Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Opemus 5 und Meochrom
#1
Hallo,



ich habe f?r meinen Vergr?erer Opemus 5 den Farbmischkopf Meochrom bekommen. Der Meochrom ist noch die alte Ausf?hrung ohne "Filterausschaltknopf" (orginaler Wortlaut der Anleitung ;-)...also das Ger? hat nur die Drehkn?fe f?r die drei Filter.



Wenn ich alle Filter auf Null drehe, sind dann auch alle Farben herausgedreht? Das w?e jetzt f?r mich am logischten.



Ich m?hte gerne den Meochrom mit Multigrade-Papier benutzen, im speziellen mit dem Papier Fomaspeed Variant III.

Das Datenblatt des Papiers gibt auch eine Tabelle mit Filterwerten an. Kann man diese Werte unbesehen ?bernehmen?

Oder besser gerfragt, wie kann ich denn austesten ob die eingestellten Farbwerte auch einer bestimmten Gradation entsprechen?



Kann mir ein Laborbeli Kaiser Trialux dabei helfen? Der Laborbeli funktioniert ja so, da?man alle Filter/Farben herausnimmt und dann die dunkelste und hellste Stelle jeweils mit grade noch Zeichnung mi? und dann unter anderem auch die Papiergradation angezeigt bekommt.



Dann drehe ich die Farben rein und messe nochmal wegen der richtigen Belichtungszeit. Aber woher wei?ich da?das auch die richtige Gradation ist? Wie kann ich das nachpr?fen?



Ich hoffe ich habe mich nicht zu kompliziert ausgedr?ckt oder denke gar v?lig in einer anderen Richtung.



Beste Gr??

Carsten
Zitieren
#2
Carsten,



Du denkst schon richtig. Allerdings haben wir auch keine Tabelle f?r einen Meochrom 5.

Wenn Du aber f?r den Anfang auf Deinen Kaiser verzichten magst dann kannst Du lustig munter drauflosvergr?ern.

Ist es Dir zu weich drehst Du magenta rein bis es passt- ist es Dir zu weich drehst Du magenta raus bis es passt.

Ob das 1,2,3,oder 4 entspricht ist relativ egal.



Reicht es bei 00 Magenta noch nicht aus- gelb rein bis es nicht mehr weicher wird.



Letztenendes entscheidest Du wann der Kontrast Deinen Vorstellungen entspricht.

Es ist nicht wirklich wichtig zu wissen was das jetzt f?r eine effektive Papiergradation war.



Gru?



Mirko
Zitieren
#3
Hallo Carsten,



Du hast fast das gleiche Equipment wie ich. Ich nutze einen Opemus-5 mit "modernem" Meochrom (=mit Filterausstellhebel).



Also: Filter raus bei "raus"? Schraub' oben auf und schau rein. Das sieht man. Bei meinem mu?e ich beim Cyan-Filter (den hat der Vorbesitzer auch schon nicht gebraucht, ich auch nicht, aber man will ja was perfektes haben...) nachstellen.



F?r MG-Papiere geht er nat?rlich. Du mu? Dir aber ?ber mehrere Dinge im klaren sein: Einstelltoleranzen an diesen doch "extrem exakten" Skalen. Filterwerte h?gen auch vom Papier ab. Und: Ganz wichtig: Diese "zeitkorrigierten" Filterpaarungen zwischen Magenta und Yellow gelten immer nur f?r eine einzige Graustufe!

Nicht umsonst ist die Ma?inheit "Gradation" nirgendwo genormt und bei jedem Hersteller anders. Schon vor zwanzig Jahren war das Tetenal "spezial" ungef?r gleich Ilford "normal". Bei Festgradation und meinem damals meistgenutzten Vergr?erer.



Einen Trialux nehme ich auch. Allerdings habe ich schon nach den ersten zwanzig Blatt Papier eines gelernt: Die "Gradationsmessung" mit dem Teil kannst du grad vergessen. Das ist nicht mehr als eine zumeist falsche Annahme (vgl.: Gradation ist relativ etcpepe.).



Ich messe ohne Filter einmal f?r eine grobe Idee von der Gradation (meist zeigt das Ding viel zuwenig an). Dann messe ich nochmal mit der "empfohlenen" Gradation und mache einen Probestreifen. Wenn der pa?, gut.

Da ich meist immer komplette Filme unter einigerma?n gleichen Lichtverh?tnissen belichte (und im ?brigen pro KB-Streifen max. 15 Aufnahmen abziehe) bleibe ich bei der einmal gefundenen Gradation, lasse die Filter reingedreht und messe danach nur noch drei Punkte aus.



