Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Filmentwicklung selber oder im Labor?
#11
Danke für den Tipp, werde es beherzigen...

Rolf
Zitieren
#12

<p style="margin-left:0px;">Hallo Rolf,

<p style="margin-left:0px;">ich habe erst jetzt so richtig die Tragweite Deiner Posts mitbekommen. Du möchtest nach langer Zeit wieder analog

<p style="margin-left:0px;">SchwarzWeiss fotografieren. Super Idee!!

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Vielleicht von mir noch etwas zum einfachen Wiedereinstieg.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Als erstes: für den Anfang der Lernkurve KEINE Experimente!! Benutze erst einmal nur einen bestimmten Film, dazu

<p style="margin-left:0px;">nur einen Entwickler und, falls Du ein Labor hast, auch nur ein Papier und einen Entwickler dazu. Du wirst viel schneller

<p style="margin-left:0px;">lernen, wenn sich so wenige Parameter wie möglich ändern - das Material konstante Qualität liefert.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Dann: Benutze erst einmal nur Material (Film/Entwickler Kombination) welches als einfach zu handhaben gilt. Es gibt Filme

<p style="margin-left:0px;">die verzeihen viel, andere hingegen sind mit etwas mehr Vorsicht zu genießen. Ebenso verhält es sich mit den Ent-

<p style="margin-left:0px;">wicklern.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Du schreibst, dass Du Deine Ikoflex wieder benutzen möchtest. Mein Tip: Nimm Kodak Tri-X als Film und Kodak D-76

<p style="margin-left:0px;">1+1 als Entwickler. Das ist einer der ganz einfachen Kombinationen, die sehr einfach in der Handhabung sind, Du sehr

<p style="margin-left:0px;">schnell gut kopierbare Negative bekommst und mit der unzählige Fotografen seit 50 Jahren ihre ersten Schritte unternommen

<p style="margin-left:0px;">haben.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Bei der Auswahl des Materials gibt es verschiedene Aspekte. 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Filme: es gibt Filme mit klassischem Filmkorn, und welche mit neuerer Technologie (T-Kristall).

<p style="margin-left:0px;">Klassisches Filmkorn ist etwas einfacher in der Handhabung und hat je nach Empfindlichkeit

<p style="margin-left:0px;">ein sichtbares Korn. Natürlich mußt Du dabei immer im Hinterkopf behalten, um welchen Faktor 

<p style="margin-left:0px;">Du ein Negativ vergrößern musst, um einen Abzug/Scan vom Negativ zu erhalten. Sagen wir,

<p style="margin-left:0px;">Du hättest gern einen Abzug/Scan in der Größe A4 - also 24x30 cm. Ein Negativ vom Kleinbild

<p style="margin-left:0px;">ist etwa 2,4 x 3,6 cm groß. Das heißt bei 24 x 30 cm Abzug eine Vergrößerung von ca 10x.

<p style="margin-left:0px;">Benutzt Du einen Rollfilm, ist selbiger 6cm breit. Es entstehen somit Negative (in Abhängigkeit

<p style="margin-left:0px;">von der Kamera) von 6 x 4,5 - 6 x 6 - 6 x 7 - 6 x 8 - 6 x 9 und bei Panoramakameras sogar

<p style="margin-left:0px;">bis 6 x 12 oder 6 x 17 cm. 6 cm haben alle Mittelformatnegative als Breite. 24 x 30 im Abzug

<p style="margin-left:0px;">wäre damit eine Vergrößerung um den Faktor 4. 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">10 x vom Kleinbild - 4 x von Mittelformat/Rollfilm. 

