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Heiland Splitgrade mit welchem 6x7 Vergr?erer ?
#1
Hallo,

 

nach zähen Verhandlungen mit meinem heimischen Finanzministerium wurde mir ein Heiland Splitgrade genehmigt. Ich möchte jetzt keine Diskussion über Pro und Contra anfangen, sondern euch fragen, welchen Vergrösserer ihr mit dem Spiltgrade verwenden würdet oder verwendet. Momentan arbeit ich mit einem Kaiser V-System der 6000 Klasse und einem Multigradekopf. Den habe ich mit einem 6x7 Upgrade übernommen. Ich frage mich, ob ich da nicht "Perlen vor die Säue" werfe. Die Gebrauchtpreise für "echte" 6x7 Vergrösserer sind momentan noch gut und ich überlege ernsthaft mir das Spiltgrade gleich in was Bessere einbauen zu lassen.

 

Zur potentiellen Auswahl (also die, die mich anlachen) stehen:

Durst Modular 70

Dunco II 67

Durst Laborator 1200

Kaiser 7000 Klasse

Jobo LPL 7700

 

Nur zur Info, ich arbeite aussschliesslich mit 6x7cm und habe nicht vor zu wechseln.

 

Noch was ... soll ich mir eher einen Multigrade oder einen Farbkopf umbauen lassen? Gibt es da grosse Unterschiede im Handling bzw. in der Qualität?

 

viele Grüße,

Florian
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#2
Bei Kaiser und Dunco kaufen sie das Modul, einfach das vorhandene raus und das neue einsetzen und fertig. Bei anderen oder exotischen Geräten muß der Kopf umgebaut werden aber am besten bei Heiland nachfragen was geht oder was er an Modulen da hat. Ich habe aber jetzt einen fetten Kienzle C 69 und in der Ecke einen Primos 69 S beide mit Modul aber von Kienzle. Da zwei verschiedene Geräte auch 2 unterschiedliche Splitgradeköpfe.

Man hat auch ein etwas Luft wenns mal etwas größer wird oder werden soll.
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#3
Hallo,

 

der Durst Laborator 1200 ist ein 4 x 5 inch Vergrößerer, also ein Monster im Vergleich zu den anderen. Er wiegt so etwa 60 kg und ist in allem etwas teurer. 6x7 ist damit möglich, aber wegen der großen Bühne nicht einfach zu händeln. Kleinbildnegative sind noch schwieriger zu verarbeiten. Das LED-Splitgrade, zu dem ich rate,  kostet mindestens 1800 EUR und ist für das volle Format 4 x 5 Inch ausgelegt. Bei 6x7 wird nur 1/3 und bei Kleinbild noch weniger der Leuchtfläche genutzt. Damit wird das Bild sehr dunkel. Ich selbst nutze den Laborator 1200 mit dem Farbkopf nur in Ausnahmefällen zum manuellen Splitgrade. 

 

Den Jobo LPL 7700 habe ich jahrelang vor dem Laborator 1200 benutzt. Er ist ein solides Arbeitsgerät und für 6x7 optimiert. In Tests galt er aber nicht als Spitzengerät. Auch das Gerät habe ich nie mit  Splitgrade betrieben. Da er in Deutschland nicht so oft verkauft wurde, ist passendes Zubehör nur selten zu finden.

 

Ein Spitzengerät wäre der z.B. der Durst Modular 70. Zu Kaiser kann ich nicht viel sagen, weil ich den nie benutzt habe.

 

Splitgrade habe ich mir auf dem faf2015 in Paderborn vorführen lassen. Die LED-Technologie hat viele Vorteile gegenüber den Halogenlampe. Man kann es dann als Spitgrade oder als Mischlich benutzen gerade wie man es braucht. Die Bilder werden damit nicht besser, aber man kommt komfortabler und etwas schneller zum Ziel.

 

Viele Grüße

Renate

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#4
Hallo Florian,

ich kann Dir nur von meiner Erfahrung mit dem Durst Modular 70 berichten. Auch hier bekommt man von Heiland ein weiteres Modul, das einfach gegen das Multigrade- oder Colour-Modul ausgetauscht wird. Theoretisch kann man dann ständig wechseln, beispielsweise auch schnell wieder zurück zum Multigrade-Modul. In der Praxis habe ich nach dem Kauf des Splitgrade-Moduls nie wieder Sehnsucht nach dem Multigrade-Modul gehabt. Das Arbeiten mit dem Heiland Splitgrade ist einfach eine große Arbeitserleichterung. Das Modul ist teuer, aber nach meiner Erfahrung jeden Euro wert.