Mirko, bl?e Frage zum Schlu? Was kommt in den Meochrom (grau, neu, Interferenzfilter) f?r eine Halogenbirne rein? Und: Gibt es da auch schw?here? Mir ist das Teil zu hell und der zus?zliche Dimmer nervt mich in meiner Behelfsduka. Da steht sonst n?lich das Photopapier.



Beste Gr??,

Franz
Zitieren
#4
Hallo Mirko und Franz,



danke f?r eure Antworten.



Aus all dem von euch geschriebenen erkenne ich das die Gradation, also der Kontrast eine sehr subjektive Angelegenheit ist.

Soweit so gut.



Jetzt habe ich im Netz unterschiedliche Arten gesehen, wie man die Filter verwenden kann. Als Einzelfilter (entweder nur gelb oder magenta) oder als Doppelfilter (Kombination aus beiden Farben).

Was macht denn mehr Sinn?

Die Einzelfiltermethode sehe ich jetzt einfacher an.



Ich glaube ich stehe wohl hinsichtlich der Farbenlehre ziemlich auf'm Schlauch bzw. habe das alles noch nicht ganz so verinnerlicht...oder ich mache es mir einfach zu schwer mit dem verstehen.



Je mehr weniger gelb, desto 'h?ter'.

Je weniger magenta desto 'weicher'.



Ist das richtig so?



...und der Eindruck vom Kontrast des Photos ist eh dann das was z?lt...unabh?gig von irgendwelchen Werten...ok.

Na dann bin ich ja mal auf die ersten Ergebnisse gespannt, wenn es bei mir an's Vergr?ern geht.





@Franz

M?ssen denn die Filter vollst?dig au?rhalb des Durchmessers der ?fnung von der Mischkammer sein?

Bei mir ragen die Filter jeweils einen Tick rein.



Wenn ich den Deckel des Kopfs abnehme, sehe ich die drei Filter jeweils an einem Hebel mit Langloch h?gen. In den Langl?hern sind jeweils die Gest?ge f?r die Einstellkn?fe befestigt.

Die Gest?ge sind aber immer schon an einem Ende des Langlochs befestigt. D.h., m?ssten Filter au?rhalb des Durchmessers des Mischkopf sein, so m?sste ich die Langl?her auffeilen bzw. auffr?en (je nach Bequemlichkeit ;-)

Wenn ich aber sehe wie das Gest?ge befestigt ist, n?lich mit Miniatur-Sicherungsringen, dann bekomme ich schon bei dem Gedanken an die Bastelei eine mittelschwere Krise. Wie haben die das wohl bei Meopta Serientechnisch hingekriegt? ;-)





Ist die Birne denn eine gew?nliche Halogenbirne? Das kann ich mir ja gut vorstellen. Denn das Licht wird ja in dem Mischkopf 'aufbereitet'.

Wenn ja, so kann ich mir durchaus vorstellen das es auch Halogenbirnen mit diesem Sockel auch f?r 75W oder weniger gibt.

Evtl. mal bei den g?gigen Leuchtmittelhersteller nachfragen?





Gru?
Carsten
Zitieren
#5
Hallo Carsten,



die Doppelfiltermethode hat den Vorteil, da?f?r wenigstens eine Graustufe im Print die Belichtungszeit gleich bleibt. Die Einlegefilter von z.B. Ilford funktionieren ebenso (d.h. sind auch eine Mischfilterung zwischen Yellow und Magenta).



Die Filterung funktioniert ungef?r so: Yellow = Weich, Nichts = ungef?r Grad. 2-3, Magenta = Hart. Welche Extrema jetzt erreicht werden k?nen, h?gt von der Filterdichte ab. Mit Amaloco Varimax (da ist angeblich Varycon drin) komme ich mit dem Meochrom nicht ganz an den "harten" Anschlag und mu?noch den 5er Einlegefilter hinzubem?hen.



Auch bei meinem ragen die Filter ein kleines St?ckchen in den Strahlengang hinein. Das macht ?berhaupt nichts, da es ja alle drei sind. In Summe wirken die wie ein Graufilter und dunkeln den ohnehin viel zu hellen Lichtstrahl etwas ab. Bastelei ist da unn?ig.



Zur Lampe: Da ich meine Filterung eh' eintesten mu?(jede Lampe hat eine unterschiedliche Farbtemperatur, diese ?dert sich auch ?ber die Lebensdauer des Leuchtmittels), habe ich mit folgender Vorgehensweise keine Probleme:

In die Stromzufuhr zum Trafo hat der Vorbesitzer schon einen Dimmer eingebaut. Den habe ich in Blendenstufen kalibriert und mir dann f?r jede Dimmereinstellung eine eigene Filtertabelle gemacht. Sicherlich h?te man auch einfach eine schw?here Lampe einbauen k?nen, aber warum sollte ich die noch intakte ausbauen wenn ich sowieso Filterwerte erstmal ausprobieren mu?