<p style="margin-left:0px;">Durch den unterschiedlichen Faktor der Vergrößerung wir natürlich auch das Filmkorn entsprechend

<p style="margin-left:0px;">mitvergrößert. Es gibt Fotografen, die stören sich am Korn und versuchen dies zu vermeiden oder

<p style="margin-left:0px;">zu unterdrücken, andere mögen den analogen Look respektive das Korn des Films. Ich gehöre zu

<p style="margin-left:0px;">den Letzteren, denn zur analogen Fotografie gehört auch das Filmkorn. 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Was ich damit sagen möchte: Falls Du erst einmal nur Deine Ikoflex mit Rollfilmen bestückst, mußt

<p style="margin-left:0px;">Du Dir weniger Gedanken um das Korn machen, denn es ist fast gar nicht bis überhaupt nicht sicht-

<p style="margin-left:0px;">bar.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Zurück zu Filmen - Klassisches Korn:

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">ILFORD FP4 (ISO 125) - Markenfilm, einfach in der Handhabung, anfängertauglich, Klassiker

<p style="margin-left:0px;">ILFORD HP5 (ISO 400) - Markenfilm, einfach in der Handhabung, anfängertauglich, Klassiker

<p style="margin-left:0px;">KODAK TRI-X (ISO 400) - Markenfilm, einfach in der Handhabung, anfängertauglich, Klassiker

<p style="margin-left:0px;">FOMAPAN100 (ISO 100) - gutes Preis/Leistungsverhältniss, etwas anspruchsvoller in der Entwicklung, Schwankungen in der Qualität

<p style="margin-left:0px;">ADOX CHS 100 (ISO 100) - gutes Preis/Leistungsverhältniss, etwas anspruchsvoller in der Entwicklung, Schwankungen in der Qualität

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Bei letzterem gilt zu beachten. Es gibt bei unserem Hausherren noch den 'alten' CHS 100 zu kaufen. Der Film stammt von Efke aus

<p style="margin-left:0px;">Kroatien und wird NICHT mehr hergestellt, da Efke nicht mehr existiert. Darüber hinaus wurden immer wieder von Qualitätsproblemen

<p style="margin-left:0px;">berichtet. ADOX bringt gerade den 'neuen' CHS 100 II auf den Markt, hergestellt in Deutschland. Wie der Film im Detail sein wird,

<p style="margin-left:0px;">müssen wir erst noch abwarten. Als Rollfilm wurde er noch nicht konfektioniert.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Als Anfänger sollte man meiner Meinung nach einen Film wählen, der einfach zu handhaben ist, leichte Abweichungen bei der Belichtung

<p style="margin-left:0px;">und Entwicklung wegdrückt, eine gleichbleibend gute Qualität bietet und darüber hinaus langfristig lieferbar ist. Es ist sehr unangenehm,

<p style="margin-left:0px;">wenn man sich endlich sicher mit seinem Material ist, plötzlich der Film nicht mehr verfügbar ist und man wieder von vorn beginnt.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Neben Filmen mit klassischem Korn, gibt es welche mit T-Kristall. Selbige haben ein 'besseres' Schwarzschildverhalten, kaum sichtbares

<p style="margin-left:0px;">Korn, sehen sehr clean aus und sind sind rein messtechnisch den 'älteren' Technologien mit klassischem Korn überlegen. Ich persönlich

<p style="margin-left:0px;">mag sie nicht, sehen mir zu digital aus. T-Kristall Filme müssen länger fixiert werden und gelten als 'etwas' anspruchsvoller in der Verarbeitung.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Mein Tip weiterhin: TRI-X von Kodak, alternativ ILFORD FP4 da kannst Du NICHTS falsch machen!!

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Zum Thema Filmentwickler:

<p style="margin-left:0px;">Es gibt Flüssigkonzentrate und Entwickler in Pulverform, die vorher angesetzt werden müssen. 

<p style="margin-left:0px;">Pulver setzt man laut Vorschrift mit DESTILLIERTEM (Reinheit) WASSER (5L im Supermarkt/Drogerie) an.

<p style="margin-left:0px;">Nach 24h, spätestens nach 48h sind alles Salze gelöst. Wenn man das Pulver mit warmen Wasser mischt,

<p style="margin-left:0px;">gehts natürlich schneller. Das Pulver ergibt je nach Packungsgröße entweder 1 Liter Arbeitslösung oder

<p style="margin-left:0px;">5 Liter.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Flüssigkonzentrate werden einfach mit Wasser gemischt. z.B. Rodinal 1+50 - Ein Teil Rodinal plus 50 Teile

<p style="margin-left:0px;">Wasser. Benötigst Du 1000ml Entwickler... 1000 durch 50 = 20ml .... Also 20ml Rodinal und dann auf

<p style="margin-left:0px;">1000ml mit Wasser auffüllen.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Bei Pulver (wie z.B. D76): Pulver in Wasser auflösen (laut Vorschrift auf der Packung) und warten bis sich

<p style="margin-left:0px;">alles aufgelöst hat. D76 kann man als Stammlösung (unverdünnt) oder verdünnt 1+1, 1+2 oder 1+3 benutzen.

<p style="margin-left:0px;">Je weiter verdünnt, desto länger muß entwickelt werden. Als klassicher Ansatz bei D76 hat sich 1+1 er-

<p style="margin-left:0px;">wiesen. Benötigst Du 1000ml D76 Entwickler mit 1+1 Mischung... 500ml D76 plus 500ml Wasser - fertig.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Du siehst, alles kein Hexenwerk. Über die ganzen Feinheiten würde ich mir als Anfänger erst einmal keine

<p style="margin-left:0px;">Gedanken machen.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Mein Tip: D76 von Kodak Mischung 1+1 - entwickelt fast jeden Film und ist ein guter Kompromiss von Korn,

<p style="margin-left:0px;">Empfindlichkeit, Schärfe et c.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Bei Entwicklern gibt es auch kleine Unterschiede - sie sind bei weitem nicht so sehr sichtbar, wie vielerorts

<p style="margin-left:0px;">geschrieben.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Schärfe: Ein 'Vorteil' zieht einen anderen 'Nachteil' mit sich. Schärfe kommt vom Filmkorn. Es gibt Entwickler,

<p style="margin-left:0px;">welche das Korn hervorheben bzw. akzentuieren. Daraus entstehen 'schärfere' Negative aber auch das

<p style="margin-left:0px;">Korn ist sichtbarer. (immer dran denken - Kleinbild/Rollfilm) Ein Klassiker hier wäre RODINAL (APH 09)

<p style="margin-left:0px;">Der älteste Entwickler auf dem Markt, ergibt knackige Negative, gut sichtbares Korn, ist ein Flüssigkonzentrat

<p style="margin-left:0px;">und hält ewig.

<p style="margin-left:0px;">Andere Entwicklersorten (z.B. D76) entwickeln nicht ganz so scharf (minimal), dafür ist das Korn etwas zurück-

<p style="margin-left:0px;">haltender. Bei Rollfilm sind das nur Nuancen und kaum sichtbar. Es ist also immer ein Kompromiss von ver-

<p style="margin-left:0px;">schiedenen Faktoren. Was Dir auf Dauer wichtig ist, mußt Du selber herausfinden.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Eines ist aber sicher: Es gibt KEINEN Entwickler, der Wunder vollbringt. Die Unterschiede sind da aber es handelt

<p style="margin-left:0px;">sich dabei um Nuancen und für den Einstieg sind sie zu vernachlässigen. 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Was sich bei den Filmentwicklern noch unterscheidet, ist die Ausnutzung der Empfindlichkeit. Mit der Empfindlichkeit

<p style="margin-left:0px;">ist die des Films (ISO 100, ISO 400 usw.) gemeint. Wenn Du laut Belichtungsmesser auf ISO 400 belichtest, sollte

<p style="margin-left:0px;">der Entwickler den Film natürlich so entwickeln, dass alle Bereiche (Schatten, Mitten, Lichter) gut entwickelt sind

<p style="margin-left:0px;">und ganz wichtig: ohne große Handstände, gut kopierbar/scanbar sind.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Eine alte Regel besagt. Belichte auf die Schatten, entwickle auf die Lichter. Negativfilm hat einen relativ hohen

<p style="margin-left:0px;">Kontrastumfang. Du kannst also ruhig etwas überbelichten und mußt Dir bei gutmütigem Film (Tri-X) keine

<p style="margin-left:0px;">Gedanken machen. Wenn ein Film hingegen zu wenig Licht bekommt, sind die Schatten im Zweifel nicht