 

Viele Grüße

 

Martin

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#5
Hallo,

 

ich habe mich nun für einen Durst Modular 70 entschlossen. Der Preis war zwar etwas höher als erwartet, aber ist er technisch und optisch wie am ersten Tag. Ich habe natürlich gleich bei Heiland angerufen. Das ehemalige Einzelmodul wurde wegen den hohen Fertigungskosten aufgegeben und stattdessen wird der Farkkopf umgebaut - also wie bei vielen anderen Vergrößereren auch. Jedefalls freue ich mich schon auf eine erste Weihnachtsrunde mit dem Spitgrade in der Dunkelkammer und bin schon richtig aufgeregt. Ich werde euch von meinen ersten Splitgrade-Bildern berichten ...

 

vg,

Florian

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#6
Hallo,

 

ich hab da gleich noch eine Anschlussfrage. Ich habe nun eine Modular 70 auf dem ich mit 6x7 arbeiten werde. An meinem anderen Vergrößerer (Kaiser 6000er Serie mit 6x6 Negativen) habe ich ein Rodagon Apo 80mm. Soll ich den Durst mit einem 105er Objektiv bestücken, oder "reicht" das 80er. Gut, das Apo ist absolut Spitze, aber ich bin mir nicht sicher, ob nicht die Ränder unter dem doch etwas kleinen Bildkreis leiden. Beim Kaiser ist das nicht so kritisch, da ich mehr im Bereich 6x6 tätig bin.

 

Habt ihr da Erfahrung?

 

vg,

Florian

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#7
Zitat:Das ehemalige Einzelmodul wurde wegen den hohen Fertigungskosten aufgegeben und stattdessen wird der Farkkopf umgebaut - also wie bei vielen anderen Vergrößereren auch.
 

Und das kostet dann für den M70 neuerdings genau wieviel, wenn man fragen darf?

 

Erfahrungen mit dem 80er APO Rodagon an 6x7 habe ich nicht, aber es wird von Rodenstock bis 6x7 empfohlen. Vielleicht hilft Dir das bei der Entscheidung.

Da man normalerweise eh nicht mit Offenblende belichtet(außer beim Lithen und da kommt es dann eh nicht drauf an), würde ich mir, wäre ich an Deiner Stelle, da keinerlei Sorgen machen.

Gruß,

S.

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#8
Hallo Florian,

 

ich benutze das APO Rodagon 80mm für meine 6x7 Negative und habe keine Problem damit. Wenn man 2 Stufen abblendet, hat man ausgezeichnete Abbildungseigenschaften. Ich habe auch ein Schneider 105 mm. Das setze ich aber für 6x7 nicht so gerne ein, weil ich dann beim Scharfstellen einen langen Arm brauche.

 

Früher, als Analog noch teuer und mein Taschengeld knapp war, habe ich für 6x7 ein 80 mm Anaret-S (guter 4 Linser) eingesetzt. Da waren dann, trotz Abblenden, die Ecken unscharf. Aber bereits der 80 mm Componon (6 Linser) von Schneider konnte ab Blende 11 6x7 in guter Qualität vergrößern.

 

Viele Grüße

 

Renate

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#9
Hallo,

 

danke für die hilfreichen Antworten. Damit brauche ich nicht noch in ein 105er investieren. Um die Frage zu beantworten .. ich habe 350 Euro für den Modular 70 Color bezahlt. Da war dann aber noch etwas an Zubehör dabei. In Anbetracht, dass der Markt beim M70 leergefegt ist, war der Preis in Ordnung.

 

vg,

Florian

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#10
Zitat:Um die Frage zu beantworten .. ich habe 350 Euro für den Modular 70 Color bezahlt.
Meine Frage bezog sich auf den Splitgrade Umbau für den M70. Der war ja früher, als man ein komplettes Modul kaufen mußte, recht teuer. Wie hoch ist der Preis jetzt, wo das vorhandene Modul umgestrickt wird?
Gruß,

S.

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