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Laboreinrichtung
#1
Hallo liebe Leute,

nun habe ich gleich noch eine Frage zur Einrichtung meines ersten eigenen SW-Labors.

Ich habe seit einem Jahr brav gesammelt und fast alles notwendige Laborzubeh?

zusammengetragen. War auch schon mehrfach in der Alten Sch?hauser in Berlin

und hab mir Filme, Papier und Chemie und son? Zeug geholt, nun soll?s endlich werden.

Labor soll in meinen Keller. Dunkelmachen ist kein Problem. Aber...

- wie ist es mit der Bel?ftung, riecht die Chemie sehr, wie lange h?t man ohne L?ften aus?

- was f?r eine Beschichtung f?r die Arbeitsplatte sollte man w?len, der Flecken wegen?

- wieviel Platz braucht man wirklich?

- wie ist es mit dem Papierlagern, welche Luftfeuchte ist noch akzeptabel

(nicht, da?mein Keller feucht w?e...),aber ?berall steht drauf K?hl und Trocken lagern!?

- und wie haltet ihr eure B?er/L?ungen auf Temperatur?



Ich glaube das reicht erstmal an Fragen.

Danke im Voraus f?r hoffentlich viele Antworten.



Gru? Harald.
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#2
Hallo Harald,



als Beschichtung scheint z. B. die glatte Schrankfolie geeignet. Die kann man gut abwischen.



Zum Platzbedarf: du brauchst nat?rlich gen?gend Bewegungsfreiheit um den Vergr?erer herum, Ablagefl?he, dann f?r die Schalen. Wenn m?lich, richte dich so ein, dass du auf der einen Seite den Trocken- und auf der anderen den Nassarbeitsplatz hast.



Ich pers?lich hab mir noch einen kleinen Hocker in den Keller gestellt, dass ich mich zwischendrin mal setzen kann.



Wichtig ist auch die Arbeitsh?e. Sie sollte nicht zu niedrig sein, sonst gibt es schnell Nackenschmerzen <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/wink.gif' class='bbc_emoticon' alt='Sad' />



Sehr praktisch sind alte K?chenm?el. Die bieten gleich Stauraum, abwaschbare Oberfl?hen und eine g?nstige Arbeitsh?e und sind dabei sch? stabil.



Auf eine Mindestquadratmeteranzahl m?hte ich mich nicht festlegen. Ich habe etwa 6 qm Nutzfl?he, was aber schon sehr beengt ist <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/tongue.gif' class='bbc_emoticon' alt='Tongue' />



Das Papier lager ich in der Wohnung. Nicht nur wegen der geringeren Luftfeuchte, sondern v. a. wegen den Ausd?nstungen der Chemie. Also Papier immer getrennt von Chemie lagern.



Viel Spa?w?nscht dir



Sandra <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/smile.gif' class='bbc_emoticon' alt='Smile' />
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#3
Vielen Dank Sandra,

ich freue mich f?r jeden Typ, den ich bekommen kann.

So vermeide ich hoffentlich den einen oder anderen Fehler.



In den letzten Monaten hatte ich einiges gelesen zum Thema Labor und so,

aber dort wird immer von irgendwelchen idealen Voraussetzungen und wahrscheinlich

auch von jeder Menge zur Verf?gung stehendem Platz und Kapital ausgegangen.

Die Erfahrung der breiten Masse sieht sicher anders aus.



Mal sehen, ob noch ein paar Leute einen Rat f?r mich haben.



Tsch??bis bald. Harald. <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/smile.gif' class='bbc_emoticon' alt='Sad' />
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#4
Hallo Harald,



also alte K?chenm?el sind ziemlich ideal. Ich benutze auch welche. Zweckm?ig ist es aber auch sich einfach sehr grosse Fotoschalen zu besorgen und die kleineren da hinein zustellen. Ich habe in meinem Labor zwei grosse 50x60 Schalen in die ich ich die kleineren reinstelle, o.k. bei den 30x40 muss ich etwas unterbauen damit es passt, aber das ist eine saubere Sache und wenn man es braucht kann man die gr?eren Schalen mittels Aquariumheizung auch zu einem Mantelbad missbrauchen.