Wichtiger war mir da die Bastelei am Vergr?erer selber. Er hat eine neue, jetzt plane, Grundplatte bekommen und au?rdem wird die S?le jetzt zus?zlich stabilisiert. Ich habe aus Aluprofilen eine Art "umgedrehtes 'U' " gebaut, oben an der S?le und unten am Grundbrett verschraubt. Jetzt wackelt da nichts mehr und ich kann auch die Filterschublede ohne Verwackler nutzen.



Beste Gr??,

Franz
Zitieren
#6
Hallo Franz,



soweit habe ich das mit der Gradation verstanden.

Jetzt w?rde ich mir gerne eine Tabelle anhand von Probe-Vergr?erungen basteln, um in etwa die eingestellten Filterwerte mit der ungef?ren Gradation gegen?berzustellen.

Aber wenn das alles so subjektiv ist, stelle ich mir das recht schwierig vor.

Klar, letztendlich entscheidet der eigene Eindruck beim Photo, aber so'ne Hilfskr?cke f?de ich f?r den Anfang auch nicht schlecht.



Da ich den Mischkopf erst gestern bekommen habe, bin ich ja mal auf die neuen Belichtungszeiten gespannt. Denn vorher mit dem Kondensor und einer 75 Watt Opallampe war das recht entspanntes arbeiten.

Aber wenn ich hier schon einige Artikel lese, hinsichtlich der hellen Beleuchtung bei den Opemus Farbmischk?fen, werden sich wohl auch bei mir die Belichtungszeiten drastisch ?dern.





Den Opemus stabiler machen, daran habe ich auch schon gedacht. Deine L?ung h?t sich gut an. Ich hatte da z.B. an was komplexeres gedacht.

Ich habe noch einen alten Beseler 23C hier stehen, denn ich im Winter oder wann auch immer, ein wenig aufm?eln will. Der Beseler hat zwei F?hrungsrohre und ist auch so sehr stabil gebaut.



Das Prinzip mit dem beiden F?hrungsrohren gef?lt mir. An sowas habe ich auch bei dem Opemus gedacht. D.h. rechts und links neben der eigentlichen F?hrungss?le w?rde ich jeweils eine S?le stellen, diese auch untereinander verbinden und dann am Opemus F?hrungen f?r die zus?zlichen Rohre montieren. F?r sowas kann man sehr gut Kunststoffgleitlager nehmen, die wunderbar auf chromatisierten Rohre laufen w?rden.

Die F?hrungen sind eine recht simple Schwei?onstruktion die man entweder beschichten kann oder auch einfach nur lackieren braucht.

Als Material w?rde ich einfachen Stahl nehmen. Um das Gewicht mache ich mir keine Gedanken, da der Vergr?erer auf eine sehr stabilen Unterlage steht und au?rdem w?en alle Verbindungen mit Schrauben f?r die Demontage versehen. Zum Gl?ck habe ich auch eine station?e Dunkelkammer.



Aber vielleicht schie? ich auch einfach nur mit Kanonen auf Spatzen. ;-)



Gru?
Carsten
Zitieren
#7
Hallo Carsten,



ich habe keine station?e Duka und zweckentfremde mein Bad dazu. Der Vergr?erer steht normalerweise in dem daf?r denkbar schlechtestgeeigneten Raum, meinem Schlafzimmer.



Deshalb ist Gewicht durchaus ein Grund f?r meine Bastelei gewesen. Aber auch wenn Gewicht keine Rolle gespielt h?te, ich h?te es ebenso (allerdings in 18/10-Stahl) gel?t. Die F?hrung des Kopfes auf der Schr?s?le halte ich f?r ausreichend stabil, das Problem ist die wackelige Befestigung der Schr?s?le. Die bekommt man einfach nicht in alle Richtungen fest genug.



Darum der Rahmen, jetzt habe ich eine Art "Dreifachs?le". Oben, wo mein "Rahmen" die Schr?s?le ?berbaut, habe ich ihn mit der S?le per Fl?gelschraube und Kontermutter verbunden, damit kann ich den Kopf parallel zur Grundplatte justieren.



