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Vergrößerer belichtet ungerelmäßig - woran liegt es?
#21
Vielen Dank für die Info! Fremdkörper und Lichthindernisse sehe ich nicht in dem Gerät. Kann es sein, dass ich bei starker Kontrastfiltereindreheung mit größerer Blende belichten muss?

Zu Deinen Fragen: Ich entwickle mit Adox Rodinal 8 min entsprechend der Herstellerangaben bei einem Agfa Apx 100 ASA. An sich habe ich gute Ergebnisse, aber bei unter schwierigen Lichverhältnissen aufgenommenen Fotografien möchte ich eben die Kontraste mit dem Filter erhöhen, manchmal auch die Fotos verfremden. Hier handelt es sich um eine Aufnahme der bewegten Ostsee bei düsterem Wetter, dass bei normaler Härte eher flau aussieht, aber mit starker Kontrasteinsteuerung spannend wird - also ich finde das jedenfalls...

Was kann ich denn mit einem besseren Objektiv erreichen und was für eines wäre zu empfehlen?

Beste Grüße, Malte

(03-03-2021, 08:13 AM)Hallo Wolf, Der Kondensor ist drin - eine riesengroße Lupe zwischen Mischkopf und Bildbühne... Wolf_XL schrieb: ...mal 'ne blöde Frage - befindet sich denn überhaupt der Kondensor im Gerät?

So sieht das Teil aus - es befindet sich praktisch zwischen Lampengehäuse/Farbmischkopf und Bildbühne...

https://a.allegroimg.com/s1024/0ca431/fc...6993ad346d
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#22
Hi Malte,

schwierig! Eigentlich sind wir den ganzen Strahlengang im Vergrößerungsgerät durchgegangen und haben den Fehler doch nicht lokalisieren können.
Jetzt bin ich auch erst einmal etwas ratlos.

Natürlich ist es gut den korrekten Sitz der Filter zu überprüfen.
Aber als Ursache für die Abschattung ist das eher unwahrscheinlich, denn die Filter sitzen vor der Mischbox.
In der Lichtmischbox wird ja jede Ungleichmäßigkeit des Lichtes ausgeglichen.

Für mich kämen grundsätzliche Fragen in den Blick. 
Passt der Farbmischkopf tatsächlich zu dem Gerät?
Ist er richtig montiert?

Schau Dir noch einmal alles in Ruhe an. Eigentlich sollte sich die Ursache finden lassen.
Vielleicht kennst Du ja auch jemanden, der sich das Gerät anschauen kann?

Du kannst bei jeder Blende mit jedem Kontrast vergrößern.
Grundsätzlich solltest Du zum Vergrößern das Objektiv um 2 bis 3 volle Stufen abblenden.
In dem Bereich hat das Objektiv seine beste Abbildungsqualität. Das Scharfstellen erfolgt natürlich bei voller Blendenöffnung.

Dein Objektiv ist eine recht einfache 3-linsige Konstruktion. Das ist heute eigentlich nicht mehr der Standard.
4-Linser oder noch besser 6-linsige Vergrößerungsobjektive bringen deutlich bessere Ergebnisse.

Da das Angebot zur Zeit groß ist, kann man sie recht preiswert (gebraucht) bekommen.
Schneider und Rodenstock haben wahrscheinlich das größte Angebot.

Das Licht eines Farbmischkopfes ist sehr weich (diffus).
Aus dem Grund müssen die Negative einen höheren Kontrast aufweisen, wenn sie mit dem weichen Licht vergrößert werden.

Die Entwicklungszeiten in den Datenblätter der Negativ-Entwickler sind meist für einen "mittleren" Kontrast (Gamma 0,65) angegeben. Du brauchst aber einen deutlich höheren Kontrast (Gamma 0,8...0,9).  Dafür sind längere Entwicklungszeiten notwendig.
Ziel ist es, daß Du Deine Vergrößerungen ohne Filter oder nur mit geringen Filterdichten machen kannst.

Melde ich wenn Du Fragen hast.

Herzliche Grüße
Klaus
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#23
Hallo Klaus,

das klingt interessant, ich werde es beim nächsten Film ausprobieren. Als ich die Aufnahmen, um die es derzeit geht, gemacht habe, habe ich noch gar nicht selbst vergrößert,  nur gescannt...

Die Rodenstock - Objektive gibt es in einer Preisspane von 50 - 700 EUR... ist das hier ein taugliches?
https://www.ebay.de/p/4041376520?iid=163843517300

Beste Grüße,

Malte
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#24
Hi Malte,

 ohne den beschriebenen Glaspilz wäre das Objektiv eine absolute Empfehlung.
Aber die betroffene Stelle ist schon relativ groß und der Pilz wächst langsam weiter.

Ob das (schon) eine Auswirkung auf die Bildergebnisse hat, kann ich nicht sagen.
Trotzdem wäre ich etwas vorsichtig.

Dieser Objektivtyp hat eine 6 linsige Konstruktion und wird Ergebnisse sehr hoher Qualität liefern.
Mit etwas Geduld wirst Du ein ähnliches Angebot finden.


Herzliche Grüße
Klaus
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#25
OK! Ich habe mein Gerät gestern nochmal genauer unter die Lube genommen: An dem Mischkopf scheint alles in Ordnung zu sein, das Licht kommt beleuchtet die Michglasscheibe am Ausgang der Ulbrichtkugel ganz gleichmäßig. Aber der Kondensor im Lichtschacht war mit Dreck angelaufen von den langen Standzeiten. Ich habe ihn von beiden Seiten gereinigt, die Ausleuchtung des Vergrößerungsrahmens scheint jetzt besser zu sein. Vergrößerungen habe ich aber noch nicht gemacht, ich werde berichten! Beste Grüße, Malte
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#26
Hi Malte, 

den Kondensor zu reinigen war auf alle Fälle eine gute Maßnahme.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Verschmutzung die Ursache für das Problem mit dem Lichtabfall ist.

Solltest Du die nächsten Filme zu einem passenden Kontrast entwickelt haben und die harten Papiergrdationen nicht mehr notwendig sein, so könnte dieser Umstand den Fehler des Lichtabfalls eventuell kaschieren.
Das erschwert die Beurteilung und Behebung des Fehlers in Zukunft etwas.

Berichte bei Gelegenheit einmal.

Herzliche Grüße
Klaus
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