Bel?ftungsm?ig halte ich es in meinem Keller bei einer Raumh?e von knapp 2m ca. 1-1,5 aus, je nach verwendeten Chemikalien. Aber ich kann auch zu Not auch eine Pause und kurz l?ften.



Das Papier lagert bei mir auch im Labor, ist halt jede Menge Platz in den alten K?chenm?eln. Die niedrigen Temperaturen zwischen 14 und 18 Grad wenn nicht geheizt ist und die etwas feuchtere Luft haben dem bisher nicht anhaben k?nen. Ich bilde mir ein, das ich bei dem Klima auch weniger Probleme mit Staub habe.



B?er und L?ungen werden mir einem Jobo-Prozessor auf Temperatu gebracht. Im Zweifel w?me ich die doppelte Menge an und tausche zwischendurch aus.



Was Sandra zur Arbeitsh?e anf?hr ist sicherlich richtig, allerding habe ich bei 2m Deckenh?e wenig Raum zum varieren, so das der 4x5" Vergr?serer auf dem Boden steht um den maximalen Auszug bekommen, das ist denn schon knien angesagt um grosse Formate abzuziehen. Will sagen probiere vorher aus, wie gross dein maximaler Auszug ist, sonst ?gerst du dich sp?er, wenn es denn doch mal gr?er sein soll



Gruss Sven.

Gruss Sven.
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#5
Hallo Harald

folgender Link k?nte dir vielleicht helfen [url="http://www.phototec.de/erler.htm"]http://www.phototec.de/erler.htm[/url]

Darin wird ein platzm?sig kleines Labor beschrieben.

Ich mach mir zurzeit intensiv Gedanken, wie man ein Labor in einer Art Holzkiste 1,6m x 1,6m x 2,0 m unterbringen kann. M.E. solltes es gehen und man hat dann rund 1,5 m2 Platz zum stehen.

Viele Fotografen haben nicht wirklich viel Platz f?r eine Dunkelkammer!

Viel Mut beim Planen und Verwirklichen.
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#6
Hallo Harald,



da ich gerade mit Abbauen meiner Duka fertig bin: Ich habe alles andere als ideale Bedingungen und baue jedesmal mein Bad entsprechend um. Da kommt auf zwei Ikea-B?ke eine Platte von 155x60cm rein und das ganze Ged?s da drauf. Weil keine drei 30x40-Schalen nebeneinander passen, steht der Fixierer auf einem Gestell oberhalb vom Stoppbad.

Gew?sert wird wahlweise im Waschbecken in einer Schale oder gleich in der Duschwanne, getrocknet in der K?che (kleine Formate im Durst FRC, gr?ere PE auf der Leine, Baryt im Trockenrahmen).



"Beschichtet" ist die Platte mit Bienenwachs, das war gerade da und langt mir zu. Die Flecken st?en mich nicht, ggf. kommt die Platte dann in den Ofen und eine neue her.

Da mein Bad ?ber eine lichtdichte Zu- und Abluft verf?gt, halte ich es ann?ernd beliebig lange darin beim Vergr?ern aus. Die Zeit wird nur durch nat?rliche Bed?rfnisse eingeschr?kt, da die Arbeitsplatte ?ber der Klosch?ssel steht.

Papier lagere ich im Keller bei 10-12?C und 55-70% rel. Feuchte.



Bei einer fest eingerichteten Duka werde ich darauf achten, da?unter dem Vergr?erer kein Schrank ist. Irgendwo m?ssen die eigenen F?? auch hin.