Die Beleuchtung mit dem Meochrom ist ?brigens wirklich toll. F?r kleine Formate dimme ich ihn runter, heute abend habe ich einen 40x50-Ausschnitt per Wandprojektion gemacht. Da war der Kopf auf "ganz hell" eingestellt und ich hatte eine Belichtungszeit von nur zwei Minuten (Projektion auf 150x150cm) bei Blende 8. Allerdings mu?man das Streulicht vom Farbkopf dabei irgendwie ausblenden (ich habe einen gro?n Pappkarton dazu kurzerhand "umgebaut").



Vielleicht f?r andere auch interessant: Schnelljustage eines solchen Vergr?erers f?r Wandprojektion: Meine T?r (=Projektionsfl?he) ist einfach justierbar: In den Scharnieren kann man i.V. mit dem T?rschlo?alle drei Raumrichtungen beeinflussen. Das geht per Wasserwaage, ich kontrolliere nur noch nach.

Vergr?erer mit Wasserwaage soweit wie es geht ausrichten. Der schwere Teil der Justage ist, Negativ-Ebene parallel zur Projektionsebene zu bekommen. Dazu habe ich mir mal bei eingeloteter T?r meinen Laserpointer sauber eingelotet auf's Stativ geschraubt und einen dieser "Mustervors?ze" vorn draufgeschraubt. Das Teil, was ein sehr symmetrisches Punktmuster macht. Muster auf eine Tapete abgemalt, jetzt kann ich anhand der Lage von "Projektionsquadrat" auf der Mustertapete sehr schnell sehen, ob ich wirklich quadratisch projiziere. Ggf. Vergr?erer verschieben, es bleibt ja nur noch die links/rechts-Abweichung zu korrigieren.



Allerdings habe ich mich wieder einmal ?ber die Fehlkonstruktion aus Prerov aufgeregt: Filterschublade bei Wandprojektion *unten*. Da batzt jedesmal beim Kippen die Streuscheibe an den Kondensor, an Folienfilter (brauche ich zum Erreichen von max. Gradation) ist nicht zu denken, die fliegen beim Wechsel gnadenlos an der Hand vorbei auf den Boden.



Ach so: Tabelle basteln wird einfach, wenn Du einen Graukeil nimmst und Dir vorher die Berechnung des ISO-R vom Papier verinnerlichst. Dann kannst Du berechnen, welche Filter bei Deinem Papier welchem ISO-R entsprechen. Exakte Menschen nehmen dazu ein Densitometer, ich habe das nach Augenma?getan. Schlie?ich betrachte ich meine Prints auch meist mit dem Auge und nicht mit einem Auflicht-Densi.



Beste Gr??,

Franz
Zitieren
#8
Hallo Franz,



ich hatte eine ganze Zeitlang meine Duka im Bad. Aber die Auf- und Abbauerei ging mir dann sowas auf die Nerven, da?ich meine K?che umgebaut habe, so da?ich eine ganze Wand mir frei gemacht habe und dort eine K?chenarbeitsplatte inklusiver Unterschr?ke platziert habe. Ich habe nun ?ber L?ge von 3 Meter Platz und der Vergr?erer steht da jetzt immer und st?t auch nicht.

In den Unterschr?ken ist das restliche Laborzeug ala Schalen, Drums, etc. Der K?hlschrank mit dem Bier, Papier und Chemie steht auch dort. Alles ganz praktisch, denn vorher war die Utensilien im der ganzen Wohnung verteilt.

Im ?brigen wohne ich alleine, so da?es keinerlei Probleme mit der K?chenbenutzung gibt. ;-)





An so gro?n Vergr?erungen habe ich mich noch nicht dran gewagt. Sollte ich das mal machen, so sind meine T?ren denkbar ungeeignet. Diese sind aus Holz und haben auch einige Jahre auf dem Buckel. D.h. die sind zum Teil schon gut verzogen.

Ich w?rde f?r gro? Vergr?erungen eine gro? Platte nehmen, die ich aufh?gen kann und zum ausrichten der Platte noch drei verstellbare F?? anbringen die an der Wand aufliegen. Mit Hilfe der Wasserwaaage kann ich dann das Brett ausrichten.





Sag mal Franz, wie hast du denn das Problem mit dem Streulicht am Opemus gel?t? Vor allem im Bereich der Negativb?hne finde ich das dort sehr viel Licht herauskommt. Ich habe eine B?hne aus Metall und benutze Glaslose Eins?ze.





Bez?glich der Filterung mit dem Farbmischkopf...im Nachbar-Photoladen im Netz gibt es einen sehr guten Kurs ?ber Sensitometrie. Den habe ich mir angelesen und werde nun versuchen das Geschriebene umzusetzen.





Gru?
Carsten
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste