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SW-Film: Kristalle "kleben" auf Emulsionsseite
#11
Hallo,
wenn du die Negative meistens scannst, probiere mal den ADOX Atomal von unserem Gastgeber : 
https://www.fotoimpex.de/shop/fotochemie...00-ml.html

Der entwickelt noch feinkörniger, als der Excel. Außerdem ist die Empfindlichkeitsausnutzung sehr gut.
Ich fülle das mit entmineralisiertem Wasser angesetzte Atomal immer in kleine 100ml Aponorm Flaschen ab. Die werden bis zum Rand gefüllt, damit der Entwickler nicht vom Luftsauerstoff oxidiert.
Die Flaschen halten bei mir problemlos 6 Monate.

Gruß
Wolfgang
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#12
Hallo Klaus und Wolf,

"Houston, wir haben ein Problem..." Gestern habe ich ID-11 gekauft und an dem sonnigen Tag einen Pan-F plus verknipst. Abends den ID-11 genau nach Vorschrift mit meinem entmineralisierten Wasser angesetzt. Lief gut, Pulver A und dann B waren jeweils definitiv komplett gelöst. Heute entwickelt. Weil ich bei 23° Raum- = Entwicklertemperatur auf kurze 6:20 Minuten kam, habe ich wieder ein Stoppbad mit Brita-gefiltertem Wasser angesetzt und ebenso frisches Fixierbad mit Brita-gefiltertem Wasser (das ist ein altes Gebäude, die Perlatoren sind immer recht schnell voller Kalk- und sonstiger Brösel, deshalb die ganze Filterei).

Es war schlimmer als bei dem letzten Foma ohne Stoppbad - viele kleine Kristalle festgebacken an der Oberfläche. Jetzt bleibt fast nur das Wasser in Verdacht: Vor allem das normale Leitungswasser beim Wässern, aber auch das entmineralisierte und das Brita-gefilterte. Der Plan jetzt ist, einen 5l-Kanister Leitungswasser abfüllen und etwas stehen lassen, damit sich evtl. Schwebeteilchen setzen und damit Wässern. Falls erfolglos, auch die Bäder mit solchem Leitungswasser ansetzen. Sonst fällt mir langsam nicht mehr viel ein. Als ich früher noch entwickelt habe, war das Wasser glaube ich noch kalkhaltiger, und habe ich alles mit Leitungswasser gemacht - ohne solche Probleme.

Abgesehen davon passt das mit dem ID-11 nach meinem Empfinden nicht so gut zu der Scannerei. Die Körnigkeit sieht 1:1 rangezoomt am Bildschirm seltsam aus (das ist eher ein uniformes Grau, aus dem vereinzelte, fast weiße Körner scheckig herausstehen. Bei Excel ist das gleichmäßiger). Die Kanten scheinen überbetont zu werden - wie bei einem "Unscharf Maskieren"-Photoshop-Filter. Wenn man dann den Kontrast hochzieht, wie man das bei SW-Scans oft machen muss, verstärkt sich dieser Effekt irgendwie komisch. In dem Bild ist eine 1:1-Darstellung, links Foma 200 in Excel und rechts Pan-F in ID-11 1+1, beide mit gleichen Einstellungen gescannt und sonst unverändert.

.jpg   Excel-vs-ID11.jpg (Größe: 345 KB / Downloads: 6)

Es bleibt wohl oder übel spannend.

Viele Grüße
Christoph
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#13
P.S. @Wolfgang: Sorry, hatte Deinen Beitrag nicht gleich gesehen. Danke für den Tipp! Wie eingangs beschrieben, trifft der Excel in vielen Punkten das, was ich mir vorstelle. Und ein Entwicklerwechsel hat in dem einzigen Problem, das ich gerade sehe (eben diese kristallähnlichen Verschmutzungen) allein keine Verbesserung gebracht, also versuche ich erst mal, das in den Griff zu kriegen. Um die Fehlerquelle Entwickler tatsächlich auszuschließen, müsste ich eigentlich mal mit einem Flüssigentwickler testen. Fragen über Fragen...

Viele Grüße
Christoph
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#14
Nimm mal normales Leitungswasser und lass mal den Brita Filter weg.

Man kann sich Proleme auch ins Wasser reinfiltern, wenn der Filter zu alt oder defekt oder für die Anwendung nicht geeignet ist.

Ich wohne am Rand der Ostalb und das Wasser kommt hier quasi als "Staub" aus der Leitung so kalkig ist es. Ich habe aber noch nie Probleme mit Rückständen gehabt, ein Netzmittelbad am Schluss vorausgesetzt. Aqua Dest benutze ich auch nicht.