Den Na?rbeitsplatz w?rde ich mit leicht erh?tem Rand drumrum fliesen, dann l?ft nichts auf den Boden.



Die bisher kleinste nach meiner Meinung aber auch "ideal" eingerichtete Duka habe ich mal beim Bund gesehen: Von Tetenal gab es einen fertig als Duka eingerichteten Schrank. Ca. 90 breit, 200 hoch und 60 tief. Verdunkelt wurde mit einem Tuch, der "Na?rbeitsplatz" war komplett in der Vertikalen mit drei Schalen ?bereinander. Das Ding ging bis 20x30.



Beste Gr??,

Franz
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#7
Hallo Harald,



ich kann Dir nur zu Deinem Vorhaben gratulieren. Eine station?e Dunkelkammer beinhaltet auf lange Sicht das geringste Frustpotential.



Meine Tips:



1) Wenn Du den vorgesehenen Raum lichtdicht bekommen hast, dann solltest Du bedenken, da?er damit auch luftdicht ist. Die Luft steht und ist - da Du mit Fl?ssigkeiten hantierst - auch mit Feuchtigkeit ges?tigt. Das sind ideale Bedingungen f?r Schimmelbildung. Die Schimmelsporen sind langfristig bestimmt ebenso ungesund wie die inhalierten Chemikaliend?pfe. Deswegen mu?bei Nichtbenutzung die T?r zum Labor immer einen Spalt offen bleiben. Solltest Du einen Allergiker in Deinem Bekanntenkreis haben, dann nimm ihn mal mit in Deine Dunkelkammer. F?gt er an zu niesen, dann sind Schimmelspray und eine bessere Bel?ftung angebracht.



2) Bez?glich der Arbeitsfl?hen ist ein getrennter Feucht- und Trockenbereich sinnvoll. F?r den Feuchtbereich bietet sich z.B eine beschichtete K?chenarbeitsplatte an. Die mit der Zeit entstehenden Flecken wirst Du wahrscheinlich nur mit Edelstahlm?eln verhindern k?nen. Haupsache Du wischt die Arbeitsfl?he regelm?ig ab, damit der aus dem getrockneten Fixierbad enstehende Staub nicht die Luft im Labor kontaminiert. Wenn Du hier auch ein Laborbecken integriert hast, ist es perfekt. (Notfalls m?ssen die Positive zun?hst in den Wassereimer und werden dann sp?er gewaschen.)

Im Trockenbereich werden der Vergr?erer aufgestellt, das Papier abgelegt, Negative eingespult, Papiere aufgezogen etc. Dieser Bereich sollte niemals mit den Chemikalien - insbesondere dem Fixierer - in Kontakt kommen. Eine stabile Werkbank aus Holz ist f?r den Trockenbereich akzeptabel. Wegen des Vergr?erers sollte das ganze sehr stabil sein (Schwingungen) und m?lichst mit der Wand verankert werden. Und wie bereits besprochen, muss die Deckenh?e ber?cksichtigt werden.

Grunds?zlich solltest Du Dir ?berlegen, ob Du im Stehen oder im Sitzen (mit Rollhocker) arbeiten m?htest und die Arbeitsplatten auf entsprechende H?e montierst. Das Stehen geht n?lich auf Dauer ziemlich in die Knie. Wieviel Fl?he Du insgesamt brauchst, ergibt sich aus den Bildformaten, die Du maximal herstellen m?htest und anhand der Anzahl der B?er, die Du verwendest (z.B. Entwickler, Stoppbad, Fixierer I, Fixierer II, Hypkl?bad ...)



3) Eine gute Bel?ftungsanlage ist eine feine Sache, nicht nur wegen der Chemikaliend?pfe, sondern auch wegen der Luft, die sich durch die K?perw?me und den Vergr?erer aufheizt. Bei einem kleinen Raum (z.B. 8 qm) mit geringer Deckenh?e kann die Temperatur innerhalb einer Stunde um gut 2 Grad ansteigen - mit entsprechender Wirkung auf das Bildergebnis.

