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Mindestmenge Rodinal pro Film??
#1
Moin!



Ich bin in diesem Forum wiederholt ?ber Aussagen gestolpert, dass eine bestimmte Menge Rodinal (Konzentrat) pro FIlm im Tank sein sollte.



Bei meiner Standardverd?nnung von 1+100 bin ich allerdings deutlich unter allen gesehen Empfehlungen, seien es jetzt 15 ml pro Film, 10 ml oder irgendwas anderes um den Dreh.



Komischerweise (?) hatte ich nie Probleme mit meinen Ans?zen. Der letzte Durchgang waren 8 Filme (der weniger wichtigen Sorte) auf einmal in knapp 2,4 l Rodinal 1+100. Macht bei 24 ml eingesetztem Konzentrat also gerade mal 3 ml pro Film! (Die Filmsorte: Maco UP 100+ KB, belichtet wie 50 ASA; E-Zeit 18 Minuten, Kipprhythmus: einmal alle 3 Minuten)



Bevor ich jetzt einen Versuch fahre mit einem einzigen Film in einem Liter Ansatz (um wenigstens auf 10 ml zu kommen), m?hte ich dann doch mal wissen, was denn das Problem sein soll, wenn ich kaum noch Konzentrat pro Film in der Suppe habe. Macht das wirklich einen Qualit?sunterschied?



Danke im Voraus,

Axel
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#2
Hallo Axel,

ist eigenlich ganz einfach: Wenn Du die Mindestmenge unterschreitest, dann k?nte der Fall eintreten, da?dein Film die ganze Entwicklersubstanz verbraucht hat und noch nicht fertig entwickelt ist - dann stoppt die Entwicklung - egal wie lange Du den Film noch in der Chemie stehen l?t.

Normalerweise m?ssen die Firmen aber einen ordentlichen Sicherheitszuschlag geben, damit die Sache "Narrensicher" wird, d. h. die Mindestmengen sind mit Sicherheit gro??gig angesetzt. Ein anderer Punkt d?rfte die Oxidationsfestigkeit sein, die bei h?erer Verd?nnung immer mehr abnimmt. Dein Entwickler k?nte schon umkippen, bevor er die Dose und die Filme sieht.

Ich hoffe, das hilft ein wenig.

Viele Gr??

Robert
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#3
Hallo!

Wieviel Entwickler verbraucht wird, h?gt auch von der Art des Films (mehr oder weniger Silber drin) und der Art der Belichtung/des Motivs (viel harte Kontraste mit viel dichten Lichtern) ab, weil je nachdem mehr oder weniger Entwicklersubstanz zur Reduzierung des belichteten Bildsilbers gebraucht wird.

Deshalb ist vom Hersteller da nt?rlich auch eine gewisse Sicherheit bei der Angabe von Mindestmengen (bei Rodinal offiziell 10ml) eingebaut, risikofreudie Menschen k?nen das nat?rlich etwas unterschreiten, 3 ml pro FIlm halt ich aber schon f?r sehr an der Grenze.

Zuwenig Entwickler zeigt sich wahrscheinlich durch d?nne & flaue Negative (daf?r aber evtl. mehr Kantensch?fe durch Ersch?fung des Entwicklers).

Roman
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#4
Hallo auch,



ich sch?ze, Robert trifft den Sachverhalt eher. Die Filme, die ich verarbeite, sind n?lich von der hochsilberhaltigen Sorte (behauptet jedenfalls Onkel Schr?er von Maco, und ich habe keinen Grund, das nicht zu glauben). Besonders der UP 25+, den ich sonst in Rodinal bade, hat mit 9 mg Silber pro m2 nicht eben wenig Gehalt.



Bei den angesprochenen 8 Filmen waren 2 dabei, die deutlich zu viel Licht bekommen haben. Das Ergebnis waren deutlich ?berentwickelte, extrem dichte Negative. Rodinal ist also auch in dieser starken Verd?nnung alles andere als kraftlos.



Ich glaube immer mehr, diese uralte Suppe wird immer noch untersch?zt, oder?



Bis dann,

Axel
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#5
Hallo Axel,



Ich greiche zur?ck nach einen Zitat von Herrn Wolfgang Holz von Agfa:







Autor: wolfgang holz (213.168.99.---)

Datum: 29.10.03 10:39



da ich nun schon zitiert wurde, m?hte ich nochmals etwas zu dieser - wie schon bemerkt - h?figen Frage, sagen.

Wenn ein Film entwicklet wird, braucht er eine bestimmte Menge an Entwicklersubstanz. Diese Entwicklersubsatnz wird dann bei der Verarbeitung aufgebraucht. Agfa empfiehlt nun eine Mindestmenge von 10 ml Konzentrat je Film. Das bedeutet, je nach Verd?nnung kommt man schon auf mehr als 500 ml. Das es 10 ml sind und nicht 7 oder 8 oder 9 ml h?gt nun damit zusammen, dass der Hersteller nun nicht in jedem Einzelfall wissen kann, wie der Film belichtet wurde, das meint, wie hoch der Schwarzanteil im Negativ ist. Denn, wenn bei Nacht fotografiert wird, ist, je nach Motiv sehr wenig Silbersalz belichtet und wird dementsprechend auch wenig entwickelt, was wiederum bedeutet, dass wenig Entwicklersubstanz verbraucht wird.

Daher hat Agfa einen Mittelwert der Belichtung angenommen und auf diesem Mittelwert beruhen die 10 ml. Das bedeutet, dass es durchaus m?lich ist mit weniger, z.B. 5 ml je Film, aus zu kommen. Mit den 10 ml je Film ist auf jeden Fall sicher gestellt, dass die Ergebnisse gut und auch reproduzierbar sind. Wer weniger Konzentrat einsetzen m?hte, kann dies nat?rlich tun, aber es empfiehlt sich, vorher die Ergebnisse aus zu testen. Und zwar nicht nur "normale" Negative, sondern eben auch abweichende, denn sonst kann es passieren, dass die Negative doch zu d?nn kommen.



Mit freundlichen Gr??n

Wolfgang Holz



Agfa-Gevaert AG



Ich denke es ist klar was damit erkl?t ist.



Beste Gr?sse aus Holland, <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/biggrin.gif' class='bbc_emoticon' alt='Rolleyes' />



Fotohuis RoVo

www.FotohuisRoVo.nl



Robert Vonk
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