Erst mal den Prozess unter normalen, einfachen Bedingungen fahren und dann sehen, ob was nicht passt. Dann korrigieren. Nicht schon alles vorher verkomplizieren.

Gruss Sven.
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#15
(07-09-2020, 05:54 AM)Urnes schrieb: Erst mal den Prozess unter normalen, einfachen Bedingungen fahren und dann sehen, ob was nicht passt. Dann korrigieren. Nicht schon alles vorher verkomplizieren.

Hallo Sven,

genau in die Richtung haben sich meine Gedanken nach dem letzten Reinfall auch gedreht. Wobei trotzdem die zuvor genannten Punkte - dass der Excel z.B. schwer löslich ist und dass das Probleme machen kann - absolut zutreffend sind. Herauszufinden, wie es klappt, ist ja eine der Herausforderungen (und nebenbei unternimmt man zwecks Produktion des "Testmaterials" schöne Fotogänge und die eine oder andere gelungene Aufnahme kommt auch dabei heraus).

Viele Grüße
Christoph
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#16
...mal was anderes - wie sieht deine Entwicklungsdose aus? Ist die neu oder hat die über Jahre auf ihren Wiedereinsatz gewartet?
Gruß

Wolf
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#17
(07-09-2020, 11:57 AM)Wolf_XL schrieb: ...mal was anderes - wie sieht deine Entwicklungsdose aus? Ist die neu oder hat die über Jahre auf ihren Wiedereinsatz gewartet?

Hallo Wolf,

die ist tatsächlich alt und lag zuletzt 20 Jahre lang im Schrank. Meine Kindermann-Edelstahldose habe ich ca. Mitte der 90er gebraucht gekauft. Ich glaube, die Dose selbst und die Spulen aus Edelstahl dürften unverdächtig sein. Der Kunststoffdeckel ist ziemlich einfach gehalten - ich kann mir schwer vorstellen, dass da so viele Ablagerungen drin sind, die jetzt nach und nach rauskommen?

Viele Grüße
Christoph
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#18
Hi Christoph,

die ersten Beschreibungen wiesen ja sehr eindeutig auf den Entwickler als Verursacher des Problems hin.
Jetzt sieht es aber doch so aus, als läge die Ursache des Fehlers an einer anderen Stelle.

Vielleicht könntest Du mir eine kleine Probe eines stark betroffenen Films zusenden?
Durch eigenen Augenschein, mit dem Mikroskop und eventuell mit Chemie lässt sich die Fehlerursache besser identifizieren.

Herzliche Grüße
Klaus
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#19
Hallo Klaus,

Danke für die Hilfe! Ich schicke Dir Proben von dem Pan F in ID-11 und Foma 200 in Excel per Post. Habe gerade schnell noch eine Makroaufnahme von dem Problem probiert - es sieht schon irgendwie nach einem Salz aus.

Viele Grüße
Christoph


.jpg   DSC00105.jpg (Größe: 130,25 KB / Downloads: 9)

.jpg   DSC00106.jpg (Größe: 147,88 KB / Downloads: 7)
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#20
Hallo zusammen,

die nächsten Versuche ohne Brita-Wasser brachten eine Verbesserung, aber nicht die Beseitigung der Kristalle. Dafür zeigt der Foma 200 interessante Gebilde aus einem (im Positiv) schwarzen Fleck und einer horizontalen hellen Schliere (im zum Trocknen hängenden Film nach unten) - siehe Bild über dem Statuen-Kopf. Laut irgendeines Foreneintrags sollen das Eisen- bzw. Metallpartikel (aus der Wasserleitung) sein, die auf der weichen Emulsion anhaften und mit dem Fixierer reagieren, sodass Reste davon beim Trocknen  die Schliere ausbleichen. Mit gefiltertem Wasser hatte ich das nicht.

Die Lösung für das Kristall-Problem war dann so simpel wie naheliegend: Vor dem Netzmittel habe ich die Filmspule mit dem nächsten Film kräftig und gründlich unter dem weit aufgedrehten Wasserhahn durchgespült. Was auch immer das für Kristalle sind, sie lassen sich so anscheinend wegspülen. Die Scans kamen dann praktisch perfekt sauber raus. Der Film war ein alter APX 400 - ob die Spülerei auch gegen die Foma-Gebilde hilft, muss ich noch testen.

Danke für die Hilfe und viele Grüße
Christoph


.jpg   fleck.jpg (Größe: 383,86 KB / Downloads: 0)
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