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Pinakryptol gr?n - Bezugsquelle
#1
Hallo!

 

Kann mir jemand eine Bezugsquelle für Pinakryptol (haushaltsgerechte Gebinde) nennen?

 

 

Ciao!

 

#2
Hallo,
da wirst Du Probleme haben. Desensibilisierungsfarbstoffe werden m.W. nicht mehr hergestellt. Wenn Di mit Goggle suchst, wist Du zwar jede Menge chinesischer Firmen finden, die behaupten das liefern zu können, aber wenn man dann anfragt, kommt keine Antwort. Einen Lieferanten für Pinacryptolgelb scheint es in USA zu geben, aber der verlangt 70 $ für 1 g! Wenn Du nach der CAS-Reg.-No. bzw. dem Namen suchen möchtest, die lauten: 19220-17-4SadPhenazinium,1,3-diamino-5-phenyl-, chloride (8CI,9CI); 1,3-Diamino-5-phenylphenaziniumchloride; Pinakryptol Green; Pynacryptol Green)
#3
Hallo Jochen!

 

Recht herzlichen Dank für Deine Hinweise! Evtl. habe ich ab September - die Firma macht gerade Betriebsferien - eine Bezugsquelle.

#4
Hallo,
Desensibilisierungsfarbstoffe funktionieren übrigens nicht mit allen Entwicklersubstanzen. Im Spörl/Weizäcker, Fotographisches Rezeptbuch, habe darüber mal etwas gelesen.
#5
Hallo Jochen!

 

Vielen Dank für den Hinweis! Diese Unverträglichkeit mit bestimmten Entwicklertypen war mir bislang unbekannt!

 

Hast Du sonst noch Literaturhinweise zu Pinakryptol? Das scheint ja ein weitestgehend vergessenes Verfahren zu sein.

 

Eine Bezugsquelle für Pinakryptol Gelb wurde mir jetzt genannt. Für Pinakryptol Grün erwarte ich, wie oben bereits anngedeutet, für den September einen Hinweis, ob es erhältlich ist. Ich weiß aber gar nicht, wie sich die einzelnen Pina Farbstoffe in der Anwendung als Desensibilisatoren unterscheiden

 

 

Überhaupt würde mich interessieren, wie diese Desensibilisierung funktioniert! Wird da eine Art Filter in die Emulsion eingebaut? Egal, das Verfahren scheint beim Aufkommen panchromatischer Emulsionen schon bekannt gewesen zu sein. Lüppo-Cramer-Verfahren?

 

In amerikanischen Foren berichten ein paar wenige über ihre Duka-Arbeit mit IR-Sichtgerät. Man hat dann wohl tatsächlich eine recht helle Duka. Einziger Nachteil - das hohe Gewicht und vielleicht noch, daß man wie die Type beim Schweigen der Lämmer ausschaut.

 

Viele Grüße

#6
Hallo,
zu dem Thema findest Du etwas in: Josef Maria Eder, "Rezepte , Tabellen" (1949); Nachdruck Lindemanns Verlag, S. 40-42; oder: Eder u. Lüppo-Cramer in Bd. III, "Ausführliches Handbuch der Photographie", Halle (1932)unter Stichwort "Desensibilisierung", oder: Spörl/Weizsäcker, Fotografisches Rezeptbuch, Knapp 1964). Pina Grün ist nicht verträglich mit Pyrogallol und Hydrochinon. Entwicklungszeit verlängert sich um ca. 1/3. Vorratslösung: 1 g auf 500 ml Wasser. Entweder man verwendet es als Vorbad 2-3 min in Verdünnung 1:9 oder Zusatz von 50 ml auf 1 l Entwickler; Duka Beleuchtung hellgrün erst nach einiger Zeit einschalten.
Pina Gelb kann nur als Vorbad verwendet werden, verträgt sich nicht mit Sulfit. Stammlösung 1 g auf 200 ml Wasser, Verdünnung 1:10.
Das Pina Weiß der I.G. Farben/AGFA konnte ebenfalls als Vorbad oder Entwicklerzusatz verwendet werden und wurde als Tabletten verkauft; alternativ 1 g + 30 g Natriumsulfit auf 1000 ml Wasser als Vorbad oder 1 g gelöst in 15 - 20 ml Wasser auf 1 l Entwickler.
Zur Theorie der Sensibilisierung findest Du etwas im 3-bändigen Werk von Jost Marchesi (ziemlich komplizierte Erklärung mit dem "Bändermodell").
#7
Hallo Jochen!

 

 

Ganz herzlichen Dank für Deine umfang- und hilfreichen Hinweise!

 

 

Viele Grüße!

#8
Ästhetische Bedenken wegen des Typs in "Das Schweigen der Lämmer", köstlich!

 

Gruß, Zal

  


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