<p style="margin-left:0px;">gezeichnet. (Negativ ist an der Stelle durchsichtig, hat keine Zeichnung und es wird an dieser Stelle im Positiv

<p style="margin-left:0px;">schwarz) Nach oben hin (Lichter) hat Film genügend Reserven!!! 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Fazit: ISO 100 z.B. lieber als ISO 50 belichten als mit zu wenig Licht (ISO 200)

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Die Länge der Entwicklungszeit regelt die 'Deckung' der Lichter (im Negativ grau bis schwarz). Je länger der

<p style="margin-left:0px;">Film entwickelt wird, desto dunkler (Deckung) werden die Lichter auf dem Negativ und im Positiv entsprechend

<p style="margin-left:0px;">heller.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Nehmen wir mal an, Du fotografierst eine Landschaft mit bewölktem Himmel. Ist nach dem entwickeln der

<p style="margin-left:0px;">Himmel und alle hellen Stellen auf Positiv/Abzug/Scan zu dunkel, (grau/matschig) war die Zeit der Entwicklung

<p style="margin-left:0px;">zu kurz. Ist der Himmel hingegen zu hell, (ausgebrannt) war die Entwicklung zu lang. Irgendwann hast Du

<p style="margin-left:0px;">Deine richtige Zeit gefunden. Du, mit Deiner Dose, Deinem Thermometer, Deinem Leitungswasser usw.

<p style="margin-left:0px;">Die Zeiten im Netz sind nur Anhaltspunkte!! 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Fazit:

<p style="margin-left:0px;">Mit der Belichtung regelst Du die Helligkeit/Zeichnung der Schatten. Wenn Du einen ISO 100 Film mit

<p style="margin-left:0px;">ISO 100 belichtest und mit Deinem Entwickler die Schatten zu wenig Zeichnung haben, belichtest

<p style="margin-left:0px;">Du beim nächsten mal mit ISO 80. (Stichpunkt: Ausnutzung der Empfindlichkeit - ist bei verschiedenen

<p style="margin-left:0px;">Entwicklern unterschiedlich - auch hier: Nuancen - 1/3 Blende plus minus) Reicht ISO 80 immer noch

<p style="margin-left:0px;">nicht, nimm ISO 50. Spätestens dann, sollte es passen. Da mußt Du am Anfang ein wenig darauf achten,

<p style="margin-left:0px;">aber nach spätestens 5 Filmen hast Du es gefunden. Zur Info. Nur weil auf einem Film ISO 400 drauf

<p style="margin-left:0px;">steht, muss er in Entwickler XY noch lange keine ISO 400 bringen. Das hängt alles ein wenig vom Film,

<p style="margin-left:0px;">Deiner Entwicklungszeit und dem gewählten Entwickler ab. Auch hier gilt: Nuancen! plus minus 1/3 Blende.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Die Dauer der Entwicklung regelt also die Deckung der Lichter und somit den Kontrast. Der Kontrast ist 

<p style="margin-left:0px;">einfach ausgedrückt der Abstand zwischen Schatten und Lichtern. Großer Kontrast - großer Abstand,

<p style="margin-left:0px;">kleiner Kontrast - kleiner Abstand.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Klingt wahrscheinlich alles ein wenig kompliziert ist es aber in Wirklichkeit gar nicht. Du wirst da ganz 

<p style="margin-left:0px;">schnell dahinter steigen und in kurzer Zeit vielleicht selbst einem anderen hilfreich zur Seite stehen

<p style="margin-left:0px;">können.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Zum Abschluss noch: benutze KEINEN Filmabstreifer!!! Film nach dem Fixieren wässern, kurz in einem

<p style="margin-left:0px;">Netzmittelbad (destilliertes Wasser (sauber) + Netzmittel) baden und ab auf die Leine. (an Klammer,

<p style="margin-left:0px;">unten kleines Gewicht). Durch das Netzmittel läuft das Wasser sehr schnell ab und der Film trocknet

<p style="margin-left:0px;">rasch. Du kannst auch den Film vorher noch zwischen Zeige- und Mittelfinger ziehen und das Wasser

<p style="margin-left:0px;">abstreifen, aber eigentlich ist das nicht nötig. Mit Filmabstreifern haben sich schon viele Fotografen

<p style="margin-left:0px;">ihre Filme verkratzt. Die Emulsion ist im feuchten Zustand sehr empfindlich!

