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Rodinal/Adonal 1+100
#1
Hallo zusammen,

 

hat jemand Erfahrungen mit Rodinal im hochverdünnten Bereich von 1+100? Ich verspreche mir dadurch ein feineres Korn und ein insgesamt schöneres Bild. Wie sind die Erfahrungen so? Habt ihr Zeiten? Ich spreche von Dosenentwicklung mit 1min Kipprhytmus und 20 Grad.

Habe nun einen APX 400 NEW voll und würde den morgen gerne mal damit entwickeln. Auch benutze ich Ilford Delta 100 und Ilford HP-5.

 

Liebe Grüße

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#2
Erfahrung ja aber keine guten, ich habe es mal versucht aber die Negative waren nichts zum vergrößern. Zum digital weiter mag sein aber keine Möglichkeit weil son zeuchs habe ich nicht, nur Labor. Rodinal oder seine Nachbauten betont halt das Korn. Chemische Grundsätze kann man nicht außer Kraft setzen. mal auf Digitaltruth schauen, da ist nichts unmöglich aber ohne Garantie.

Für einen Freund entwickle ich seine Reportage-Filme- Kodak TriX in Rodi-Ado wie auch immer und er pusht bis der Arzt kommt weil er will ja Korn und Kontrast. Genau deshalb dieser Entwickler.

Für nicht so viel Korn würde ich eher zu anderem Entwickler raten aber da heißt es versuchen und verwerfen. Wenn er hier fragt welchen wird er so viele Empfehlungen wie Antworten bekommen, da bleibt nur der Selbstversuch.

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#3
Man kann Rodinal als "Kaltentwickler" (paar Grad kühler ansetzen) verwenden, dann wird er merkbar feinkörniger. Dazu kann Uwe Pilz einiges sagen, steht auch auf seiner Webseite.

http://home.arcor.de/piu58/fotoweb/ftechnik.html

 

Nachtrag: Im PDF dazu steht auch was über die Verdünnung 1:100.

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#4
Kann Uwe Pilz nur beipflichten.

Unter meinen eher einfachen Bedingungen, 20°C und bei variabler Wasserqualität, eher weich und eisenreich:

1:100 ist mühsam: Abgekochtes Wasser nötig (wg. gelöster Luft), sehr lange Entwicklungszeiten, bei normaler Bewegung: der Entwickler scheint nach 15-20 min inaktiv zu werden, bei (Semi)-Standentwicklung über 1-2 Stunden gibts sehr ungleichmäßige Entwicklung und Abläufe (und manchmal Eberhard-Linien), Filme immer flau, Korn eher groß und matschig ...

1:50 hat sich als die bessere Mischung herausgestellt.

Wenns denn Rodinal sein muss.

Gleiche Auflösung und weniger ausgeprägtes Korn kann man mit Xtol und vielen anderen Entwicklern erreichen.

Die rechte Kontrast- und Körnerwüste: Papierentwickler schafft mehr als jedes Rodinal, besonders bei etwas Wärme.

Viel Spaß beim Pröbeln!

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#5
Hallo,


zur Info meine Erfahrung bei RPX400 und Rodinal Stand: 70 min 1+140 bei 20°C, grosse Dose mit weiten Spiralen (Jobo2000) ganz gefüllt (alle Luft raus), erste min kippen, dann Dose für erstes Drittel der Zeit auf Kopf stehen lassen, dann Rest der Zeit aufrecht stellen. So gibt es eine ausreichend gleichmässige Entwicklung. Die Angaben gelten für N-Entwicklung.

Man erhält tollen Kanteneffekt, also sehr scharfe Kanten, guten Ausgleich und dank der hohen Verdünnung (=niederer pH-Wert) keine störende Clusterbildung der Kristalle wie bei höheren Konzentrationen. Und bequem ist diese Art der Entwickung obendrein.


Für Entwickler nehme ich schon wegen Konstanz immer gereinigtes Wasser (Osmosegerät). Da ranzt nichts ab, auch nach 3 Stunden schwärzt der Rodinal noch munter (alles einst gestestet).


Gruß Wolfgang
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#6
Ola,

 

meiner Erfahrung nach ist Rodinal für hochempfindlichen Filme überhaupt ungeeignet. Die Empfindlichkeit wird schlecht ausgenutzt und die ohnehin gröbere Körnung wird noch mehr betoniert- nix gut.

 

Es gibt nicht so viele Filme, die gut mit homöopathischem Rodinal reagieren. CHS25 ist z.B. so einer.

Generell läßt sich ein von Haus aus zum Aufsteilen neigender niedrigempfindlicher Film so bändigen. Kalt entwickeln (bis runter auf 13° hab ich probiert) und wenig Bewegung.

Die Schlieren bei Standentwicklung kannst du vermeiden, indem du zu Anfang (nach den üblichen 30" langsamen Dauerkippen) einige Male in längeren, z.B. 2 min. Abständen bewegst und dann erst stehen läßt.

 

"Einfach so" nach 0815 rumschütteln wird vermutlich nichts.

 

Frank

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#7
Es gibt kaum ein mehr polarisierendes Thema als Standentwicklung mit Rodinal 1:100 und 60 Minuten. Ich habe das sehr oft gemacht, kippe immer die ganze erste Minute sanft aber kontinuierlich und hatte nie Bromidfahnen. "Einfach so" .... mal selber machen und nix glauben. Auch mir nicht ;-) Diese Lektion habe ich in Foren gelernt.

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#8
Ich habe bisher nur niedrigempfindliche Filme in Rodinal 1+100 entwickelt, immer mit gutem Ergebnis. Gekippt habe ich dabei 1x pro Minute recht sanft.

Mit folgenden Filmen habe ich gute Erfahrungen gemacht: Efke KB 25, Efke KB 50, Orwo NP 15 und Adox Pan 25.

Die Entwicklungszeit habe ich gegenüber der Empfehlung für 1+50 verdoppelt, das hat immer gepasst. Aber ich denke, dass bei der Verdünnung die Entwicklungszeit eh nicht so kritisch ist.

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#9
... auf welche Größe willst Du denn die Negative vergrößern? Mag sein, dass man so ab 1m mal x tatsächlich Unterschiede sieht - oder zumindest glaubt zu sehen... Meine Erfahrung mit Rodinal geht eher in die Richtung, dass in den Bereichen, in denen ich mich bewege - also so bis 30x40 - ich ehrlich keinen Unterschied erkennen kann, sei es mit 1:25, 1:50, 1:100, zwischen 16° - 24° oder ob geschüttelt oder gerührt... 

 

Diesbezüglich wird viel Voodoo veranstaltet...

Gruß

Wolf
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