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Wo kaufe ich meine Fotoverbrauchsmaterial und was gebe ich aus
#21
...bei vielen ist das Jammern auf sehr hohem Niveau. Ich bekam meine erste Kamera 1963 - da war fotografieren wirklich teuer. Nicht umsonst gab es in der Zeit sogenannte "Wochenendfilme" - das waren "halbe" 120er mit der 6 Aufnahmen 6x6. Daneben gab es für Kleinbild Nachfüllpackungen - also Patrone auf, neue Spule mit Film rein, Patrone wieder zu. Teilweise hatten diese Nachfüllsets einen Vorspann aus Deckpapier, so dass man auch bei Licht seine KB-Patrone neu befüllen konnte. Ein Kleinbild-Diafilm kostete übrigens so um die 20,00 DM - bei 'nem durchschnittlichen Monatsverdienst von 1000,00 DM. Einen Vorteil hatten diese Zeit aber - Dank Preisbindung brauchte man keine Zeit für Schnäppchenjagd zu verschwenden. Ein Agfapan IF kostete in Hamburg genau so viel wie in München. Naja, wenn man auch mal bedenkt, was heutzutage ein Päckchen Zigaretten kostet, sollte sich manche schon mal Fragen gefallen lassen: Vergifte ich jetzt mich und meine Umwelt oder mach ich was Kreatives... ;-)

Gruß

Wolf
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#22
Wenn ich sehe, was unser Gastgeber hier so alles auf die Beine stellt, wenn es um das Erhalten analoger Fotografie in sehr vielen Bereichen geht, muss ich sagen: Respekt!

Das ist alles eigentlich nicht mit Geld aufzuwiegen. Wenn das dann, wenn es etwas teurer ist, von der Kundschaft nicht anerkannt wird, ist es schade. Was nützt es denn, wenn es irgendwann nur noch 1 oder 2 Filme (Entwickler, Papiere,...) gibt, wo sich dann auch nur 2-3 Händler die Preise um die Ohren hauen, letzlich vielleicht nur einer übrig bleibt, der dann die Preise diktieren kann?

 

Außerdem sind die Preise, wie wir an den zitierten alten Preisen gesehen haben, inflationsbereinigt sogar eher günstiger geworden. warum noch jammern? Wollen wir fotografieren oder einen Film möglichst billi9g kaufen?

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#23
Zitat: 

Das ist alles eigentlich nicht mit Geld aufzuwiegen
 

Das ist der entscheidende Punkt. Wann immer in einem Forum das Gepspräch auf die Themenkombination ›Fotografieren‹ plus ›Geld‹ kommt, bin ich raus (»wo kann ich beim Filmkauf noch 10 cent sparen? Welcher Entwickler ist der billigste pro Bild?...«).

 

Natürlich gibt es gute Gründe, auch in Sachen Fotografieren aufs Geld zu schauen. Solche Gründe liegen vor allem dann vor, wenn Leute mit der Fotografie ihr Geld verdienen, d.h. gewissen Sachzwängen unterliegen, deretwegen 10 cent mehr oder weniger pro Film mitunter recht stark zu Buche schlagen.

 

Es mag komisch klingen (und ich spreche in aller Regel nicht so), aber: wenn der FP4 50 cent teurer oder billiger wird -- dann merke ich das nicht mal, weil ich (1) als, wenn auch leidenschaftlicher, so doch immer bloß ›Hobby‹-Anwender so selten mal Filme kaufe, vielleicht einen 10er-Pack pro halbes Jahr, dass ich die Preise überhaupt nicht mental präsent habe. Ich könnte jetzt nicht sagen, ob ich beim letzten Kauf (im März) 4,50 oder 5,50 bezahlt habe. Vor allem aber weil (2) ein solcher Unterschied im monetären Bereich überhaupt keine Relevanz hat in dem Bereich, den ich (eben: anders als der Berufsfotograf) mit dem Fotografieren verbinde, nämlich dem ideellen/kreativen/etc. Natürlich: Ich kann als ordinärer öffentlich Bediensteter mit Kindern und Studienkredit, der noch abbezahlt werden will, weiß Gott keine großen finanziellen Sprünge machen -- die Anschaffung einer Bessa-R oder Cord Vb z.B. waren schon ›Großereignisse‹. Aber: das Letzte, woran ich beim Fotografieren denke (und denken will), ist das Geld. Jedenfalls in den Dimensionen, von denen derartige Gespräche in der Regel handeln.

 

Liebe Grüße

Nils

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