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Das wars von mir, ist doch etwas mehr geworden als gedacht.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">Liebe Grüße aus Dresden und viel Spaß beim entwicklen Deiner ersten Filme!

<p style="margin-left:0px;">Dirk

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;">PS. das man beim Einspulen der ersten Filme etwas Schweiß auf der Stirn hat ist vollkommen normal!!

<p style="margin-left:0px;">Das gibt sich schnell und wird zur Routine.

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;"> 

<p style="margin-left:0px;"> 

´Schwarzweiss ist Farbe genug.´ B.Klemm
Zitieren
#13
Hallo Achim B. und Rolf-Werner,

 

der Trick mit der Salatschleuder stammt von Thomas Wollstein, der ihn wiederum von einem ehemaligen Mitschüler hat (siehe www.fotografie-in-schwarz-weiss.de/sw-fotografie/kolumne/106-wollstein08.htn sogar mit Bild). Die von Dir, Rolf-Werner zu recht erwartete Unwucht vermeidet er übrigens durch Platzierung einer zweiten (ggf. leeren) Filmrolle auf der gegenüberliegenden Seite der Trommel. Die o.a. Homepage ist nicht nur für Anfänger ein wahres Schatzkästlein!

 

Viele Grüße und frohes Fest

 

Michael Reinke

Zitieren
#14
Sorry, ein Tippfehler: die Endung lautet natürlich nicht htn sondern html

Zitieren
#15
Jetzt schreibt ihr ja immer noch an dem Thread herum Smile

 

Mittlerweile hab ich ja nun schon mal wieder 5 Filme selber entwickelt und viele Abzüge davon gemacht und viele eurer Tipps beherzigt. Bin ja eigentlich kein Newcomer auf dem Gebiet, ist nur schon eine Weile her. Da muss man sich erstmal orientieren, was aktuell so läuft, und da hab ich viele gute Infos gekriegt. Die Geschichte geht aber noch weiter, ich werde die Tage mal die Dunkelkammer wieder anschmeißen...

 

Grüße

Rolf
Zitieren
#16
Wenn man schon das Zeug hat spricht im Grunde genommen nichts gegen die Selbstverarbeitung.  Genauso wenig spricht gegen das Fremdverarbeiten wenn man damit zufrieden ist.

Um wirkliche Spitzenergebnisse zu erziehlen muß man auch bei der SW Verarbeitung erhebliche Anstrengungen unternehmen. Das fällt vielen von uns nicht auf weil es ein Hobby oder eine Berufung ist und man das Thema nicht nüchtern und sachlich angeht. Da ist viel Herzblut und Leidenschaft dabei.  Gute Ergebnisse gibt es nicht zum Nulltarif und Spitzenleistung geht nicht ohne Aufwand.  

Hier noch ein paar Anmerkungen zum Thema trocknen u.ä.

Das Staubfreie trocknen ist leider nicht überall so ohne weiteres möglich. Was bei dem einem im Bad problemlos gelingt ´geht bei einem anderen trotz identischer Bedinnungen daneben. Es gibt staubfreie, staubarme und staubige Räume.

Das ganze ist ein technisches Problem für das es folglich immer eine technische Lösung gibt. Es ist am Ende immer eine Frage des Aufwands den man treiben kann und will.

Ich hatte früher eine Duka in der Wohnung (ehemals das Gästeklo) dort wurde mit einer Gaszentralheizung geheizt, die Filme konnte ich in der Dusche zum trocken aufhängen. Jetzt befindet sich die Duka in einem Kellerraum, es wird mit Ölzentral und Kaminofen geheizt. Die Dunkelkammer hat eine konfortable Größe mit dem Staubfreien trocken durch einfaches Aufhängen in der Dusche ist es vorbei. Nach einigem rumprobieren  kommt ein Kindermann Trockenschrank zum Einsatz.  

