossz?gig und auch widerspr?chlich aus. Schau dir doch einmal die Elektronik- oder Autobranche an; - wer, was wo produzieren l?st und welche Teile wohin geschafft und wo sie zusammengebaut werden !

Siehste du, so komplex dieser vorherige geschachtelte ,verwirrende Satz ist, so ist es halt heute mit der Ware. Es gibt keine, wenn man mal echte kleine Manufaktur- oder ?obetriebe rausl?st, "nationalen" (Made in ?) Produkte mehr ! Man mag das bedauern oder begr?ssen, f?r mich z?lt allein die Qualit? und die Bedingungen unter denen das Produkt hergestellt wird. Aber das w?e ein anderes Thema und nicht "fotospezifisch".

Aber um noch einmal auf deinen anscheinenden "Hauptfreund" zu kommen: Maco l?st auch bei Agfa "fertigen". Maco wird, soviel ich weiss, demn?hst Agfas APX 100er und 400er Filme "fertigen"/vertreiben, allerdings unter einem speziellen Maco Label.

Ja, so ist das halt. Und im ?rigen, vielleicht wird Maco tats?hlich einmal, in vielleicht nicht allzu langer Zeit, der letzte "Hersteller" von SW Filmen sein ( wo immer Maco auch seine Filme herbekommt und/oder fertigen l?st), und dann wird vielleicht mancher froh sein, der gerne in sw fotografiert, dass er ?berhaupt noch sw Filme, auch wenn es "multikulti " ist, bekommt.

Ach ja, ich bin kein Maco PR-Mann, ich benutze auch noch andere Filme.

Viele Gr?sse

Lothar
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#10
Etwa Info ?ber Maco:



Auch in Kroatien hat MACO seit 1995 bei einer ehemaligen Fotokemika/Du Pont Filmfabrik in Samobor (nicht Zagreb) spezielle Filme anfertigen lassen, die ausschliesslich (exklusiv) f?r MACO produziert wurden. Dazu geh?ten u.a. die Ortho- u. (seit 1998) die Infrarot-Filme.



Der MACO UP 100plus war "baugleich" mit dem Efkepan 100, allerdings extrem selektiert, bedeutet, speziell f?r MACO kontrolliert, gepr?ft und herausgesucht. Nur die 1A-Qualit? wurde f?r MACO eingesetzt. Sp?er kam dann noch der Efkepan 25 dazu, der ebenso speziell ausgesucht f?r MACO konfektioniert wurde.

Der MACO UP 400 ist von ILFORD produziert. Nicht einfach ein weiterer HP5plus, sondern auf speziellem, transparenterem Basismaterial.

Das war nie ein Geheimnis, zumindest hat MACO nie eines daraus gemacht.

Seit vielen Jahren jedoch erfolgt Forschung und Entwicklung, vor allem G?tekontrolle in Zusammenarbeit mit Labors in Deutschland. Diese Arbeiten konzentrierten sich vor allem auf

extrem hochwertige, vor allem wissenschaftliche Anwendungen, wie Astrofotografie, f?r Elektronen-Mikroskopie, f?r die Luftbildfotografie, f?r die Verkehrs- u. Banken-Raum?berwachung. Dazu noch weitere Spezialgebiete, die ich jetzt nicht weiter ausf?hren m?hte. Aber auch im Internet ist ?fentlich, dass sich MACO bereits fr?her als mit Foto, mit R?tgen befasste. Da geht es dann um Spezialfilme u.a. f?r zerst?ungsfreie Materialpr?fung usw.

Seit einiger Zeit arbeitet MACO verst?kt mit der AGFA zusammen. ?fentlich wurde das per Februar 2005 durch Anzeigen in der deutschen Foto-Fachpresse. Die Agfa ist ein Konzern, der vor allem in Grossmengen begiessen kann, aber an der Weiterverarbeitung, z.B. zu Rollfilmen hapert es. Auch der Detailvertrieb kann keine Dom?e eines "Giganten" sein.

Daher haben beide Unternehmen eine strategische Allianz vereinbart, in der MACO die AGFA mit der Grossproduktion von Spezialprodukten beauftragt und dann bei anderen Fotofabriken z.B. Rollfilme, konfektionieren l?st.

Daraus wurde auch nie ein Geheimnis gemacht, insoweit nachzulesen in der Technischen Anleitung zum Rollei R? Film www.rollei.com

Deutsche Firmen und einige potente Partner in Europa (u.a. Forte) arbeiten zusammen.

MACO organisiert, finanziert , ist verantwortlich u.a. f?r den Vertrieb.

ROLLEI kontrolliert und stellt die weltweiten jahrzehntelang bew?rten Gesch?tsbeziehungen.

AGFA produziert, kontrolliert.

FORTE und andere geeignete Spezialisten sind zust?dig f?r die End-Verpackung.

ALLE neuen ROLLEI-Filme wurden in Deutschland produziert, kein Film unter dem ROLLEI Label stammt aus einer Produktionsst?te ausserhalb Deutschlands.



Ich denke f?r weitere Fragen k?nen sie besser direkt Kontakt nehmen mit Maco in Stapelfeld.



R3: Wir haben doch gute Resultate bekommen mit dem R3 Film in Bereich E.I. 50 bis E.I. 1000. Ob die Preis sich lohnt f?r ein Multispeed Film ist eine andere Sache. ?nliche Ergebnisse kann man auch bekommen mit Pan F, FP4+ und HP5+ aber nicht in einem Gesamtbereich von E.I. 50 bis E.I. 1000 . Verarbeitung ins S/W Bereich bleibt nat?rlich ein Geschmacksache.



Beste Gr?sse,



Robert
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