Allerdings bietet m.W. kein deutscher Hersteller mehr lichtdichte Laborbel?ftungsanlagen an - und die sind wohl auch nicht ganz billig. F?r den Hobbybereich muss es daher wohl gen?gen, wenn Du mindestens einmal pro Stunde den Raum gut l?ftest, die Temperatur der B?er (z.B. mit Schalenw?mern) kontrollierst und den R?ssel nicht immer direkt ?ber die Wannen h?st.



Na dann - Viel Erfolg

Dierk
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#8
Klasse!

Vielen Dank liebe Leute, da hab ich ja ein paar gute Anregungen f?r die weitere Planung.

Werde ich gleich mal am Wochenende ordentlich ?berdenken.

Es kann allerdings passieren, da?ich euch dann noch ein bi?hen weiter nerve, bevor es an die Umsetzung geht, weil Antworten immerwieder Fragen nach sich ziehen, wie...

ist das eigentlich mit der Temperierung der B?er?

Mit Aquarien kenne ich mich nicht aus, damit auch nicht mit deren Heizungen, worauf ist also zu achten?

Oder gibt es da noch bessere L?ungen?



Tsch?? Harald.
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#9
Hallo Harald,



wenn Du nicht sofort in den FinePrint-Bereich einsteigen m?htest, mu? Du Dir wegen der Temperierung der B?er nicht ?berm?ig Sorgen machen, solange der Temperaturbereich bei 20 Grad liegt.



Liegt die Temperatur darunter, dann verwende am besten Schalenw?mer. Einer f?r den Entwickler reicht. F?r kleine Formate (Schalengr?e 24x30 f?r Formate bis 18x24) sind diese gebraucht recht g?nstig zu bekommen. F?r gr?ere Formate stellst dann eben zwei zusammen. Im ?rigen temperieren diese Dinger etwa mit einer Toleranz von +/- 1 Grad, so da?die Anschaffung nur Sinn macht, wenn die Temperatur in Deinem Labor deutlich unter 20 Grad liegt.



Alternativ dazu kannst auch ein Wasserbad verwenden. Die Entwicklerschale wird dazu in eine gr?ere Schale mit temperiertem Wasser gestellt. Zum Heizen des Wassers kann ein Aquariumheizstab verwendet werden. Ich selbst war mit dieser L?ung nicht gl?cklich, da der Heizstab irgendwie nicht so toll funktioniert hat und mir das eine zu gro? Panscherei war beim Bewegen der Entwicklerschale. Alternativ zum Aquariumheizstab k?nte man evtl.auch ein Heizkabel verwenden, nur m??e dieses mit einem Thermostaten gekoppelt werden. Selber habe ich das nicht ausprobiert.



Die eleganteste Art ist, wenn Du die Temperatur im gesamten Labor um 20 Grad halten kannst. Es ist m.E. auch kein Problem, wenn die Temperatur um 2 - 3 Grad h?er liegt, der Entwickler arbeitet dann halt schneller. Die Temperatur sollte nur dauerhaft konstant bleiben, um gleichbleibende Ergebnisse erzielen zu k?nnen.



F?r feinere Temperierung ist ein Prozessor wahrscheinlich unabdingbar, da ich hier aber wenig Erfahrung habe, ?berlasse ich entsprechende Aussagen gerne anderen Laborfreunden.



Gruss

Dierk
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#10
Klasse Dierk,

so tolle Antworten hatte ich garnicht erwartet.

Hat sonst noch jemand ein paar Anregungen zum Thema Einrichtung, also Dinge,

welche er beim n?hsten Mal garantiert anders machen w?rde.

Man mu?ja nicht alle Fehler nachmachen, wenn man sie vermeiden kann.



Harald. <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/rolleyes.gif' class='bbc_emoticon' alt='Sad' />
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