Ich habe die Erfahrung gemacht das mit der Dauer der Nassperiode die Filme generell mechanisch empfindlicher werden. Folglich sollte man diese Periode möglichst kurz halten. Aus einem unfreiwilligen Versuch gelangte ich zu der erkenntniss das sich die Emulsion bei Raumtemperatur nach größer 2 std im Wasser ablöst. Wenn man zb. mit Standentwicklungen arbeitet hat man den Film schon 1std im Entwickler stehen, dann kommen noch ca 4min Stopp/FiX, 1 min abspülen, 1 min Auswaschbeschleuniger und min. 20min Wässern dazu.  Wir sind dann nur noch 40min vom Emulsionscrash entfernt. Logisch das die Emulsion dann schon sehr, sehr weich geworden ist.

Am besten trocknen übrigen die guten Verkehrsüberwachungsfilme, da merkt man das diese Filme für hochtemperatur Prozeße ausgelegt sind und entsprechend robust aufgebaut sind.   

Zitieren
#17
Was? Ich dachte, da stecken heute elektronische Kameras drin??? Smile

 

Aber ich kann mir vorstellen, dass die Emulsionen speziell gehärtet sind, weil die Kameras ja in Wind und Wetter draußen stehen.

 

Rolf
Zitieren
#18
Auf gar keinen Fall will ich Euch von der Selbstverarbeitung abhalten aber damit keine Missverständnisse entstehen:

 

Wir bieten, nach wie vor unsere bewährte FOTOIMPEX Filmentwicklung an. Ab 3,00 EUR zuzüglich MwSt pro Film. Individuell handentwickelt in ATOMAL und Schlussgewässert in AquaDest mit Netzmittel plus Trocknung in Trockenschrank mit Staubfilter.

Danach von Hand geschnitten und abgelegt in ADOFILES.

 

Das wie gesagt nur für diejenigen die keine Lust auf Selbstentwicklung haben und jetzt bei den "Schreckensmeldungen" oben skeptisch geworden sind.

 

Viele Grüße,

 

Mirko

Zitieren
#19
Hallo

Als meine Kinder noch klein waren hatte ich mal Filme entwickeln lassen. Die waren so grottenschlecht das ich sehr schnell wieder selber entwickelt habe, auch die aus einem Kodaklabor waren schlecht. Da gabs nur eines, abschließbaren Schrank besorgt, sehr hoch gehängt und nur halbwegs kindersichere Entwickler, Neofin Rot oder Blau benutzt und nur kleine Gebinde Fix, Papierentwickler usw. damit ja nicht viel im Schrank war, oder samstags morgens ins Fotogeschäft und das geholt was ich brauchte und verbraucht. Neofin waren nicht unbedingt meine Entwickler aber besser als weggeben waren die Filme allemal.

Wenn man nicht selber entwickelt, wo bleibt da der Spass?

Zitieren
#20
Habe vor einiger Zeit aus Neugier mal einen APX 400 (alt) im Drogeriemarkt abgegeben (dm - lässt m.W. bei CEWE arbeiten). Ergebnis: einwandfrei. Die Negative waren visuell untadelig und ergaben auch bei der späteren Nachvergrößerung im Eigenlabor gute Ergebnisse. Auch an den Prints war nichts auszusetzen: guter Brillanzeindruck, Tonwertskala voll ausgeschöpft. 

 

Fazit: natürlich ist die Selbstverarbeitung die andere Hälfte des analogen Schwarzweiß-Vergnügens. Wer aber keine eigene Dunkelkammer zur Verfügung hat, kann durchaus auch mit fremdverarbeiteten Filmen glücklich werden. Man sollte marktgängige Filme nehmen und bei der Aufnahme extreme Kontraste und Helligkeitsverteilungen vermeidet (also ein wenig "automatengerecht" fotografieren). Ein paar Konzessionen an die Gestaltbarkeit der Ergebnisse muss man sicher machen; gerade wer aber neu in die Silberhalogenid-Fotografie einsteigt, kann auch ohne eigenes Labor zu Erfolgserlebnissen kommen.

 

Gruß

 

tepe

.

Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste